15.10.2025

Pho­to­vol­taik und Hei­zen: Land kommt nur lang­sam voran

PV-Anlage der Solargenossenschaft auf dem Schulhausdach einer Gemeinde. Beim Land harzt es mit der Belegung der Dächer der eigenen Gebäude.

Liechtenstein besitzt 74 eigene Gebäude – doch nur auf elf davon ist bisher eine PV-Anlage installiert. Die Gesamtleistung beträgt rund 800 Kilowattpeak. Weitere 20 Gebäude wurden bereits als geeignet identifiziert, allerdings verfügen 13 davon nur über zweite Priorität. Oft hängen neue Anlagen mit umfassenderen Sanierungen zusammen, weshalb Budget und Personal kapazitätsbedingt begrenzt sind. Auf vielen anderen Objekten verhindern Denkmalschutz, Nutzungsanforderungen oder geplante Abbrüche eine Installation.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Land in 34 Gebäuden lediglich Mieter ist. Dort liegt die Entscheidung über Investitionen bei den Eigentümern. Laut Regierung zeigen diese wenig Interesse an energetischen Verbesserungen, da Strom- und Heizkosten beim Mieter anfallen. Damit bleibt dem Staat oft nur, energieeffiziente Mietobjekte bevorzugt auszuwählen oder Kosten teilweise selbst zu tragen.

Beim Heizen ist der Fortschritt etwas grösser. 15 staatliche Gebäude sind an die Fernwärme angeschlossen, bei sieben kommen Wärmepumpen oder Holzheizungen zum Einsatz. 29 Gebäude werden noch mit Öl oder Gas beheizt, zehn davon sollen bis 2030 auf Fernwärme umgestellt werden.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 13. Oktober 2025, S. 3

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