21.07.2026

Fast jede zweite Kilo­watt­stunde in der EU ist er­neuer­bar

(Foto: Wikimedia_Userhelp.ch)

Die Energiewende in Europa macht einen weiteren grossen Schritt: Im Jahr 2025 stammten 47 Prozent des Stroms in der Europäischen Union aus erneuerbaren Energien. Damit wurde fast jede zweite Kilowattstunde mit Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse erzeugt – ein neuer Rekord. Gleichzeitig ging die Stromproduktion aus Atomkraft leicht zurück, während fossile Kraftwerke vor allem wegen eines höheren Erdgas-Einsatzes wieder etwas mehr Strom lieferten.

Besonders stark legte die Solarenergie zu. Immer mehr Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen lieferten sauberen Strom und trugen dazu bei, den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu erhöhen. Auch die Windkraft blieb eine der wichtigsten Stromquellen Europas.

Die Zahlen zeigen: Der Umbau der Stromversorgung kommt voran. Noch vor zehn Jahren lag der Anteil erneuerbarer Energien in der EU noch bei knapp 29 Prozent, 2025 bei 47 Prozent. Heute prägen Wind- und Solaranlagen den europäischen Strommix immer stärker. Das macht Europa unabhängiger von importierten fossilen Energieträgern wie Erdgas und Kohle und hilft gleichzeitig, den Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase zu senken.

Ganz ohne Herausforderungen geht die Entwicklung allerdings nicht. Der Stromverbrauch schwankt im Tages- und Jahresverlauf, und Wind sowie Sonne liefern nicht jederzeit gleich viel Energie. Deshalb werden leistungsfähige Stromnetze, Batteriespeicher, Pumpspeicherkraftwerke und ein intelligentes Lastmanagement immer wichtiger. Sie sorgen dafür, dass erneuerbarer Strom auch dann verfügbar ist, wenn gerade wenig Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Die Entwicklung zeigt aber klar in eine Richtung: Erneuerbare Energien sind heute das Rückgrat der europäischen Stromversorgung. Mit jedem neu installierten Solarmodul und jeder zusätzlichen Windturbine sinkt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter. Gleichzeitig werden die Stromversorgung klimafreundlicher und die Energieversorgung langfristig stabiler.

Der Rekordwert von 47 Prozent ist deshalb mehr als nur eine Zahl – er zeigt, dass die Energiewende in Europa Schritt für Schritt Realität wird.

Quelle: energynewsmagazine.at

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