Seit Anfang 2026 können Besitzerinnen und Besitzer von Photovoltaikanlagen in der Schweiz ihren Solarstrom nicht mehr nur selbst nutzen oder ins öffentliche Netz einspeisen. Mit einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) dürfen sie ihn auch an Nachbarn, Mieter oder Gewerbebetriebe im Quartier, Dorf oder in der Gemeinde verkaufen. Das Potenzial ist gross – doch die Umsetzung verläuft bisher langsamer als erwartet.

Ein entscheidender Grund dafür liegt nicht bei den Kundinnen und Kunden, sondern bei den Netzbetreibern. Der Zuspruch ist dort am grössten, wo Netzbetreiber ihre Kundschaft aktiv informieren, beim Aufbau unterstützen oder sogar selbst LEGs gründen. Viele Elektrizitätswerke haben sich jedoch entschieden, vorerst abzuwarten und die Entwicklung zu beobachten. Entsprechend entstehen in ihren Versorgungsgebieten nur wenige Gemeinschaften.

Anders machen es etwa das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) und das Stadtwerk Winterthur. Beide haben selbst LEGs aufgebaut und aktiv beworben. Das Resultat: Sie zählen heute deutlich mehr lokale Elektrizitätsgemeinschaften als viele andere Regionen. Das zeigt, wie wichtig die Rolle der Netzbetreiber für den Erfolg dieses neuen Modells ist.

Mindestens ebenso wichtig ist aber die finanzielle Attraktivität. Das Bundesgesetz sieht vor, dass Mitglieder einer LEG das Verteilnetz für den lokalen Stromhandel mit bis zu 40 Prozent tieferen Netznutzungsgebühren nutzen können. Dieser Rabatt macht einen wesentlichen Teil des Preisvorteils aus. So profitieren beide Seiten: Produzentinnen und Produzenten erhalten in der Regel mehr für ihren Solarstrom als bei einer gewöhnlichen Einspeisung ins Netz, während die Bezüger weniger für ihren Strom bezahlen als in der Grundversorgung.

Gerade dieser finanzielle Anreiz ist entscheidend. Wer in eine Photovoltaikanlage investiert, soll einen möglichst guten Preis für seinen Strom erzielen. Gleichzeitig werden Haushalte und Unternehmen motiviert, lokal produzierten erneuerbaren Strom zu beziehen. Ohne einen spürbaren wirtschaftlichen Vorteil dürften sich deutlich weniger Menschen einer LEG anschliessen.

Lokale Elektrizitätsgemeinschaften können damit zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden. Damit sich ihr Potenzial entfaltet, braucht es jedoch zweierlei: engagierte Netzbetreiber, die das Modell aktiv fördern, und attraktive Rahmenbedingungen, damit sich die Teilnahme für alle Beteiligten lohnt.

In Liechtenstein werden derzeit die gesetzlichen Grundlagen für die Schaffung von Energiegemeinschaften – analog zu den LEGs in der Schweiz – vom Landtag diskutiert. Die Solargenossenschaft wie auch der Landtag haben betont, dass Energiegemeinschaften für Produzent*innen und Konsument*innen attraktiv sein müssen, sonst werden sie sich nicht durchsetzen.

Quelle: Werdenberger & Obertoggenburger vom 23. Juli 2026, S. 9

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Viele glauben, dass PV-Anlagen im Hochsommer am besten arbeiten. Tatsächlich sorgt die starke Sonneneinstrahlung zwar für hohe Stromerträge – doch grosse Hitze wirkt sich auf die Solarzellen negativ aus.

Je wärmer ein Solarmodul wird, desto weniger effizient arbeitet es. Bei den heute üblichen Silizium-Modulen sinkt die Leistung um rund 0,3 bis 0,5 Prozent pro Grad, den die Solarzellen wärmer sind als die Standard-Testtemperatur von 25 °C. An einem heissen Sommertag können die Zellen auf dem Dach problemlos 60 °C oder mehr erreichen. Dadurch geht zwar ein Teil der Leistung verloren, die Anlage produziert aber immer noch sehr viel Strom.

Umgekehrt gilt: Kühle Temperaturen sind für Photovoltaik ideal. An einem sonnigen Wintertag mit frostigen Temperaturen können Solarmodule kurzfristig sogar mehr Leistung als ihre Nennleistung erreichen. Dass im Winter trotzdem deutlich weniger Solarstrom produziert wird, liegt nicht an der Kälte, sondern an den kurzen Tagen, dem tieferen Sonnenstand und der oft stärkeren Bewölkung.

Die gute Nachricht: Die Auswirkungen von Hitze werden häufig überschätzt. Zwar sinkt die Effizienz etwas, gleichzeitig ist die Sonneneinstrahlung im Sommer so intensiv und die Tage so lang, dass Solaranlagen in dieser Jahreszeit weiterhin den grössten Teil ihres Jahresertrags liefern.

Für Hausbesitzer*innen besteht deshalb kein Grund zur Sorge. Moderne Solarmodule sind für hohe Temperaturen ausgelegt und liefern auch während Hitzewellen zuverlässig Strom. Eine gute Hinterlüftung der Module hilft zusätzlich, die Temperatur etwas zu senken und den Ertrag zu verbessern.

Kurz gesagt: Nicht die Sonne ist das Problem, sondern die Hitze. Trotzdem bleibt der Sommer die ertragreichste Jahreszeit für Photovoltaik.

Quellen:

Joint Research Centre
ScienceDirect
pvpmc.sandia.gov

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Grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger der Zukunft – etwa für die Industrie, den Schwerverkehr oder als langfristiger Energiespeicher. Bisher wird Wasserstoff meist in zwei Schritten hergestellt: Zuerst produzieren Solarmodule Strom, anschliessend nutzt ein Elektrolyseur diesen Strom, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten.

Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben nun eine Lösung entwickelt, die diesen Umweg weitgehend überflüssig macht. Ihr neues Modul verbindet Solarzellen und Elektrolyse direkt miteinander. Das Sonnenlicht wird also ohne zusätzliche Leistungselektronik unmittelbar genutzt, um Wasserstoff zu erzeugen.

Zum Einsatz kommen besonders leistungsfähige Mehrfach-Solarzellen. Sie bestehen aus mehreren übereinanderliegenden Schichten, die unterschiedliche Bereiche des Sonnenlichts nutzen können. Dadurch erreichen sie deutlich höhere Wirkungsgrade als herkömmliche Silizium-Solarzellen. Mithilfe von Linsen wird das Sonnenlicht zusätzlich gebündelt, sodass nur eine kleine Fläche dieser hochwertigen Solarzellen benötigt wird. (ise.fraunhofer.de)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das System wandelt über 30 Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie direkt in die chemische Energie des Wasserstoffs um – ein neuer Spitzenwert für diese Technologie. (iwr.de)

Noch ist die Entwicklung nicht für den Massenmarkt bereit. Die verwendeten Solarzellen sind heute noch teuer und eignen sich vor allem für Regionen mit intensiver Sonneneinstrahlung. Das Fraunhofer ISE hat jedoch bereits ein Start-up gegründet, um die Technik weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Die Entwicklung zeigt eindrücklich, wie rasant die Energieforschung voranschreitet. Gelingt es, die Kosten zu senken, könnte grüner Wasserstoff künftig einfacher und effizienter direkt dort produziert werden, wo viel Sonne scheint – ganz ohne den Umweg über das Stromnetz. Das würde die Herstellung klimafreundlichen Wasserstoffs vereinfachen und könnte einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Quelle: Solarserver.de

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Die Solarenergie entwickelt sich rasant weiter. Während heutige Solarmodule meist auf Silizium basieren, arbeitet die Forschung bereits an der nächsten Generation: sogenannten Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen. Mit einem neuen Labor will das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) dazu beitragen, dass diese vielversprechende Technologie schneller den Weg in die industrielle Produktion findet. (Solarserver)

Was macht diese Solarzellen so besonders? Doch was macht diese Solarzellen so besonders? Herkömmliche Siliziumzellen nutzen vor allem den roten und infraroten Anteil des Sonnenlichts effizient. Perowskit hingegen eignet sich besonders gut für blaues und grünes Licht. Werden beide Materialien übereinander angeordnet, kann ein deutlich grösserer Teil der Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Das theoretische Wirkungsgradlimit steigt dadurch von rund 29 auf über 43 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Perowskit-Silizium-Tandemzellen erzielen auch bei diffusem Licht, etwa an bewölkten Tagen, hohe Erträge. Zudem zeigen sie selbst bei schwacher Innenraumbeleuchtung noch eine gute Stromproduktion. Dadurch eröffnen sich künftig auch Anwendungen für Sensoren oder andere Geräte in Gebäuden. (ise.fraunhofer.de)

Das neue Fraunhofer-Labor mit dem Namen «Pero-Si-SCALE» soll Unternehmen dabei unterstützen, diese Technologie aus dem Forschungslabor in die Serienproduktion zu bringen. Dort werden Herstellungsverfahren entwickelt, getestet und verbessert. Ziel ist es, europäische Hersteller zu stärken und die Produktion hocheffizienter Solarzellen in Europa voranzutreiben. (https://www.energieforschung.de/)

Bis solche Tandem-Solarzellen auf Hausdächern zum Standard werden, dürften zwar noch einige Jahre vergehen. Herausforderungen bestehen unter anderem bei der Langzeitstabilität und der kostengünstigen Massenproduktion. Dennoch gilt die Kombination aus Perowskit und Silizium als eine der vielversprechendsten Entwicklungen der Photovoltaik. Sie könnte künftig auf derselben Dachfläche deutlich mehr Solarstrom erzeugen als heutige Module – ein wichtiger Schritt für die Energiewende und eine nachhaltige Stromversorgung. (https://www.energieforschung.de/)

Quelle: Solarserver.de

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Hybride Energiesysteme kombinieren verschiedene Technologien – vor allem PV-Anlagen, kleine Windräder und Batteriespeicher – zu einem cleveren Gesamtsystem.

