10.03.2020

Strom-Bojen für den Alpenrhein?

Die Regierung des Kantons St. Gallen soll prüfen, ob im Alpenrhein mit Strom-Bojen Ökostrom produziert werden kann. Dies verlangt ein Postulat der Grünliberalen (GLP) im St. Galler Kantonsrat. Die GLP schätzt an der Technologie, dass dabei weder die Gewässerökologie verändert noch die im Gewässer lebenden Tiere beeinträchtigt werden.

Die Solargenossenschaft Liechtenstein hat sich bereits 2014 mit Strom-Bojen beschäftigt und eine Exkursion an die Wachau bei Wien organisiert. Sie kam in der Folge allerdings eher zum Schluss, dass das Potenzial für den Alpenrhein ziemlich bescheiden ist. In der Zwischenzeit hat Hersteller Aqua Libre in Österreich offenbar an der Weiterentwicklung der früheren Modelle gearbeitet. So sind wir gespannt, was die Regierung des Kantons St. Gallen über das Potenzial für die Stromgewinnung mit Strom-Bojen im Alpenrhein herausfindet.

Quelle: Werdenberger & Obertoggenburger vom 10. März 2020

Alle News →

Ähnliche Beiträge

  • Regierung muss Machbarkeit eines Rheinkraftwerks prüfen

    Der Landtag überwies am 2. Dezember 2021 ein Postulat der Demokraten pro Liechtenstein (DpL) zur Stromversorgungssicherheit in Liechtenstein. Im Postulat wird die Regierung eingeladen, anhand von verschiedenen Szenarien die Risiken von Strommangel und «Black outs» abzuklären sowie Massnahmen gegen die Knappheit aufzuzeigen. Die Wichtigkeit des Themas war im Landtag unbestritten. Im Postulat betonen die DpL […]

    mehr erfahren →

  • Berghilfe-Sammelkampagne im Zeichen erneuerbarer Energien

    «Wussten Sie, dass in einem einzigen Kuhfladen 0,1 Kilowattstunden Energie stecken?», fragt die Schweizer Berghilfe in Ihrer neuesten Kampagne. Damit könne ein Laptop drei Stunden oder ein effizienter Kühlschrank sechs Stunden lang betrieben werden. Hofdünger, Küchen- und Grünabfälle und selbst Faulschlamm aus Kläranlagen können mittels Vergärung zur Gewinnung von Methan genutzt werden. Dieses treibt Generatoren […]

    mehr erfahren →

  • 16 Strombojen für den Mittelrhein

    Im Mittelrhein nahe St. Goar entsteht in einem Nebenarm abseits der Fahrrinne ein innovatives Miniflusskraftwerk: Dort werden 16 Unterwasserturbinen installiert, die dem Fluss kinetische Energie entziehen sollen. Jede «Stromboje» kann rein rechnerisch bis zu 100 Haushalte mit erneuerbarem Strom aus Wasserkraft versorgen, versprechen die Entwickler. Vorbild ist ein ähnliches Projekt in der Donau bei Wachau […]

    mehr erfahren →

  • Die Grenzen der «grünen» Wasserkraft

    Nirgendwo in Europa gibt es so viele unverbaute, wilde Flüsse wie auf dem Balkan. Aber dieser Schatz der Natur ist in Gefahr. Von Slowenien bis nach Griechenland sind gegen 3000 Wasserkraftwerke geplant. Grund ist die missratene Förderung erneuerbarer Energie. Unter dem Deckmantel der Förderung von «Alternativenergie» und mit dem Vorwand des Klimaschutzes werden sogar mitten […]

    mehr erfahren →

News teilen: