Infrastrukturministerin Graziella Marok-Wachter (© Volksblatt)

Die FBP-Fraktion wollte wissen, welche Massnahmen das Land ergreift, um seine Vorbildfunktion für klimafreundliches Bauen zu erfüllen. Der Landtag hatte das Postulat am 1. Dezember 2021 mit grosser Mehrheit überwiesen. Am 1. Juni 2022 nahm der Landtag die Beantwortung des Vorstosses zur Kenntnis.

Die Regierung hielt in der Postulatsbeantwortung unter anderem fest, dass auf acht landeseigenen Liegenschaften Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 320kWp installiert seien. Die grösste Anlage mit 143kWp befinde sich auf dem Dach des SZM I, gefolgt von der Anlage auf dem Post- und Verwaltungsgebäude in Schaan mit 58kWp. Bei zwei weiteren Gebäuden würden Photovoltaik-Dachanlagen in diesem Jahr (Bushof, Schaan) oder in naher Zukunft definitiv realisiert (Post- und Verwaltungsgebäude, Vaduz). Eine Prüfung der Eignung aller 66 Liegenschaften des Landes Liechtenstein für Fotovoltaikanlagen geprüft habe ergeben, dass auf 18 Gebäuden ein Neubau von Photovoltaik möglich und wirtschaftlich sinnvoll wäre. Einige dieser 18 Gebäude befänden sich zwischenzeitlich bereits in Projektierung. Die weiteren Gebäude sollen unter Berücksichtigung der Höhe des Potentials zur Energiegewinnung sukzessive bearbeitet werden. Mit den 18 zusätzlichen Anlagen wäre ein Zubau von rund 700kWp Gesamtleistung möglich.

Als Fazit hielt die Regierung fest, die CO2-Emissionen bestehender Gebäude könnten bis 2030 um fast drei Viertel gesenkt werden. In einem weiteren Schritt würden diese auf nur noch 7% der heutigen Emissionen gesenkt werden. Fossile Energie sollen vollständig eliminiert werden. Bezüglich der geplanten und künftigen Neubauten seien ausschliesslich energetisch sehr hochwertige Gebäudehüllen vorgesehen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Alle Energiesysteme werden auf CO2-freien Energieträgern basieren. Das Thema der Kreislaufwirtschaft und der Grauen Energie von Baustoffen werde bei einer Lebenszyklusbetrachtung prägend und solle daher vermehrt Beachtung finden.

Im Landtag wurde zur Kenntnis genommen, dass die Regierung gerade in Bezug auf die Emission von Treibhausgasen für die älteren Bestandsbauten, die teilweise noch fossil mit Gas und Öl beheizt werden, einen Absenkpfad ausgearbeitet habe. Doch es gab auch kritische Stimmen, die den Leistungsausweis im Bericht der Regierung als «ernüchternd» bezeichneten. Der Staat habe seine Vorbildfunktion lange zu wenig wahrgenommen, aber immerhin, seit dem Postulat tue sich etwas.

Infrastrukturministerin Graziella Marok-Wachter betonte, die Postulatsbeantwortung sei aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Man werde auch die als ungeeignet bezeichneten Gebäude in zweiter Priorität nochmals prüfen. PV-Anlagen an Fassaden seien bei Neubauten natürlich möglich, sie nachträglich anzubringen sei jedoch schwieriger.

Postulat zur Vorbildfunktion des Staates im Bereich Klima und Energie vom 18. Oktober 2021

Postulatsbeantwortung der Regierung (PDF, 57 Seiten)

Berichterstattung im Liechtensteiner Volksblatt vom 2. Juni 2022

Berichterstattung im Liechtensteiner Vaterland vom 2. Juni 2022

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Die Stellvertretende Landtagsabgeordnete Nadine Vogelsang (FBP) © Michael Zanghellini / Volksblatt

Der Landtag überwies ein Postulat der Fraktion Fortschrittliche Bürgerpartei mit 20 Stimmen. Dieses möchte, dass der Staat soll Vorbild bei den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz werden soll. Insbesondere soll aufgezeigt werden, welches Potenzial Staatsgebäude bieten. Der Staat besitzt aktuell 65 Bauten, 4 weitere sind in Planung. Die FBP wollte wissen, inwiefern hier eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit übernommen wird. «Wir wollen wissen, ob unsere Exekutive eine Musterschülerin ist. Oder gibt es noch Hausaufgaben zu machen?», erklärte die stellvertredende Landtagsabgeordnete Nadine Vogelsang (FBP). Das Postulat fordert, dass die Energieeffizienz aller staatlichen Gebäude, sowohl der bestehenden als auch der geplanten Neubauten, geprüft wird und dass transparente Ziele und entsprechende Massnahmen formuliert werden. Dabei geht es nicht nur um Einsparungsmöglichkeiten, sondern auch um Möglichkeiten zur Gewinnung und Speicherung von Energie. Ebenso wurden Möglichkeiten für eine Kreislaufwirtschaft angesprochen und es soll geklärt werden, welche nachhaltigen Rohstoffe verwendet werden können.

Nach Ansicht der FBP muss das Land mit gutem Vorbild vorangehen und keinen Neubau oder Umbau realisieren, bei dem nicht alle sinnvollen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Es gelte, die Energieeffizienz zu steigern, erneuerbar zu heizen und mehr Strom zum Beispiel mittels PV-Anlagen zu produzieren.

In Zukunft solle in einem Architekturwettbewerb nicht das schönste Gebäude gewinnen, sondern das nachhaltigste, erklärte Nadine Vogelsang.

Der 25köpfige Landtag überwies das Postulat mit einer grossen Mehrheit von 20 Stimmen. Einige Abgeordnete hätten sich aber ein weiter gehendes Postulat gewünscht, unter anderem mit dem Einbezug der Gebäude staatsnaher Betriebe oder mit dem Einbezug weiterer Aspekte. . Als Beispiele wurden die Begrünung der Gebäude, die Mobilität oder der Beitrag der Gebäude zum Aufbau eines lokalen Strommarktes genannt.

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt vom 2. Dezember 2021

Postulat zur Vorbildfunktion des Staates im Bereich Klima und Energie vom 18. Oktober 2021

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Der Landtagsabgeordnete Herbert Elkuch (DpL) © Tatjana Schnalzger / Volksblatt

Der Landtag überwies am 2. Dezember 2021 ein Postulat der Demokraten pro Liechtenstein (DpL) zur Stromversorgungssicherheit in Liechtenstein. Im Postulat wird die Regierung eingeladen, anhand von verschiedenen Szenarien die Risiken von Strommangel und «Black outs» abzuklären sowie Massnahmen gegen die Knappheit aufzuzeigen. Die Wichtigkeit des Themas war im Landtag unbestritten.

Im Postulat betonen die DpL die Wichtigkeit des Eigenversorgungsgrades mit Strom, der ihrer Meinung nach erhöht werden muss. Kernpunkt soll dabei ein Flusskraftwerk am Alpenrhein. Die Regierung solle darlegen, wie ein solches Kraftwerk die Stromsicherheit Liechtensteins erhöhen könne und es solle dargelegt werden, wie die Leistung eines solchen Kraftwerks mit heutiger Technologie in den Monaten Dezember, Januar und Februar aussehe. Bei den DpL wurde auch die Frage nach einer Kombination von Flusskraftwerkten und Rheinaufweitungen aufgeworfen.

Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni wies darauf hin, dass ein solches Projekt nur in Absprache mit der Schweiz zu realisieren sei und bisher sei die Internationale Regierungskommission Alpenrhein einem Flusskraftwerk stets kritisch gegenüber gestanden.

Der Bau von Fliesskraftwerken am Alpenrhein ist seit den 1960er-Jahren immer wieder im Gespräch. 1994 verweigerte die liechtensteinische Regierung die Konzession für den Bau von Rheinkraftwerken aufgrund der in der Umweltverträglichkeitsprüfung festgestellten Gefahr für Grundwasser, Flora, Fauna und Landschaft sowie wegen der fehlenden Rentabilität.

Postulat zur Stromversorgungssicherheit vom 20. Oktober 2021

Berichterstattung über die Landtagssitzung im Liechtensteiner Vaterland vom 3. Dezember 2021

Berichterstattung über die Landtagssitzung im Liechtensteiner Volksblatt vom 3. Dezember 2021

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Der Landtagsabgeordnete Patrick Risch (Freie Liste) © Daniel Schwendener / Liechtensteiner Vaterland

Am 6. April hat das liechtensteinische Parlament, der Landtag, zwei Motionen der Abgeordneten der Freien Liste an die Regierung überwiesen. Damit wird die Regierung beauftragt, eine Vorlage für eine PV-Pflicht ab 2025 auf allen Dächern von Neubauten einzuführen. Bis 2035 müssen auch auf bestehenden Nicht-Wohnbauten PV-Anlagen installiert werden. Bei bereits bestehenden Wohnbauten soll diese Pflicht im Falle einer Dachsanierung bestehen.

Die Motion für «Photovoltaik auf jedem Dach» sieht vor, dass ab 2025 eine PV-Pflicht auf allen geeigneten Dächern von Wohn-Neubauten besteht. Bei bestehenden Gebäuden kommt die Pflicht zum Zug, wenn eine Dachsanierung ausgeführt wird. In beiden Fällen muss die maximal mögliche Dachfläche ausgenützt werden. Dieser Motion haben 19 der 24 anwesenden Abgeordneten zugestimmt.

Die Motion «Photovoltaik-Pflicht für Nicht-Wohnbauten»  beauftragt die Regierung, eine Gesetzesvorlage für eine PV-Pflicht für Nicht-Wohnbauten auszuarbeiten, namentlich für Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- und Dienstleistungsgebäude. Dies betrifft Neubauten ab 2025, jedoch müssen bis 2035 auch bei Bestandsbauten alle geeigneten Flächen mit einer PV-Anlage ausgestattet sein. «Es soll eine maximale Nutzung der bestehenden Flächen angestrebt werden». Dieser Motion haben 14 der anwesenden 23 Abgeordneten zugestimmt.

Regierungschef-Stellvertreterin: «Rückenwind für die Arbeit in meinem Ministerium»

Die Liechtensteiner Energieministerin, Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, bedankte sich für die Motion. «Sie ist Rückenwind für die Arbeit in meinem Ministerium». Dort werde schon seit längerem eine entsprechende Fotovoltaik-Pflicht vorbereitet. «Die Zeit dafür ist gekommen», so Ministerin Sabine Monauni.

Ausführliche Berichte in den Liechtensteiner Tageszeitungen:

Liechtensteiner Vaterland vom 7. April 2022
Liechtensteiner Volksblatt vom 7. April 2022

Die Motionstexte:

Motion für «Photovoltaik auf jedem Dach»
Motion «Photovoltaik-Pflicht für Nicht-Wohnbauten»

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Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat untersucht, welchen Anteil zum Klimaschutz freiwillige Massnahmen im Vergleich zu politischen Massnahmen leisten können. Das Resultat: Freiwillige Massnahmen werden die CO₂-Emissionen um etwa 20 Prozent senken. Für den Rest sind politische Massnahmen nötig.

Unter dem Strich stossen Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr rund 13.6 Tonnen Treibhausgase aus. Wer sich konsequent klimafreundlich verhalte, könnte diesen sogenannten Klima-Fussabdruck um die Hälfte reduzieren – theoretisch. Mit freiwilligen Massnahmen können realistischerweise aber nur rund ein Fünftel der Treibhausgas-Emissionen reduziert werden. Für den Rest sind politische Massnahmen nötig. So lautet die Schlussfolgerung einer neuen Studie.

Quelle: www.srf.ch

Zur Studie.

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Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Zukunft

Freitag, 4. Juni, 19 Uhr im SAL Schaan: Referat und Diskussion mit Roger Nordmann, Autor und Nationalrat

Der Klimawandel ist das drängendste Problem unserer Zeit. Wie können wir die erneuerbaren Energien besser nutzen und den CO2-Ausstoss so verringern, dass Liechtenstein die Klimaziele erreicht? Roger Nordmann, SP-Nationalrat (CH) und Autor des Buches «Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz», zeigt den Weg in eine klimaneutrale Zukunft  auf. Er präsentiert einen Klimaplan für die Zukunft und diskutiert mit dem Publikum. Ausserdem gibt es praktische Informationen zum Thema «Strom vom eigenen Dach – immer noch lohnenswert?»

Freitag, 4. Juni, 19 Uhr im SAL, Landstrasse 19, 9494 Schaan. Covid-bedingt bitten wir dringend um Anmeldung: info@solargenossenschaft.li.
Die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden: www.solargenossenschaft.li/stream

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Daniel Gstöhl, Präsident der Solargenossenschaft (© Daniel Schwendener)

Klimawandel und Energiepolitik interessieren die Öffentlichkeit. Nach dem Interview mit dem Vorsitzenden der LKW-Geschäftsleitung, Gerald Marxer, in der «Wirtschaft Regional» folgt zwei Wochen später eine Gesprächs-Doppelseite mit SGL-Präsident Daniel Gstöhl. Eine Solarpflicht sei Liechtenstein zuzumuten und die Regierung handle zu langsam «und wir haben manchmal das Gefühl, wir müssen sie etwas anschieben» sind zwei der Schlagzeilen im Interview in der «Wirtschaft Regional».

Zur Doppelseite (S. 4 und 5) Seiten «Im Gespräch mit Daniel Gstöhl» in «Wirtschaft Regional» vom 26. März 2021.

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Foto: Eternit Schweiz AG / www.meraner-hauser.com

In der Schweiz sind 2020 nach Einsachätzung von Swissolar so viele Solarstromanlagen zugebaut worden wie noch nie. Um die nationalen Energieziele zu erreichen, ist aber das vierfache Volumen nötig.

