11.10.2025

Falt­dächer für Liech­ten­steins Solar­ener­gie

Im Dezember soll mit der Errichtung der Solarfaltdächer am Fabrikweg Spoerry in Vaduz begonnen werden. (Visualisierung: DHP-Technology).

Faltdächer gelten als noch wenig bekannte Form der Photovoltaik, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Die Technologie ermöglicht es, Solaranlagen über bereits genutzten Flächen zu installieren, ohne deren Funktion einzuschränken. Durch die bewegliche Konstruktion können die Dächer bei starkem Wind, Schnee oder anderen Wettereinflüssen eingefahren werden, was ihre Betriebsbereitschaft erhöht und den Wartungsaufwand reduziert.

In Liechtenstein werden nun die ersten beiden Anlagen realisiert: am Fabrikweg Spoerry in Vaduz sowie an der Deponie Ställa in Schaan. In Vaduz sollen 15 Bahnen eines Solarfaltdachs installiert werden, die jährlich rund 297’000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Ein Teil davon wird direkt vor Ort genutzt, der Rest ins Netz zurückgespeist. Die Fläche bleibt gleichzeitig weiterhin nutzbar.

Auch in Schaan entsteht eine Anlage, die zusammen mit einer seitlichen PV-Installation etwa 300’000 Kilowattstunden pro Jahr liefern soll – genug für den Bedarf von rund 70 Einfamilienhäusern. Beide Projekte zeigen, wie Faltdächer zur effizienteren Nutzung begrenzter Flächen und zur regionalen Stromproduktion beitragen können.

Quelle: Wirtschaft Regional vom 10. Oktober 2025, S. 7

Alle News →

Ähnliche Beiträge

  • Wind­kraft in Liech­ten­stein: Sorg­fäl­ti­ge Pla­nung mit Rück­sicht auf Mensch und Natur

    Wie kann Liechtenstein künftig mehr eigenen Strom produzieren und gleichzeitig Natur und Landschaft schützen? Dieser Frage geht die Strategische Umweltprüfung (SUP) nach. Sie bildet die Grundlage für die Planung möglicher Windeignungsgebiete – und macht deutlich: Der Weg zu allfälligen Windenergieanlagen ist sorgfältig und mehrstufig. Wichtig ist dabei: Noch wird über keine konkreten Windräder entschieden. Die […]

    mehr erfahren →

  • Hitze bremst PV-Anlagen – aber längst nicht so stark, wie viele denken

    Viele glauben, dass PV-Anlagen im Hochsommer am besten arbeiten. Tatsächlich sorgt die starke Sonneneinstrahlung zwar für hohe Stromerträge – doch grosse Hitze wirkt sich auf die Solarzellen negativ aus. Je wärmer ein Solarmodul wird, desto weniger effizient arbeitet es. Bei den heute üblichen Silizium-Modulen sinkt die Leistung um rund 0,3 bis 0,5 Prozent pro Grad, […]

    mehr erfahren →

  • Sonnenlicht wird direkt zu Wasserstoff

    Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger der Zukunft – etwa für die Industrie, den Schwerverkehr oder als langfristiger Energiespeicher. Bisher wird Wasserstoff meist in zwei Schritten hergestellt: Zuerst produzieren Solarmodule Strom, anschliessend nutzt ein Elektrolyseur diesen Strom, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben nun eine […]

    mehr erfahren →

  • Perowskit trifft Silizium – die nächste Generation der Solarzellen

    Die Solarenergie entwickelt sich rasant weiter. Während heutige Solarmodule meist auf Silizium basieren, arbeitet die Forschung bereits an der nächsten Generation: sogenannten Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen. Mit einem neuen Labor will das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) dazu beitragen, dass diese vielversprechende Technologie schneller den Weg in die industrielle Produktion findet. (Solarserver) Was macht diese Solarzellen so besonders? […]

    mehr erfahren →

News teilen: