07.05.2026

Perowskit trifft Silizium – die nächste Generation der Solarzellen

Die Solarenergie entwickelt sich rasant weiter. Während heutige Solarmodule meist auf Silizium basieren, arbeitet die Forschung bereits an der nächsten Generation: sogenannten Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen. Mit einem neuen Labor will das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) dazu beitragen, dass diese vielversprechende Technologie schneller den Weg in die industrielle Produktion findet. (Solarserver)

Was macht diese Solarzellen so besonders? Doch was macht diese Solarzellen so besonders? Herkömmliche Siliziumzellen nutzen vor allem den roten und infraroten Anteil des Sonnenlichts effizient. Perowskit hingegen eignet sich besonders gut für blaues und grünes Licht. Werden beide Materialien übereinander angeordnet, kann ein deutlich grösserer Teil der Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Das theoretische Wirkungsgradlimit steigt dadurch von rund 29 auf über 43 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Perowskit-Silizium-Tandemzellen erzielen auch bei diffusem Licht, etwa an bewölkten Tagen, hohe Erträge. Zudem zeigen sie selbst bei schwacher Innenraumbeleuchtung noch eine gute Stromproduktion. Dadurch eröffnen sich künftig auch Anwendungen für Sensoren oder andere Geräte in Gebäuden. (ise.fraunhofer.de)

Das neue Fraunhofer-Labor mit dem Namen «Pero-Si-SCALE» soll Unternehmen dabei unterstützen, diese Technologie aus dem Forschungslabor in die Serienproduktion zu bringen. Dort werden Herstellungsverfahren entwickelt, getestet und verbessert. Ziel ist es, europäische Hersteller zu stärken und die Produktion hocheffizienter Solarzellen in Europa voranzutreiben. (https://www.energieforschung.de/)

Bis solche Tandem-Solarzellen auf Hausdächern zum Standard werden, dürften zwar noch einige Jahre vergehen. Herausforderungen bestehen unter anderem bei der Langzeitstabilität und der kostengünstigen Massenproduktion. Dennoch gilt die Kombination aus Perowskit und Silizium als eine der vielversprechendsten Entwicklungen der Photovoltaik. Sie könnte künftig auf derselben Dachfläche deutlich mehr Solarstrom erzeugen als heutige Module – ein wichtiger Schritt für die Energiewende und eine nachhaltige Stromversorgung. (https://www.energieforschung.de/)

Quelle: Solarserver.de

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