19.04.2026
Grüner Strom statt schwarzes Gold: Erneuerbare machen unabhängiger

Steigende Energiepreise sorgen weltweit für Unsicherheit. Auslöser sind unter anderem geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die Öl- und Gaslieferungen beeinträchtigen. Die Folge: Preise für fossile Energieträger wie Erdöl sind stark gestiegen – und damit auch die Kosten für Strom und Heizen.
Doch die aktuelle Situation macht auch deutlich, wie wichtig der Ausbau erneuerbarer Energien ist. Länder, die bereits stark auf Sonne, Wind oder Wasser setzen, kommen deutlich besser durch die Krise. Ihre Strompreise bleiben stabiler, weil sie weniger abhängig von importierten fossilen Brennstoffen sind.
Wer Strom aus erneuerbaren Quellen selbst erzeugt, ist weniger anfällig für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt
Ein Beispiel ist Spanien: Dort wurde der Ausbau erneuerbarer Energien früh vorangetrieben. In der aktuellen Energiekrise wirkt sich das positiv aus, da weniger Strom aus teuren Gaskraftwerken erzeugt werden muss. In anderen Ländern, wo fossile Energien noch dominieren, schlagen steigende Gaspreise viel stärker auf die Stromkosten durch.
Fachleute betonen deshalb, dass eigene Energieproduktion immer wichtiger wird. Wer Strom aus erneuerbaren Quellen selbst erzeugt, ist weniger anfällig für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Gleichzeitig erhöht das die Versorgungssicherheit – also die Gewissheit, dass genug Energie verfügbar ist.
Auch der Zeitpunkt der Stromproduktion spielt eine Rolle: Tagsüber, wenn viel Solarstrom verfügbar ist, sinken die Preise. Am Morgen und Abend hingegen steigen sie oft, weil dann vermehrt fossile Kraftwerke einspringen müssen.
Neben den Preisen zeigt die Krise auch Schwachstellen bei Lieferketten. Wichtige Rohstoffe für Solaranlagen oder Windräder können teurer oder knapper werden, wenn internationale Handelswege gestört sind.
Insgesamt sehen Expertinnen und Experten die aktuelle Energiekrise daher auch als Chance: Sie könnte den Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigen und langfristig zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern führen.
Quelle: news.ORF.at
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