Für die Photovoltaik war 2020 in der Schweiz ein Rekordjahr. Davon geht Swissolar aus, der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Aufgrund von bereits verfügbaren Zahlen rechnet der Verband mit Neuinstallationen von 430 bis 460 Megawatt (MW). Dies entspricht einem Wachstum von 30 bis 39 Prozent gegenüber 2019. Die Anmeldezahlen bei der Zertifizierungs- und Förderstelle Pronovo lassen darauf schliessen, dass das Wachstum nicht nur bei kleinen Anlagen, sondern auch bei solchen über 100 kW Leistung stattfand. Die offizielle Statistik für den Solarenergie-Zubau im Jahr 2020 wird im Juli 2021 vorliegen.

Für das starke Marktwachstum ist insbesondere die Verkürzung der Wartefrist bei der Einmalvergütung auf wenige Monate verantwortlich. Die 2019 stärker ins Zentrum gerückte Klimakrise hat zudem vermutlich bei einigen Bauvorhaben eine Solar-Integration vorangetrieben. Auch Corona hatte wohl einen Einfluss auf den Solarzubau. Der Wunsch nach Autarkie nahm zu, viele fanden Zeit, um lange gehegte Ideen zu realisieren und finanziell stand mangels anderer Ausgabemöglichkeiten mehr Kapital zur Verfügung. Ob diese Effekte im laufenden Jahr weiterhin wirksam sind, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Schweiz braucht vierfaches Volumen

Der Rekordzubau dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Zubau noch einer massiven Steigerung bedürfe. Pro Kopf entspricht der Zubau 2020 lediglich einer neu installierten Fläche von 0.25-0.27 Quadratmetern. «Um den wegfallenden Atomstrom zu ersetzen und den zusätzlichen Strombedarf für die Elektrifizierung des Verkehrs und der Heizungen zu decken, muss der jährliche Zubau in den nächsten Jahren auf etwa 1500 MW gesteigert werden – also auf das nahezu Vierfache des letzten Jahres» sagt Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger. Dies sehen auch die kürzlich veröffentlichten Energieperspektiven 2050+ des Bundesamtes für Energie vor.

Zur Erreichung dieses Ziels braucht es aus Sicht der Schweizer Solarbranche folgende politische Massnahmen:
a) Stärkere Förderung von Anlagen ohne Eigenverbrauch: Zahllose Dächer von Ställen, Lagerhäusern und ähnlichen Gebäuden werden heute nicht mit Solaranlagen ausgestattet, da der Strom nicht an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Ähnliches gilt für Parkplatzüberdachungen, Lärmschutzwände und weitere Infrastrukturen.
b) Rasche Umsetzung der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) in allen Kantonen und damit verbunden die Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neubauten. In einem weiteren Schritt ist eine Verpflichtung zur Nutzung bestehender Dach- und Fassadenflächen zu prüfen.
c) Abbau von Hürden bei der Erstellung von Freiflächenanlagen: Eine kürzlich veröffentlichte Studie der ZHAW zeigt auf, dass Solaranlagen ausserhalb von Gebäuden nur mit Schwierigkeiten eine Baubewilligung erhalten. Davon betroffen sind sinnvolle Nutzungen wie Parkplatzüberdachungen, Systeme zum Schutz empfindlicher landwirtschaftlicher Kulturen anstelle von Folientunnels (Agro-Photovoltaik) oder alpine Anlagen im Umfeld von Skigebieten.

Quelle: www.solarserver.de

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Der Schweizer Regierung hat heute erklärt, wie die Schweiz das Ziel – bis im Jahr 2050 unter dem Strich klimaneutral zu sein –erreichen soll.

Dabei betont der Bundesrat erstens, dass Netto-Null nötig sei: Die Temperaturen steigen hierzulande doppelt so schnell wie im globalen Schnitt. Wetterextreme nehmen zu, die Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft entsprechend auch. Nichts tun wäre viel teurer als energisch zu handeln, rechnet der Bundesrat vor. Deshalb lohne sich ambitionierter Klimaschutz auch wirtschaftlich. Nicht nur wegen der geringeren Schäden, sondern auch, weil der Werk- und Forschungsplatz sehr gut positioniert sei, um vom Übergang zu einer Welt ohne fossile Brenn- und Treibstoffe zu profitieren. Und drittens sei der Umstieg zwar ehrgeizig, aber machbar.

Die Treibhausgas-Emissionen sollen bis 2050 um fast 90 Prozent reduziert werden. Verkehr und Gebäude müssen bis dann emissionsfrei betrieben werden. Unvermeidliche Emissionen aus Landwirtschaft und gewissen Industrien wie Zementproduktion oder Abfallverbrennung sollen entweder direkt am Entstehungsort abgefangen und im Boden gelagert oder kompensiert werden, indem an anderer Stelle mit natürlichen oder technischen Mitteln CO2 aus der Luft geholt wird.

Politisch wählt der Bundesrat mit dem Ziel und den Massnahmen einen Mittelweg: Klimaschützer fordern schärfere Massnahmen und Klimaneutralität bis 2040 oder gar 2030. Der Erdölbranche auf der anderen Seite wird diese langfristige Klimastrategie zu weit gehen. Sie hat bereits gegen das revidierte CO2-Gesetz das Referendum ergriffen.

An einigen Stellen bleiben Ziele und Massnahmen schwammig: zum Beispiel beim Finanzplatz. Der Bundesrat stellt fest, dass Schweizer Banken, Versicherungen und andere Anleger eine wichtige Rolle spielen im Übergang zur Klimaneutralität. Gleichzeitig zeigen Studien, dass viele Finanzplatzakteure die Dringlichkeit des Problems noch nicht erkannt haben. Trotzdem hofft die Schweiz – anders als die EU zum Beispiel – dass der Sektor selbst genügend aktiv wird. Ähnlich vage sind die vorgeschlagenen Massnahmen im Bereich Luftfahrt und Landwirtschaft.

Quelle: srf.ch: «Das Klimaziel wird konkreter – aber reicht das?», 28.1.2021
Langfristige Klimastrategie der Schweiz (PDF, 65 S., vom Bundesrat vorgestellt am 28.1.2021)

 

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Roger Nordmann rechnet in seinem Buch «Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz» vor, dass die Schweiz die installierte Photovoltaik-Leistung bis 2050 um den Faktor 25 steigern muss, um die Energie- und Klimawende zu schaffen. Die Solargenossenschaft hat in ihrem aktuellen Forderungspapier für Liechtenstein einen Ausbau um mindestens den Faktor 15 gefordert, um nur schon den aktuellen Stromverbrauch abzudecken.

Nun hat das Bundesamt für Energie BFE berechnet, dass die installierte Leistung der Photovoltaik in der Schweiz bis 2050 um den Faktor 13 ansteigen muss. Nur so kann das Land komplett auf Erneuerbare umsteigen. Die Analysten des BFE haben vier verschiedene Szenarien gerechnet, wie die Schweiz zur vollständigen Versorgung mit Ökostrom kommen kann. Diese unterscheiden sich einerseits hinsichtlich der Energieeffizienz, die erreicht werden kann, und andererseits hinsichtlich des Umfangs der Sektorkopplung. Dazu kommen noch verschiedene Anteile von Wasserstoff sowie biogenen und synthetischen Treibstoffen, wofür die Schweiz unterschiedlich viele Ökostromanlagen braucht. Doch selbst im Basisszenario muss die installierte Leistung der Photovoltaik auf 37,5 Gigawatt steigen. Das wäre ein Wachstum um den Faktor 13 im Vergleich zum derzeitigen Stand. Nur so kann die Solarenergie zur tragenden Säule der Versorgung in der Schweiz werden und bis 2050 den Anteil von 40 Prozent erreichen. Bis dahin muss die Sonnenstromproduktion von derzeit zwei auf 34 Terawattstunden wachsen.

Gemäss dem Schweizer Branchenverband Swissolar muss die jährliche Strommenge sogar auf 45 Terawattstunden steigen, was eine Zubau auf 50 Gigawatt PV-Leistung notwendig macht. Die Unterschiede seien darauf zurückzuführen, dass das BFE aus Sicht des Verbandes eher optimistische Annahmen für den Ausbau der Windenergie und der Wasserkraft sowie in der stärkeren Ausschöpfung des Potenzials bei der Energieeffizienz ansetzt.

Natürlich wird dies Geld kosten. Doch das BFE betont, dass bis 2050 für die Erneuerung, Modernisierung und den Ersatz bestehender Energieinfrastrukturen, Gebäude, Anlagen, Geräte oder Fahrzeuge ohnehin Investitionen in der Höhe von rund 1.400 Milliarden Franken anfallen. Mit dem Ziel des vollständigen Umstiegs auf Ökoenergie steigt dieser Bedarf um weitere 109 Milliarden Franken. Das sind nur acht Prozent des ohnehin notwendigen Investitionsbedarfs. Gleichzeitig seien damit aber Einsparungen an Energiekosten in einer Höhe von 50 Milliarden Franken möglich.

Quellen:
BFE – Energieperspektiven 2050+: Mögliche Wege in eine erneuerbare und klimaneutrale Energiezukunft
www.photovoltaik.eu

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Seit drei Jahren ist in Basel das neue Energiegesetz in Kraft. Behörden und Hausbesitzer ziehen eine positive Bilanz.

Weg von Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien – dies ist die Stossrichtung der Basler Energiepolitik. Mit einschneidenden Konsequenzen für Hausbesitzer: Wer seine Heizung erneuert, darf keine Öl- oder Gasheizung einbauen, sondern muss auf Alternativen wie Wärmepumpen, Solaranlagen oder Erdsonden umstellen. So schreibt es das Basler Energiegesetz vor, das seit Oktober 2017 gilt.

Bei der Einführung war Basel mit diesem Gesetz noch ein Pionier-Kanton. Nun zeige sich, dass das neue Gesetz auch greife, sagt Andreas Nabholz, Leiter des Basler Amts für Umwelt und Energie AUE: «Wir können feststellen, dass bei neuen Heiz-Anlagen der Anteil erneuerbarer Energie bei über 90 Prozent liegt.» Vor dem neuen Gesetz habe dieser Anteil bei nur etwa 50 Prozent gelegen.

Für die neuen klimafreundlicheren Heizungen hat der Kanton seine Förderbeiträge mehr als verdoppelt. So sei beispielsweise eine Wärmepumpe unterdessen nicht teurer als eine neue Gas- oder Ölheizung.

Trotz neuem Energiegesetz sind aber erst die Hälfte aller Heizungen im Kanton Basel-Stadt klimafreundlich. Dies zeige, dass der Weg von fossiler zu erneuerbarer Energie noch ein weiter sei, sagt Matthias Nabholz vom Basler Amt für Umwelt und Energie.

Quelle: srf.ch

 

 

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Die Landtagsdebatte 6. November 2020 zur Energiestrategie verlief sehr kontrovers. Immer wieder erwähnt wurden auch die Forderungen der Solargenossenschaft Liechtenstein.

Während die einen Abgeordneten die Energiestrategie 2030 und die Energievision 2050 als ausgewogen betrachteten, teilten andere die Meinung der Solargenossenschaft (SGL): Die Ziele stimmen, die eingeschlagene Gangart ist viel zu langsam. Die Solargenossenschaft hatte im Vorfeld der Landtagssitzung ein Forderungspapier erstellt und auch umfassend zu Energiestrategie und Energievision Stellung bezogen.

Die Energiestrategie und die Energievision hätten nach der Vorstellung der Regierung vom Landtag lediglich zur Kenntnis genommen werden sollen. Dies erschien dem Landtag zu schwach. Der Abgeordnete Patrick Risch (Freie Liste) stellte den Antrag, die formulierten Ziele für die Regierung verbindlich zu machen. Diesem Antrag stimmte der Landtag knapp mit Stichentscheid des Landtagspräsidenten Albert Frick (FBP) zu.

Der Antrag von Thomas Lageder (Freie Liste), den jährlichen Zubau von Photovoltaik-Leistung gegenüber dem Vorschlag der Regierung zu verdoppeln (10 MWp pro Jahr statt 5 MWp), fand keine Zustimmung. Hingegen hatte die Solargenossenschaft gefordert, dass man die Einspeisevergütung für PV-Strom nicht fallen lassen dürfe – sie läuft Ende 2020 aus. Die Regierung hat angekündigt, es werde demnächst eine Anschlusslösung geben. Der Abgeordete Eugen Nägele (FBP) stellte darum den Antrag, dass die Regelung für die Einspeisevergütung um ein Jahr verlängert werde, damit es keine Lücke bis zum Vorliegen einer Anschlusslösung gibt. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen, so dass die Einspeisevergütung für ein weiteres Jahr gesichert ist. Die Solargenossenschaft wird die angekündigte Lösung als Ersatz für die Einspeisevergütung sorgfältig prüfen und dazu Stellung beziehen.

Weiter hatte die Solargenossenschaft schon in früheren Stellungnahmen bemängelt, dass das Monitoring der nun auslaufenden Energiestrategie 2020 ungenügend war. Auch hier hat der Landtag eine gute Lösung beschlossen: Die Regierung muss dem Landtag alle zwei Jahre über die Zielerreichung Bericht erstatten, damit Gegensteuer gegeben werden kann, wenn sich keine Zielerreichung abzeichnet.

Berichterstattung in den Medien: Liechtensteiner Vaterland vom 7. November 2020, Liechtensteiner Volksblatt vom 7. November 2020

Eine Übersicht über die Forderungen der Solargenossenschaft und die Berichte darüber in den Tages- und Wochenzeitungen sowie in Radio und Fernsehen findet sich auf www.solargenossenschaft.li/energiezukunft

Die Solargenossenschaft wird sich auch künftig aktiv in den politischen Prozess einbringen und die Umsetzung der Energiestrategie und der Energievision konstruktiv und kritisch begleiten.

