29.09.2025

Solar­pro­duk­tion zu­rück nach Eu­ropa – eine Chan­ce für Wirt­schaft und Kli­ma

Foto: Dirk Mahler / Fraunhofer ISE

Europa prüft, ob sich die Herstellung von Solarmodulen wieder auf dem eigenen Kontinent lohnt. Eine aktuelle Studie der europäischen Solarenergievereinigung Solarpower Europe zusammen mit dem Fraunhofer ISE zeigt: Heute sind Solarmodule aus Europa noch teurer als jene aus Asien. Der Grund liegt in höheren Kosten für Gebäude, Maschinen, Löhne und Materialien. Dadurch ist auch der Strom aus europäischen Modulen um bis zu 15 % teurer.

Ganz ohne Unterstützung wird es deshalb schwierig. Mit gezielten Förderungen – zum Beispiel günstigeren Krediten, Investitionshilfen oder Entlastungen bei laufenden Kosten – könnten die Preisunterschiede aber deutlich kleiner werden. Ziel ist, dass Solarmodule aus Europa höchstens rund 10 % teurer sind als Importprodukte.

Warum sich das lohnt? Eine Rückkehr der Produktion würde nicht nur Versorgungssicherheit schaffen, sondern auch viele Arbeitsplätze bringen: Pro Gigawatt Produktionskapazität könnten bis zu 2’700 neue Stellen entstehen. Ausserdem würden jedes Jahr Millionen an Steuern und Sozialabgaben zurück in die europäischen Volkswirtschaften fliessen.

Damit Europa bis 2030 eine starke Solarindustrie aufbauen kann, braucht es jährlich mehrere Milliarden Franken Unterstützung. Diese Investition würde sich aber lohnen – für mehr Unabhängigkeit, neue Jobs und eine klimafreundliche Energiezukunft.

Quelle: www.solarserver.de

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