22.09.2025
Windkraft-Projekte im Rheintal und in Liechtenstein nehmen Fahrt auf

Die Windenergie rückt in der Ostschweiz und in Liechtenstein stärker in den Fokus. Der Kanton St. Gallen verfolgt das Ziel, bis 2050 rund 300 GWh Strom aus Windkraft zu gewinnen – zehn Prozent des kantonalen Verbrauchs. Dafür wurden Anfang Jahr 15 geeignete Gebiete in den Richtplan aufgenommen.
In Wartau gründeten Gemeinde, Ortsgemeinde und Partner die «Windpark Wartau AG». Geplant sind drei Windturbinen, die ein Drittel des lokalen Stromverbrauchs abdecken könnten. Elf Prozent der Aktien sind für die Bevölkerung reserviert. Das Bewilligungsverfahren läuft, ein Baustart ist aber frühestens 2027 realistisch.
An der Grenze zu Liechtenstein plant Axpo mit den Gemeinden Rüthi und Sennwald einen Windpark mit sieben Anlagen. Er könnte 11’500 Haushalte versorgen. Aktuell laufen Messungen zu Wind, Temperatur und Fledermausaktivität. Baubeginn wäre frühestens 2029, die Inbetriebnahme 2031.
Auch Liechtenstein prüft konkrete Schritte: Seit einem Jahr erhebt ein Messmast im Schaaner Riet Daten für eine Machbarkeitsstudie. Mit Balzers, Ruggell, Schaan und Vaduz laufen Gespräche über mögliche Standorte. Ergebnisse werden nach Abschluss der Messphase erwartet.
Während in St. Gallen erste Verfahren gestartet sind, befindet sich Liechtenstein noch in der Phase der Datenerhebung – beide Regionen wollen die Windkraft aber langfristig stärken.
Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 22. September 2025, S. 3
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