 

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Der Gemeinderat von Vaduz hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Dächer mehrerer gemeindeeigener Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Innert drei Jahren sollen diese gebaut werden. Es wird mit Kosten von 2,2 Millionen Franken gerechnet.

Die Gemeinde Vaduz plant Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Riethofs, der Primarschule Äule, des Kinderhauses Haberfeld, der Wertstoffsammelstelle, des Kindergartens Aubündt, dem Vaduzersaal, dem LAK-Haus St. Florin, dem Werkbetrieb und der Liegenschaft im Städtle 28. Die Anlagen sollen in den nächsten drei Jahren realisiert werden. Die Kosten werden gemäss Potenzialanalyse auf rund 1,3 Millionen Franken geschätzt. Da zusätzliche Nebenarbeiten wie die Untersuchung der Dachflächen, evtl. notwendige Sanierungsarbeiten an den Dachkonstruktionen, Absturzsicherungsanlagen sowie die elektrische Erschliessung und Verkabelung nicht eingerechnet sind, hat der Gemeinderat einen gesamten Verpflichtungskredit von 2,2 Millionen Franken für das Projekt genehmigt, und zwar einstimmig.

Ein Fünftel des Stromverbrauchs aus Eigenproduktion

Die neuen Solaranlagen sollen laut Protokoll eine Gesamtleistung von 790’000 kWh pro Jahr erzeugen. Dies würde etwa ein Viertel des benötigten Stroms für die Gemeindegebäude und -anlagen decken. Heute zahlt die Gemeinde dafür insgesamt rund 700’000 Franken (bei einem Strompreis von 17 Rappen pro kWh). «Mit der Umsetzung der genannten Photovoltaikanlagen lassen sich künftig knapp ein Fünftel des eigenen Stromes selbst herstellen», heisst es im Protokoll. «Dies hat zur Folge, dass sich die Stromkosten erheblich verringern (ca. 140’000 Franken) und die gemeindeeigenen Bauten mit einheimischer Energie versorgt werden.»  Zudem nehme die Gemeinde ihre Rolle als Vorbild wahr.

Quelle: Volksblatt online

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In Polen geht die Sonne auf: Die Aussichen für grosse Solarprojekte verbessern sich. © Hanwha Q-Cells

Die Photovoltaik spielte bisher im polnischen Strommix kaum eine Rolle. Das ändert sich nun: Bis Ende April 2020 beantragten Projektierer einen Netzanschluss für fast zwei Gigawatt neue Solarleistung.

Die Solarstromleistung in Polen stieg durch Auktionen für kleine Freiflächenanlagen und ein grosszügiges Eigenverbrauchsmodell von 500 Megawatt in 2018 bereits auf 1.300 Megawatt bis Ende 2019. Doch obwohl grosse Photovoltaikanlagen an den Auktionen 2018 und 2019 teilnehmen konnten, dominierten Windprojekte das Feld. Bei der letztjährigen Auktion waren nur rund 60 Megawatt an Grossprojekten mit Solarstrom erfolgreich.

Das ändert sich nun: In Polen baut sich derzeit eine bedeutende Pipeline von solaren Grossprojekten auf. Bis Ende April 2020 reichten fast zwei Gigawatt an neuen Projekten einen Netzanschlussantrag ein oder erhielten ihn bereits. Etwa ein Drittel dieser Projekte haben eine installierte Kapazität von jeweils mehr als 15 Megawatt.

Zwei Gründe für den Solarboom in Polen

Der Solarboom werde von zwei Faktoren getrieben: Erstens gebe es eine sehr restriktive Abstandsregel 10H für Windprojekte (Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe zu Wohngebäuden) und zweitens können die Vollkosten grosser Photovoltaikprojekte nun mit denen der verbleibenden Windprojekte konkurrieren, sagen Marktexperten.

Die Anwälte von Solivan Pontes und die Berater von Enervis haben eine Studie für die bevorstehende Ausschreibungsrunde erarbeitet. Sie sehen ein zunehmendes Interesse von Investoren und Projektentwicklern an Grossanlagen mit Solarstrom in Polen. Zusätzlich verstärken niedrige Strompreise aufgrund der Covid19-Krise das Interesse an Ausschreibungen für Erneuerbare Energien in ganz Europa.

Quelle: www.photovoltaik.eu

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© prefa.ch

In der Schweiz lichtet sich der Dschungel aus Energie- und Umweltstandards für Gebäude. Vier Trägerorganisationen wollen die Berechnung, wie Bauherren und Architekten die Standards erreichen können, aufeinander abstimmen.

In der Schweiz existieren mehrere unterschiedliche Labels für die Einordnung des energetischen Gebäudestandards. Diese legen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte. Vier Organisationen, die solche Labels vergeben, haben jetzt ihre Zusammenarbeit angekündigt. Zumindest haben die Trägerorganisationen schon eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, wie das Bundesamt für Energie (BFE) mitteilt.

Erneuerbare und Klimaschutz stehen im Vordergrund

So werden die Gebäudeenergieausweise der Kantone GEAK, das Label Minergie, der Standard Nachhaltiges Bauen in der Schweiz (SNBS Hochbau) und das Zertifikat 2000-Watt-Areale in Zukunft eine gemeinsame Gebäudelabelfamilie bilden. Im Mittelpunkt dieses neuen gemeinsamen Standards steht, dass das Gebäude einen möglichst grossen Beitrag zu den Zielen der Energie- und Klimapolitik und der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz leisten soll.

Bekannten Marken werden weitergeführt

Ausserdem versprechen sich die Trägerorganisationen davon eine höhere Nachfrage, indem der Dschungel der verschiedenen Standards gelichtet wird. Dabei sollen die bekannten und erfolgreichen Marken im Markt weitergeführt werden. Dabei werden allerdings die Berechnungen harmonisiert, wie die Bauherren und Architekten die vorgegebenen Standards erreichen können.

Quelle: www.photovoltaik.eu

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DIESER ANLASS MUSSTE AUF GRUND DER AKTUELLEN LAGE (CORONA VIRUS) ABGESAGT WERDEN.

Donnerstag, 16. April 2020, 20 Uhr, Rathaussaal Vaduz. Eintritt frei. Anschliessend Apéro

Roger Nordmann, SP-Nationalrat (CH) und Autor des Buches «Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz», zeigt den Weg in eine klimaneutrale Zukunft auf. Er präsentiert einen Klimaplan für die Zukunft und diskutiert mit dem Publikum.

Ausserdem gibt Jürg Senn, Leiter der Energiefachstelle Liechtenstein, praktische Informationen zum Thema «Strom vom eigenen Dach – eine rentable Investition!».

Der Klimawandel ist das drängendste Problem unserer Zeit. Wie können wir die erneuerbaren Energien besser nutzen und den CO2-Ausstoss so verringern, dass Liechtenstein die Klimaziele erreicht? Mit diesem Anlass möchte die Solargenossenschaft Liechtenstein einen Beitrag dazu leisten, den dringend nötigen Ausbau der Photovoltaik in Liechtenstein voranzubringen.