Das Grundprinzip ist einfach: Photovoltaik-Anlagen liefern Strom, wenn die Sonne scheint. Kleinwindkraftanlagen springen ein, wenn es windig ist – oft gerade dann, wenn die Sonne weniger Energie liefert, etwa im Winter oder nachts. So ergänzen sich die beiden Energiequellen ideal und sorgen über das ganze Jahr hinweg für eine gleichmässigere Stromproduktion.

Ein zentraler Baustein ist der Batteriespeicher. Er speichert überschüssigen Strom, damit er später genutzt werden kann – zum Beispiel am Abend oder bei schlechtem Wetter. Dadurch steigt der Eigenverbrauch deutlich, und die Abhängigkeit vom Stromnetz sinkt. Gleichzeitig werden Batteriespeicher immer günstiger und attraktiver für Haushalte und Unternehmen. (Das Schweizer Magazin für Energiethemen)

Solche hybriden Systeme sind nicht nur für Einfamilienhäuser interessant. Auch Landwirtschaftsbetriebe oder kleinere Unternehmen können davon profitieren. Sie können einen grossen Teil ihres Energiebedarfs selbst decken und sich besser gegen steigende Strompreise absichern.

In Europa gewinnen diese Lösungen zunehmend an Bedeutung. Fachleute sehen in ihnen einen wichtigen Baustein der Energiewende, weil sie Stromproduktion und -verbrauch besser aufeinander abstimmen und das Stromnetz entlasten. (ingenieur.de)

Quelle: solarserver.de

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Luisa Schulze und Mirko Laube von Better Sol arbeiten an einem intelligenten Testprozess für gebrauchte Photovoltaik-Anlagen. Noch funktionierende Module werden im Online-Shop des Startups verkauft. © Niklas Beller

Viele ausgemusterte Solarmodule sind noch längst nicht am Ende ihrer Lebensdauer. Genau hier setzt das deutsche Startup Better Sol an: Es will gebrauchten Solarmodulen ein „zweites Leben“ geben.

Wiederverwenden statt entsorgen oder recyeln

Die Idee dahinter ist einfach und nachhaltig. Statt alte Module direkt zu entsorgen oder zu recyceln, werden sie zuerst gründlich geprüft. Denn überraschend viele funktionieren noch einwandfrei: Laut Unternehmen ist etwa jedes zweite ausrangierte Solarmodul weiterhin nutzbar. (Solarserver)

Better Sol hat dafür ein spezielles Testverfahren entwickelt. Zunächst werden die Module optisch untersucht, um Schäden zu erkennen. Danach folgt eine technische Prüfung, bei der gemessen wird, wie viel Leistung sie noch liefern. Mithilfe einer Software, die auf künstlicher Intelligenz basiert, entsteht daraus eine genaue Einschätzung der verbleibenden Leistungsfähigkeit. (Solarserver)

Module, die diese Tests bestehen, erhalten ein Label mit allen wichtigen Daten und können erneut verkauft und eingesetzt werden. Nur defekte Geräte gehen ins Recycling. So sollen wertvolle Rohstoffe geschont und Abfall vermieden werden. (Solarserver)

Grosser Teil stammt aus Solarparks

Ein grosser Teil der gebrauchten Module stammt aus Solarparks. Dort werden Anlagen oft schon nach einigen Jahren durch leistungsstärkere Modelle ersetzt – obwohl die alten Module noch viele Jahre Strom liefern könnten. (Solarserver)

Die wiederaufbereiteten Module eignen sich besonders für Privathaushalte, kleinere Anlagen oder auch für Gebäude wie Fabrikhallen. Sie sind günstiger als neue Produkte und bieten dennoch verlässliche Leistung. Gleichzeitig trägt das Konzept zur Kreislaufwirtschaft bei: Technik wird länger genutzt, statt frühzeitig entsorgt zu werden.

Noch steht der Markt für solche „Second-Life“-Module am Anfang. Doch das Potenzial ist gross. Mit wachsender Solarenergie wird auch die Menge gebrauchter Module steigen – und damit die Chance, Ressourcen zu sparen und die Energiewende noch nachhaltiger zu gestalten.

Quelle: solarserver.de

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Tiere nutzen Photovoltaik-Anlagen als natürlichen Witterungsschutz und Schattenspender. Foto: Münch Energie

Solarparks liefern sauberen Strom – doch oft stehen sie in der Kritik, weil sie landwirtschaftliche Flächen beanspruchen. Ein neues Konzept will genau dieses Problem lösen: Es kombiniert Photovoltaik mit artgerechter Tierhaltung. Entwickelt wurde die Idee vom Unternehmen Münch Energie unter dem Namen „TierwohlPV“.

Der Ansatz ist einfach: Die Flächen unter und zwischen den Solarmodulen werden weiterhin landwirtschaftlich genutzt – etwa als Weide für Tiere. Rinder, Schafe oder auch Geflügel können sich dort frei bewegen. Gleichzeitig dienen die Solarmodule als natürlicher Schutz vor Sonne, Regen und Wind.

Im Unterschied zu vielen bisherigen Agri-Photovoltaik-Anlagen setzt das Konzept auf möglichst einfache Bauweisen. Klassische Agri-PV ist oft teuer, weil die Module hoch aufgeständert werden müssen, damit grosse Maschinen darunter fahren können. Beim neuen Ansatz ist das nicht nötig: Da Tiere statt Traktoren die Flächen nutzen, bleiben die Anlagen näher am Boden und damit günstiger.

Das hat mehrere Vorteile. Erstens bleibt die Stromproduktion pro Fläche hoch. Zweitens können Landwirte ihre Flächen weiterhin bewirtschaften und zusätzliche Einnahmen erzielen – etwa durch Tierhaltung und Stromverkauf gleichzeitig.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Akzeptanz. Projekte mit erneuerbaren Energien stossen oft auf Widerstand in der Bevölkerung. Wenn jedoch gleichzeitig Tierwohl und Landwirtschaft berücksichtigt werden, steigt die Zustimmung deutlich. Das Konzept gilt deshalb auch als möglicher Weg, Konflikte um Flächennutzung zu entschärfen.

In der Praxis gibt es bereits erste Beispiele: Tiere nutzen die Flächen unter den Modulen als Weide, während sie gleichzeitig zur Pflege der Anlage beitragen – etwa indem sie das Gras kurz halten. Die Systeme werden dabei je nach Tierart angepasst, etwa mit speziellen Schutz- oder Leiteinrichtungen.

Noch steht das Modell am Anfang, doch das Interesse ist gross. Münch Energie plant bereits weitere Projekte und Partnerschaften. Klar ist: Wenn sich dieses Konzept durchsetzt, könnten Solarparks künftig mehr sein als reine Stromlieferanten – nämlich multifunktionale Flächen, die Energie, Landwirtschaft und Tierwohl verbinden.

Quelle: Solarserver.de

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Projektleiterin Laura Stevens zeigt eines der III-V-Germanium-PV-Module mit einer Rekordeffizienz von 34,2 Prozent. Leonhard Böck ist Projektmitarbeiter und hat maßgeblich am – vor ihm liegenden – III-V-Silizium-PV-Modul mit 31,3 Prozent Effizienz mitgearbeitet. – © Fraunhofer ISE / Foto: Jacob Forster

Die Solarenergie macht einen grossen technologischen Sprung: Forschende haben neue Photovoltaik-Module entwickelt, die deutlich effizienter sind als bisherige Anlagen. Dabei geht es um sogenannte Tandem-Solarzellen – eine Technik, die mehrere Materialien kombiniert und so mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln kann.

Klassische Solarmodule bestehen meist aus Silizium. Diese Technologie ist bewährt, stösst aber an physikalische Grenzen: Mehr als rund 29 Prozent Wirkungsgrad sind kaum möglich, moderne Anlagen erreichen heute etwa 24 Prozent. (ELEKTROPRAXIS)

Genau hier setzen Tandem-Module an. Sie bestehen aus mehreren übereinanderliegenden Schichten, die jeweils unterschiedliche Teile des Sonnenlichts nutzen. So kann insgesamt deutlich mehr Energie gewonnen werden. (Solarenergie.ch)

Aktuell gelang Forschenden des Fraunhofer-Instituts ein neuer Rekord: Ein Modul erreichte einen Wirkungsgrad von 34,2 Prozent – so viel wie noch kein Solarmodul zuvor. Ein weiteres Modul auf Siliziumbasis kam auf 31,3 Prozent. (ELEKTROPRAXIS)

Diese Fortschritte sind besonders wichtig, weil sie helfen könnten, mehr Strom auf kleiner Fläche zu erzeugen. Das ist etwa in Städten oder auf Dächern entscheidend, wo Platz begrenzt ist. Gleichzeitig könnten Tandem-Module eine Lücke schliessen: Sie verbinden die vergleichsweise günstige Siliziumtechnik mit der hohen Leistung von spezialisierten, bisher sehr teuren Solarzellen. (Fraunhofer ISE)

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist die Technologie noch nicht im Alltag angekommen. Die Herstellung ist komplex und aktuell noch teuer. Zudem müssen Haltbarkeit und Langzeitverhalten weiter verbessert werden. (Werner Siemens-Stiftung)

Dennoch gilt: Tandem-Photovoltaik hat das Potenzial, die Solarenergie deutlich effizienter zu machen. Wenn die Technik marktreif wird, könnte sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten – vor allem dort, wo jede Fläche zählt.

Quelle: elektropraxis.at

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Energy Sharing steigert die Wirtschaftlichkeit der eigenen Photovoltaik-Anlage und kann die Stromkosten für die Abnehmerinnen und Abnehmer senken (Foto: Zukunft Altbau).