Bereits um 18 Uhr am gleichen Abend findet die Generalversammlung der Solargenossenschaft statt.

 

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Die nationalrätliche Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-N) schlägt einstimmig die Einführung einer höheren Einmalvergütung für Anlagen ohne Eigenverbrauch, etwa auf Stalldächern oder Infrastrukturen, vor. Grosse Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch sind in den heutigen Förderreglungen aufgrund der tiefen Abnahmepreise für den eingespeisten Strom benachteiligt. Eine Änderung im Energiegesetz soll dies beheben. Im Idealfall könnte eine solche Änderung des Energiegesetzes bereits per 2022 eingeführt werden.

Bund soll seine Gebäude vorbildlich solarifizieren

Zudem will die Kommission die Vorbildfunktion des Bundes stärken. Dazu sollen die Immobilien des Bundes rascher saniert und deren Autonomie im Strombereich sichergestellt werden.

Der Ball liegt nun bei National- und Ständerat, die Umsetzung so schnell als möglich voranzutreiben.

Quelle: www.swissolar.ch

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Der zweite positive Gerichtsentscheid für die Schweizer Windenergie innerhalb von weniger als fünf Wochen: Nachdem der Windpark EolJorat secteur Sud Ende September grünes Licht erhalten hatte, sprach

sich das waadtländische Kantonsgericht nun auch für den Windpark Sur Grati aus. Dieser soll gemäss dem Entwickler Strom für etwa 11‘000 Haushalte liefern und wird von VOénergies mit Unterstützung der Gemeinden Premier, Vaulion und Vallorbe getragen. Er wird etwa 75 Prozent des Stromverbrauchs der Gemeinden decken.

Auch Lionel Perret, Leiter von Suisse Eole in der Romandie, freut sich über die Anerkennung der nationalen Interessen, führt aber die positiven Gerichtsentscheide auch auf Eigenleistung zurück: «Dieser zweite positive Gerichtsentscheid innerhalb von weniger als fünf Wochen gründet auf den seriösen Studien, die von unserer Branche erstellt wurden, und auf dem nationalen Interesse an der Windenergie. Mit ihrer Entscheidung für die Windparks Sur Grati und EolJorat Sud zeigen die Gerichte, dass sie beginnen, die Windtechnologie und das damit verbundene Potenzial zu erkennen.» Isabelle Chevalley, Präsidentin der Suisse Eole, betont die Rolle der Windenergie für die Schweizer Stromversorgung: «Mit den Windparks Sur Grati und EolJorat Sud und ihren insgesamt 14 Windrädern kann ein Teil des Schweizer Windenergiepotenzials genutzt werden. Windenergie ist eine Komponente im erneuerbaren Schweizer Energiemix, die mit ihrer hohen Stromproduktion in den Wintermonaten eine saubere und sichere Stromversorgung gewährleistet.»

Quelle: Erneuerbare Energien, Heft 6, Dez. 2019

 

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© imago/blickwinkel (imago stock&people)

Gemäss türkis-grünem Regierungsprogramm steigt Österreich aus der fossilen Wärmegewinnung aus. Dazu gibt es einen Stufenplan: Schon ab 2020 dürfen in Österreich keine Ölheizungen mehr in Neubauten installiert werden, ab 2021 sind sie dann auch bei einem Heizungswechsel untersagt. Ab 2025 müssen Ölheizkessel, die älter als 25 Jahre sind, zwingend getauscht werden, spätestens ab 2035 alle Kessel. So steht dies im.

Analog zum Stufenplan Öl (und Kohle, hier entstanden in den letzten Jahren kaum mehr neue Heizungen) in der Raumwärme will die Regierung auch gesetzliche Grundlagen zum Ersatz von Gasheizsystemen schaffen: Demnach sollen im Neubau ab 2025 keine Gaskessel/Neuanschlüsse mehr zulässig sein.

Im Zuge des von der Regierung beschlossenen Ausstiegs aus der fossilen Wärmegewinnung sollen die Österreicher sich bis spätestens 2035 vom Heizen mit Öl verabschiedet haben. Zurzeit sind noch rund 600.000 Ölheizungen in Betrieb, zum Grossteil schwer veraltet, viele 20 bis 25 Jahre alt.

Quelle: www.diepresse.com

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© Iberdrola

Die spanische Stromerzeugung wird immer grüner. Insgesamt 6,5 GW erneuerbare Energien gingen 2019 neu ans Netz, in 2018 waren es nur 330 MW. Das Gros des Zubaus geht auf das Konto der Photovoltaik. Derzeit läuft in Spanien eine Flotte an erneuerbaren Energien von insgesamt 55,2 GW, davon sind 46 Prozent Windkraft- und 16 Prozent Photovoltaikkraftwerke sowie 38 Prozent andere Ökostromanlagen. Diese neuen Rekordzahlen hat der spanische Stromnetzbetreiber Red Eléctrica de España verkündet. Rund 70 Prozent der neu installierten Leistung wurde demnach an das Hochspannungsnetz angeschlossen. Deshalb musste der Netzbetreiber auch mehr als 30 Umspannwerke neu bauen.

Die 189 neuen Installationen bestehen aus: 86 Windkraftanlagen mit 2,3 GW sowie 93 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 3,98 GW und zehn anderen Anlagen mit erneuerbaren Technologien (162 MW). Ökostrom macht in 2019 rund 37,5 Prozent im Strommix aus. Umgerechnet waren das 97.826 GWh sauberer Strom. Atomkraftwerke stellen 21,4 Prozent des Stroms bereit.

www.photovoltaik.eu

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Frankreich hat ein neues Energie- und Klimagesetz. © Baywa r.e.

Das Energie- und Klimagesetz in Frankreich wurde überarbeitet. Es sollen mehr Emissionen vermieden werden, das Land bis 2050 klimaneutral werden.

Das Ziel zur Senkung der Treibhausgasemissionen wurde erhöht, eine Klimaneutralität bis 2050 wird angestrebt. Der Verbrauch fossiler Energie muss bis 2030 auf 40 Prozent gegenüber 2012 reduziert werden. Das Ausbauziel für erneuerbare Energien am Strommix beträgt 33 Prozent bis 2030.

Neue genehmigungspflichtige Anlagen, Betriebsstätten für Industrie oder Handwerk, Lagerhallen, private Gewerbehallen oder neue überdachte und öffentlich zugängliche Parkplätze mit mehr als 1.000 Quadratmetern müssen erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaikanlagen installieren, oder eine Begrünung auf mindestens 30 Prozent der Dachfläche umsetzen.

Der weitere Zubau von Offshore-Windenergie wird beschleunigt. Auch im Bereich von grünem Gas und Wasserstoff wurden verschiedene Ziele und Massnahmen definiert. Ebenso regelt das Gesetz Massnahmen für den Gebäudesektor.

Für den Atomausstieg will sich Frankreich mehr Zeit lassen. Das ursprüngliche Ziel, bis 2025 den Anteil des Atomstroms auf 50 Prozent zu reduzieren, wurde aufgegeben. Dafür soll jetzt zehn Jahre länger Zeit sein, bis 2035.

Quelle: www.photovoltaik.eu

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Die Solargenossenschaft Liechtenstein (SGL) ist besorgt über die Tatsache, dass Liechtenstein die Ziele der Energiestrategie 2020 weitgehend verfehlt hat. Ein Entwurf für eine neue Strategie 2030 liegt vor, es besteht aber noch deutlicher Verbesserungsbedarf. Die Solargenossenschaft konnte den Entwurf – ohne ausreichende Vorbereitungszeit – mit den Verantwortlichen kurz besprechen. Dabei vertrat die SGL die Meinung, dass nur ambitionierte Ziele zum Erfolg führen können. Andere Staaten in der Nachbarschaft und weltweit verschärfen ihre Ziele, Liechtenstein darf hier nicht zurückstehen.

Dies bedeutet auch, dass die erforderlichen Finanzen für staatliches Handeln und für die Unterstützung privater Initiativen bereitgestellt werden müssen. Auch die Energiefachstelle muss personell verstärkt werden. Die Solargenossenschaft wird ungeduldig, wenn sie immer wieder feststellen muss, dass die Kapazitäten der Energiefachstelle nicht ausreichen, um dringend nötige Unterstützung für private Akteure und staatliche Stellen zu leisten.

Hier haben die Gespräche bei uns den Eindruck hinterlassen, dass die Regierung zögerlich unterwegs ist und den Ernst der Lage noch zu wenig erkennt.

In diesem Zusammenhang unterstützen wir die Initiative der jungen Leute in Liechtenstein, die sich am Klimastreik beteiligen werden. Sie sollen nicht bestraft, sondern bestärkt und unterstützt werden; ihr Engagement ist wertvoll für die Gesellschaft und für die Zukunft.

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Bis 2030 soll die Photovoltaikleistung in Deutschland von derzeit 49 Gigawatt auf 98 Gigawatt ausgebaut werden. © Naturstrom AG

Das Bundeskabinett hat beschlossen, die Photovoltaikleistung in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Die deutsche Regierung strebt an, bis 2030 den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit rund 49 Gigawatt auf 98 Gigawatt zu verdoppeln.
„Dieses Etappenziel müssen wir bereits in der Hälfte der Zeit – Mitte der 20er Jahre – erreichen, wenn wir die Klimaziele ernst nehmen“, appelliert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) an die Politik.
Quelle: www.photovoltaik.eu

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Rheinland-Pfalz startet eine Solar-Offensive inklusive einer Förderung für Heimspeicher. © Solarwatt

Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken hat gemeinsam mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz eine Solar-Offensive gestartet. Unter anderem stellt das Bundesland fünf Millionen Euro Förderung für Solarspeicher bereit. Das Solarspeicherprogramm sei dabei ein zentraler Baustein der Offensive. «Mit dem Programm unterstützen wir Privathaushalte und Kommunen dabei, neue Photovoltaik-Anlagen kombiniert mit Batteriespeichern einzubauen», erklärte Energieministerin Höfken. So soll die Eigenversorgung von Kommunen mit ihren Liegenschaften wie Klimaschulen und Privatpersonen mit selbst erzeugtem Solarstrom plus Speichern fördern. Ziel sei es, bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung vollständig aus erneuerbaren Energien zu bestreiten.

Die Förderhöhe des Solarspeicherprogramms liegt bei 100 Euro pro Kilowattstunde Kapazität. Unterstützt werden Heimspeicher in Privathaushalten mit bis zu 1.000 Euro sowie Gemeindespeicher in Kommunen mit bis zu 10.000 Euro. Für den Erhalt der Förderung müssen Privathaushalte eine neue Photovoltaikanlage mit mindestens fünf Kilowatt Leistung und einen Batteriespeicher mit mindestens fünf Kilowattstunden Kapazität installieren. «Wir gehen davon aus, dass die Anschaffungskosten der Batteriespeicher innerhalb von zwölf bis 15 Jahren gedeckt sind», sagt Höfken.

Die Offensive umfasst neben dem Solarspeicherprogramm die Forderung zur Streichung des Solardeckels, eine Leitlinie Elektromobilität in der Landesverwaltung sowie eine Freiflächenverordnung zur Installation von Solarstromanlagen auf ertragsschwachem und artenarmen Grünland. Darüber hinaus sei geplant, ein Solarkataster aufzubauen.

Quelle: www.photovoltaik.eu

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© Dietmar Gust/Berliner Energieagentur

Nicht in Liechtenstein – in Berlin verlangen die Grünen, dass in Zukunft nur noch Gebäude mit Solaranlagen gebaut werden. Ausserdem soll bei der Heizungssanierung der Umstieg auf Erneuerbare vorgeschrieben werden.

Die Fraktion von B90/Grüne im Abgeordnetenhaus von Berlin will, dass alle Gebäude in der Stadt in Zukunft nur noch mit einer Solaranlage neu gebaut werden dürfen. Mit dieser Änderung der Bauordnung soll der Anteil der Stromversorgung mit Sonnenenergie von derzeit 0,5 auf 25 Prozent im Jahr 2030 ansteigen. Bis dahin soll mindestens ein Gigawatt Solarstromleistung auf Berlins Dächern installiert sein. Dabei sollen vor allem Kombinationen aus Gründächern und Photovoltaikanlagen besonders unterstützt werden. Aber auch die Fassaden sollen stärker für die Integration von Photovoltaikmodulen genutzt werden.

Insgesamt stehen 2.400 Hektar an Dachfläche für die Installation von Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Bisher wird nur ein verschwindend kleiner Teil davon genutzt. Deshalb sollen auch die administrativen Regelungen so verändert werden, dass der Weg für die Photovoltaik auf die Berliner Dächer frei wird. Dazu gehören unter anderem die Vereinfachung der Rahmenbedingungen für Mieterstromanlagen.

Neben der Installation von Photovoltaikanlagen wollen die Berliner Grünen aber auch die Wärmeversorgung der Gebäude auf erneuerbare Energien umgestellt wissen. Dazu soll ein Berliner Erneuerbare-Wärme-Gesetz verabschiedet werden. Dies solle die Vermieter verpflichten, einen bestimmten Anteil der Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien abzudecken, wenn die Heizungsanlage saniert wird.

Ausserdem solle die Wärmewende in Berlin sozialverträglich umgesetzt werden. Das heißt, dass nicht mehr die Mieter alle Kosten für die energetische Sanierung und den Umstieg auf erneuerbare Wärmeerzeuger bezahlen sollen. Statt dessen sollen die Vermieter nur wirklich sinnvolle Maßnahmen auf die Miete aufschlagen dürfen. Die Höhe soll sich dabei nach dem Einkommen des Mieters richten. Um den Umstieg für die Vermieter dennoch attraktiv zu machen, sollen zusätzliche Fördermittel bereitgestellt werden.

Quelle: photovolatik.eu

 

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Die „Klima-Organisation Liechtenstein“ fordert vom Landtag, dass er den Klimanotstand ausruft. Das Problem des Klimawandels müsse ernst genommen werden, künftige Entscheidungen müssten immer unter dem Vorbehalt der Klimaverträglichkeit getroffen werden und es brauche klare Emissionsziele. Bis in elf Jahren müsse der Ausstoss an Treibhausgasen auf die Menge reduziert werden, die die Natur aufnehmen könne. Ebenfalls brauche es mehr Information und Bildung sowie konkrete Massnahmen, etwa im Bereich Verkehr.

Liechtenstein ist sehr innovativ, wenn es um wirtschaftliche Themen und neue Einnahmequellen geht. Stichworte sind Digitalisierung, Blockchain, Casinos etc. Bei Umweltthemen tun sich Landtag und Regierung hingegen schwerer. Dies ist keine Strategie für die Zukunft, die Dringlichkeit der Themen von Natur- und Klimaschutz wird verkannt. Die Solargenossenschaft Liechtenstein begrüsst deshalb das Engagement der Jugend und unterstützt die Forderungen der „Klima-Organisation Liechtenstein“.

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Mit Schülerinnen und Schülern der Oberschule Vaduz konnte 2018 auf dem Eugen-Rosmarie-Haus des Vereins für betreutes Wohnen in Triesen eine Photovoltaikanlage von 27,9 kWp mit einer Grösse von 154 m2 verwirklicht werden. Noch in im Juni 2019 wollen die Schüler der Waldorfschule ihre PV-Anlage mit 24 kWp auf ihrem Neubau installieren.

Es ist erfreulich, wie junge Menschen sich für den Klimaschutz einsetzen. An der Generalversammlung von des Vereins JugendEnergy durfte auch Solargenossenschaft-Präsident Daniel Gstöhl mit Jugendlichen diskutieren. Er war beeindruckt von der Offenheit und vom Engagement der jungen Menschen.

Zum Artikel im Liechtensteiner Vaterland vom 5. Juni 2019
jugendenergy.li

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Das Liechtensteiner Vaterland berichtete in seiner Ausgabe vom 25. Mai 2019, dass Liechtenstein in seinem Stommix über 60% Atomstrom hat und damit in Europa nur gerade vom Atomland Frankreich übertroffen wird. Die Solargenossenschaft wird hier noch mehr Aufklärungsarbeit leisten, um den Verbrauch von selbst produziertem Solarstrom zur Schonung des Geldbeutels und des Klimas weiter zu fördern.

Die Solargenossenschaft Liechtenstein hat in ihrem 27jährigen Bestehen viel dafür getan, dass das Land seit Jahren stolz den Titel «Solarweltmeister» tragen darf. Der Vorstand der Solargenossenschaft hat nun mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass Liechtenstein gleichzeitig auf bestem Weg ist, «Europameister» im Bezug vom Atomstrom pro Einwohner/in zu werden. Sie will mit einer Kampagne Gegensteuer geben.

In einem ersten Schritt muss gewährleistet werden, dass die Kundinnen und Kunden die Herkunft ihres Stroms erkennen können. Als zweiten Schritt braucht es eine sukzessive und massive Reduktion des Atomstromanteils im Liechtensteiner Strommix und dessen Ersatz mit erneuerbaren Energien.

Während Photovoltaik-Anlagen bei Wohngebäuden, vor allem bei Neubauten, im Trend liegen, könnte die Industrie weit mehr beitragen, hat sie doch riesige ungenutzte Dachflächen zur Verfügung. Die Solargenossenschaft wird eine Kampagne lancieren, um sowohl bei Privathaushalten als auch in der Industrie den Eigenverbrauch von Solarstrom voranzubringen. Die Wirtschaft des Landes floriert; die Solargenossenschaft bezweifelt, dass es dem Image des Landes gut bekommt, aus finanziellen Überlegungen Atom- statt Naturstrom zu verwenden. Dies lässt sich kaum mit den UNO-Nachhaltigkeitszielen vereinbaren, von denen in Wirtschaft und Politik derzeit überall die Rede ist.

Die Solargenossenschaft wird deshalb Aufklärungsarbeit leisten, um den Verbrauch von selbst produziertem Solarstrom zur Schonung des Geldbeutels und des Klimas weiter zu fördern. Sie wird weiterhin Fakten bereitstellen und prüft die Möglichkeit von Kooperationen mit Wirtschafts­betrieben zur Erstellung von Photovoltaik-Anlagen auf Firmendächern. Die Solargenossenschaft bleibt jedenfalls am Ball, unter dem Motto: «Atomstrom-Europameister – Nein Danke!»

Solargenossenschaft-Medienmitteilung vom 29.5.2019

Artikel dazu im Liechtensteiner Vaterland vom 31.5.2019 (S. 1 und 3)
Stellungnahme der Solargenossenschaft als Leserbrief und Stellungnahme der Liechtensteiner Kraftwerke LKW.

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Die Bemühungen der Solargenossenschaft Liechtenstein um ein Windpark-Projekt auf dem Andkopf bei Balzers auf Boden der Gemeinde Fläsch sind gescheitert. In einer Meinungsumfrage vom 3. Februar 2017 haben sich knapp 2/3 der Balznerinnen und Balzner gegen weitere Untersuchungen ausgesprochen bei einer Stimmbeteiligung von knapp 81%. Damit kann die Idee eines Windkraftwerks bei Balzers nicht weiterverfolgt werden.

 

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Seit längerer Zeit versuchte die Solargenossenschaft PolitikerInnen und VertreterInnen der Wirtschaft davon zu überzeugen, dass einzig eine kostendeckende Vergütung für erneuerbare Energien die Solarenergie und andere erneuerbare Energien in Liechtenstein entscheidend weiterbringen könne. Mit einem minimalen Strompreisaufschlag könnte im Solaranlagenbau ein ähnlicher Boom wie in Deutschland ausgelöst werden. Das immer wiederkehrende Argument lautete, die Bevölkerung sei nicht bereit, mehr für den Strom zu bezahlen. Um herauszufinden, ob dieses Argument stichhaltig ist, liess die Solargenossenschaft diese Frage bei einer repräsentativen Umfrage zu erneuerbaren Energien einfliessen. Im Februar 2007 wurden 300 Privatpersonen und 30 KMU’s ausführlich befragt.

Die Umfrage bei Privatpersonen und KMU’s kam zu eindeutigen, sehr aufschlussreichen und für uns erfreulichen Resultaten: Die meisten Befragten sind bereit, einen Aufpreis zu bezahlen, wenn das Geld dazu dient, die Erneuerbaren Energien zu fördern. Überraschend war die hohe Zustimmung der kleinen und mittleren Unternehmen zu einem Vergütungsmodell.

Detaillierte Umfrageresultate.

 

 

 

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