In Deutschland gewinnt das Modell des Energy Sharing zunehmend an Bedeutung. Dabei verkaufen Betreiber von Photovoltaikanlagen ihren Solarstrom direkt an Nachbarn oder an Mitglieder lokaler Energiegemeinschaften, anstatt ihn vollständig ins Netz einzuspeisen und eine klassische Einspeisevergütung zu beziehen. Ziel ist es, erneuerbaren Strom stärker vor Ort zu nutzen, den Eigenverbrauch zu erhöhen und neue Beteiligungsmodelle für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Energy Sharing wird häufig als Baustein einer dezentralen und partizipativen Energiewende verstanden.

Mit neuen Regelungen im Energiewirtschaftsrecht wird Energy Sharing erstmals ausdrücklich ermöglicht. Damit ist nun ein Teil der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II der EU deutsches Recht geworden. Konkret bedeutet dies, dass Verteilnetzbetreiber künftig verpflichtet sind, Energy Sharing technisch und organisatorisch zu ermöglichen. Ab Juni 2026 müssen sie Energy Sharing innerhalb ihres jeweiligen Bilanzierungsgebietes unterstützen, ab Juni 2028 auch gebietsübergreifend. Diese Vorgaben schaffen erstmals einen verbindlichen Rahmen für die praktische Umsetzung und werden von Fachportalen wie Energieexperten als wichtiger Schritt für lokale Stromgemeinschaften eingeordnet. (energie-experten.org)

Netznutzungsgebühren umstritten – auch in Liechtenstein

Ein zentraler und weiterhin umstrittener Punkt betrifft die Netznutzungsgebühren. Auch beim Energy Sharing wird der Strom in der Regel über das öffentliche Verteilnetz transportiert. Nach derzeitigem Rechtsstand fallen dafür grundsätzlich weiterhin Netznutzungsentgelte sowie Abgaben und Umlagen an. Eine generelle Befreiung oder automatische Reduktion dieser Gebühren ist bislang nicht vorgesehen. Rechtliche Einschätzungen betonen, dass Energy Sharing zwar einen vereinfachten Lieferrahmen schafft, die Nutzung des Netzes aber weiterhin kostenpflichtig bleibt. (tailorwessing.com)

Gleichzeitig ist genau diese Frage Gegenstand intensiver politischer Diskussionen. Befürworter argumentieren, dass lokal erzeugter und verbrauchter Strom die Netze entlasten könne und deshalb reduzierte Netznutzungsgebühren gerechtfertigt wären. In Branchenanalysen und Positionspapieren wird vorgeschlagen, lokale Energiegemeinschaften gezielt über angepasste Entgelte oder spezielle Tarife zu fördern. Kritische Stimmen warnen jedoch davor, dass geringere Netznutzungsgebühren zu einer Verlagerung der Kosten auf andere Stromkundinnen und -kunden führen könnten. (thesmartere.de).

Auch im Liechtensteiner Landtag gibt es deutliche Forderungen nach Reduktion der Netznutzungsgebühren für in Energiegemeinschaften gehandelten Strom. Die Regierung prüft derzeit die Möglichkeiten für entsprechende Reduktionen.

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Im Jahr 2025 haben Windenergie und Photovoltaik in Deutschland erstmals gemeinsam die Spitzenposition bei der öffentlichen Stromerzeugung erreicht. Erneuerbare Energien deckten damit einen deutlich höheren Anteil des Strombedarfs als traditionelle fossile Quellen, und die beiden grössten erneuerbaren Anlagen-Technologien dominierten den Strommix.

Nach Auswertungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung bei fast 56 Prozent. Dabei blieb die Windenergie mit rund 132 Terawattstunden die grösste einzelne Energiequelle, während die Photovoltaik ihren Beitrag deutlich steigern konnte und mit rund 87 Terawattstunden erstmals vor der Braunkohle lag. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Wendepunkt in der deutschen Energiewende und zeigt, wie stark erneuerbare Technologien inzwischen zum Strommix beitragen.

Die Steigerung der Solarproduktion um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde durch ausgedehnte Zubauten von Photovoltaikanlagen und hohe Sonneneinstrahlung begünstigt. Gleichzeitig führte die Entwicklung bei der Braunkohle zu einem weiteren Rückgang ihrer Bedeutung im deutschen Stromsystem, während der Anteil der Photovoltaik erstmals diejenige der Braunkohle übertraf. Trotz eines leichten Rückgangs der Windproduktion im Vergleich zum Vorjahr durch ungünstige Windverhältnisse blieb die Windenergie aber weiterhin die grösste erneuerbare Stromquelle. (Focus Online)

Die Zunahme der erneuerbaren Erzeugung ist auch ein Ausdruck der langfristigen Ausbauziele und politischen Rahmenbedingungen in Deutschland, die den Übergang zu klimafreundlicheren Energieformen unterstützen. Anlagen für Windkraft und Solarenergie werden sowohl an Land als auch auf See weiter ausgebaut, und neue Kapazitäten tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Gleichzeitig verändert sich die Struktur des Strommarkts, da erneuerbare Energien nicht nur in der Menge, sondern auch in ihrer Bedeutung für die Versorgung des Stromnetzes zunehmen. (bayern-innovativ.de)

Diese Entwicklung ist Teil eines breiteren Trends in Europa, in dem Wind- und Solarenergie ebenfalls stärker wachsen und in verschiedenen Ländern zunehmend traditionelle Energiequellen überholen. (theguardian.com)

Quelle: oekonews.at

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Foto: SedrunSolar

In den letzten Jahren hat die Schweiz mit dem Förderprogramm «Solarexpress» versucht, den Bau grosser Photovoltaikanlagen in den Alpen zu beschleunigen. Ziel dieser Initiative war es, besonders im Winter mehr erneuerbare Energie zu produzieren, wenn in tieferen Lagen oft Nebel und geringere Solarerträge vorherrschen. Drei Jahre nach dem Start haben die bisherigen Erfahrungen interessante Einblicke geliefert.

Erste Anlagen liefern Strom

Ein auffälliger Befund ist das Tempo, mit dem erste Projekte realisiert wurden: Während vor wenigen Jahren solche Anlagen nur auf dem Papier existierten, sind heute in mehreren Kantonen wie Graubünden und Uri bereits Anlagen im Bau oder liefern Strom. Insgesamt hat etwa die Hälfte aller vorgemeldeten Projekte die Zustimmung der lokalen Bevölkerung erhalten, was zeigt, dass grosse Solaranlagen in alpinem Gelände durchaus Akzeptanz finden können. Ebenso haben Umweltorganisationen in einigen Fällen konstruktiv mitgewirkt, indem sie auf bestimmte Anliegen hingewiesen haben, statt pauschal zu opponieren.

Zurückhaltung der Energiekonzerne

Bei genauerer Betrachtung kommen aber auch die Grenzen des Vorhabens zum Vorschein. Die ursprünglichen Erwartungen, mit diesen Anlagen zwei Terawattstunden Strom pro Jahr zu erzeugen, werden nach aktuellem Stand nicht erreicht. Ein Grund dafür liegt in der Zurückhaltung vieler Energiekonzerne: Die hohen Kosten für Bau, Stahlstrukturen und die schwierigen alpinen Bedingungen erschweren die Wirtschaftlichkeit und machen es schwierig, Abnehmer für den teureren Strom zu finden. Viele Energieversorger realisieren einzelne Projekte vor allem aus politischem Druck, sind wirtschaftlich aber wenig motiviert, weitere Anlagen zu bauen.

Diese Entwicklung zeigt, dass grosse Solaranlagen in den Alpen zwar realisierbar sind und von Teilen der Bevölkerung unterstützt werden, ihre Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien aber begrenzt bleibt. Entscheidend bleibt, wie sich politische Rahmenbedingungen, Kostenstrukturen und die Bereitschaft der Energiebranche in Zukunft weiterentwickeln.

In Liechtenstein ist das einzige konkret diskutierte Projekt für eine alpine Freiflächenanlage – auf Sareis – vorerst gescheitert.

Quelle: srf.ch

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Das österreichische Cleantech-Startup 2nd Cycle betreibt eine vollautomatisierte Inspektions- und Upcycling-Anlage, mit der ausrangierte Photovoltaik-Module sorgfältig geprüft, gereinigt und für eine mögliche Zweitnutzung aufbereitet werden. Die Technologie ermöglicht es, grosse Mengen gebrauchter Solarmodule effizient und kostengünstig zu testen und so ihr Potenzial für eine weitere funktionelle Lebensdauer zu bestimmen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Ressourcen- und Energieeffizienz in der Solarbranche zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. (2nd Cycle)

97% Leistung nach 25 Jahren

Im Rahmen eines aktuellen Projekts mit Wien Energie wurden Module untersucht, die rund 25 Jahre lang Strom erzeugt hatten. Dabei erreichte der überwiegende Teil noch rund 97 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung, was zeigt, dass viele dieser Module weiterhin brauchbar sind. Solche Ergebnisse unterstützen die Idee, dass ein erheblicher Anteil ausgedienter PV-Module für einen Second-Life-Einsatz geeignet sein kann. (OTS.at)

Der automatisierte Prozess von 2nd Cycle umfasst das Handling, die Reinigung und elektrische Tests der Module. So lassen sich Defekte oder Leistungseinbussen präzise feststellen und Module, die weiterhin gute Leistungswerte aufweisen, für eine weitere Nutzung vorbereiten. Wien Energie plant, gereinigte und geprüfte Module mit neuen Steckverbindern in eigenen Projekten wieder einzusetzen. Andere Module sollen über Second-Hand-Plattformen oder als Ersatzteile vermarktet werden. (OTS.at)

Mit der Wiederverwendung von Solarmodulen lassen sich nicht nur Entsorgungskosten und Abfall reduzieren, sondern auch wertvolle Rohstoffe länger im Wirtschaftskreislauf halten. Solche Ansätze ergänzen Projekte wie den Swiss PV Circle, bei dem in der Schweiz Fachleute verschiedene Strategien und Prüfverfahren zur Wiederverwendung von PV-Modulen diskutieren und weiterentwickeln, um Kreislaufwirtschaftskonzepte im Solarbereich voranzubringen. (pv-circle.ch)

Quelle: Solarserver.de

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Daniel Gstöhl, Präsident Solargenossenschaft und die Referenten Christoph Niederdorfer, Ralph Oehri, Gerold Büchel und Jürg Senn.

Die Bevölkerung strömte in Scharen zum Vortragsabend der Solargenossenschaft zum Thema «Sonnenstrom rentabel nutzen».

Die vorbereiteten Stühle im Rathaussaal reichten nicht aus, Reihe um Reihe musste dazugestellt werden, am Schluss mussten doch noch einige der rund 170 Besucherinnen und Besucher stehen.

PV wird angemessen gefördert

Die ersten interessanten Einblicke in die rentable Nutzung der Photovoltaik (PV) bot Jürg Senn, Leiter der Energiefachstelle des Landes. Eingangs berichtete er über Messungen an 35järigen Solarmodulen. Diese liefern noch rund 80% der ursprünglichen Leistung, d.h. ihre Leistungsfähigkeit nahm jährlich nur rund 0.6% ab. Danach bot er einen Überblick über die Förderungen des Landes und der Gemeinden, die im internationalen Vergleich sehr gut dastehen. Dazu kommt die Möglichkeit, den Strom einzuspeisen, wofür in Liechtenstein auch in Zeiten des Stromüberschusses keine Negativpreise mehr anfallen. Und nicht zuletzt leistet das Land Ausgleichszahlungen, wenn eine Referenzanlage wegen niedriger Marktpreise übers Jahr gesehen einen durchschnittlichen Preis von unter 6 Rappen pro Kilowattstunde erzielt.

Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Rentabilität

Gerold Büchel von Büchel und Hoop und Ralph Oehri von Hasler Solar zeigten verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit dem produzierten Sonnenstrom auf. Selbst wenn der Strom vollständig eingespeist werden kann, ist eine PV-Anlage an einem guten Standort rentabel, aber die Amortisationszeit ist relativ lange.

Interessant wird die Sache, wenn man den Strom dazu nutzt, um den eigenen Bedarf zu decken. Dazu gehört, dass man seine Geräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler etc. vor allem dann in Betrieb hat, wenn die Sonne scheint und man selbst Strom produziert. So braucht man sich nicht darüber zu ärgern, dass man für seinen Strom «nur» 6 Rappen pro kWh bekommt, sondern man kann sich drüber freuen, dass man mit jeder selbst genutzten kWh rund 25 Rappen einspart. Dadurch sind PV-Anlagen schnell amortisiert. Der Nutzen vergrössert sich natürlich, wenn man sein Auto weitgehend mit dem eigenen Sonnenstrom betreibt oder diesen für die Wärmepumpe brauchen kann.

Die beiden Referenten zeigten mit vielen Beispielen aus der Praxis auf, wie man seine PV-Anlage auf diese Weise «clever und rentabel» betreiben kann.

Energiegemeinschaften für regionalen Strom

Zum Abschluss berichtete Christoph Niederdorfer, Geschäftsleitungsmitglied der LKW, wie Energiegemeinschaften in Zukunft dazu beitragen können, dass Sonnenstrom in Liechtenstein gemeinschaftlich produziert und genutzt werden kann. Die entsprechende Gesetzesvorlage wird im kommenden Jahr im Landtag in zweiter Lesung behandelt werden.

Der grosse Andrang zeigte, dass die Nutzung des eigenen Sonnenstroms die Bevölkerung interessiert. Der anschliessende Apéro wurde für rege Diskussionen genutzt. Der Anlass wurde vom Land Liechtenstein und von der Gemeinde Vaduz unterstützt. Die Videos der Referate und die Präsentationen der Referenten sind auf solargenossenschaft.li zu finden.

Rund 170 Personen haben den Vortragsabend der Solargenossenschaft besucht.

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Mit dem Bau der Photovoltaikanlage auf der Rheinbrücke Bendern–Haag setzte die Solargenossenschaft vor 25 Jahren ein Zeichen für den Aufbruch in eine nachhaltigere Energiezukunft. Die PV-Anlage gehörte zu den ersten grossflächigen Solarinstallationen im Alpenrheintal. Sie nahm ihren Betrieb 2000 auf, das grosse Einweihungsfest mit mehreren hundert Personen fand am 1. Juli 2001 statt.

Wegen der aufwändigen Konstruktion, der schwierigen Montage und der damals sehr hohen Preise für alle PV-Komponenten beliefen sich die Kosten auf CHF 643’000. Die installierten 37,6 kWp lieferten Strom für zehn durchschnittliche Haushalte. Die Anlage sollte aber nicht produzieren, sondern als Demonstrationsobjekt ein Bewusstsein für die Möglichkeiten erneuerbarer Energie schaffen – sichtbar, öffentlich und mitten im Alltag der Menschen. Deshalb war sie auch ein offizielles Projekt Liechtensteins zur Expo 2000 in Hannover.

Die Module sind auf einem Rahmen aus Lärchenholz montiert, der aus den Beständen des Sturms «Lothar» gewonnen wurde. So verband das Projekt technische Innovation mit einer symbolträchtigen und nachhaltigen Materialwahl. Die Module bringen heute noch rund 90% der Leistung der ersten Jahre.

Leider wurden einige Module beschädigt und mussten verschiedentlich ausgewechselt werden, wohl vor allem durch den Schnee, der beim Schneefräsen auf der Brücke auf die Module fällt.

Die Investition war für die Solargenossenschaft nur dank grosszügiger Unterstützung von Land, Gemeinden, Firmen und Stiftungen möglich.

Die Anlage konnte realisiert werden dank Beiträgen von:

Land Liechtenstein, Gemeinde Gamprin-Bendern, Vereinigung der Gemeinden Region Werdenberg, Propter Homines Stiftung, LGT Innovationsstiftung, Karl Mayer Stiftung, Hilti Familienstiftung, Worldexpo 2000, Balzers AG, Liechtensteinische Kraftwerke LKW.

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Beim PV-Zubau ist Österreich auf Kurs, bei der Windenergie braucht es mehr Anstreungungen (Foto: Hasler Solar AG).

Im Jahr 2024 stammte in Österreich bereits 94 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen – ein deutlicher Erfolg für die Energiewende. So ergibt es sich aus dem aktuellen Monitoringbericht des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), den die Regulierungsbehörde E-Control vorstellte.

Laut Angaben von E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch sei durch die Neugestaltung der Fördermechanismen – weg von fixen Einspeisetarifen hin zum Marktprämienmodell – der Förderbedarf gesunken, gleichzeitig sei der Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion kräftig vorangeschritten.

Besonders stark entwickelte sich die Photovoltaik. Der Ausbau in diesem Bereich liegt über den vorgegebenen Zielen. Bei Windkraft, Wasserkraft und Biomasse hingegen wurde der jährliche Ausbaupfad nicht vollständig erreicht. Der Bericht zeigt, dass 2024 1.897 MW installierte Leistung gefördert wurde: davon entfielen 883 MW auf Windkraft und 804 MW auf Photovoltaik. Die dafür aufgewendeten Fördergelder betrugen 115 Millionen Euro.

Mehr Windkraft für den Winter wichtig

Allerdings mahnen Energieexperten weiterhin nach: Der Zubau bei Windkraft müsse deutlich beschleunigt werden, wenn im Winter – wenn Photovoltaik weniger liefert – eine stabile, erneuerbare Stromversorgung gewährleistet sein soll. Nur so könne Österreich seine ambitionierten Ziele erreichen: Bis 2030 soll der gesamte Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden – inklusive 27 Terawattstunden Strom und zusätzlich 5 TWh erneuerbarem Gas.

Mit dem EAG und dem Aufschwung bei Solar- und Windenergie ist Österreich dem Ziel eines nachhaltigen, klimafreundlichen Energiesystems deutlich nähergekommen. Doch der Weg ist noch nicht zu Ende: Für die Wintermonate und eine wirklich unabhängige Versorgung braucht es vor allem mehr Windkraft, Speicherlösungen und Netzausbau.

Quelle: orf.at

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Eigenverbrauch ist einer der Schlüsselfaktoren für eine rentable PV-Anlage (Foto: Hasler Solar AG)

Zur LieWo-Vorschau auf diesen Anlass (LieWo 7.12.25, S. 20).

Am Mittwoch, 10. Dezember 2025, um 19 Uhr, lädt die Solargenossenschaft in den Rathaussaal Vaduz zu einem öffentlichen Vortragsabend ein. Unter dem Titel «Sonnenstrom clever nutzen – so rentiert Ihre PV-Anlage wirklich» erhalten Hauseigentümerinnen, Unternehmen und Energieinteressierte einen kompakten Überblick über die wichtigsten Faktoren, die heute über die Rentabilität einer Photovoltaikanlage entscheiden. Im Zentrum stehen Förderungen, Eigenverbrauch, Speichertechnologien und neue Modelle gemeinschaftlicher Energienutzung.

Zum Auftakt referiert Jürg Senn, Leiter der Energiefachstelle Liechtenstein, zu den Themen aktuelle Förderlandschaft und Elemente einer Anreiz- und Speicherstrategie. Spannend sind auch die neusten Erkenntnisse zur Lebensdauer von PV-Modulen: Moderne Systeme weisen deutlich höhere Langzeitstabilität auf, was die Wirtschaftlichkeit über Jahrzehnte hinweg erhöht.

Anschliessend vertiefen Gerold Büchel (Büchel & Hoop, Ruggell) und Ralph Oehri (Hasler Solar AG, Bendern) die Frage, wie sich der Eigenverbrauch optimieren lässt. Mit konkreten Beispielrechnungen zeigen sie auf, wie sich Amortisationszeiten verändern, wenn Speicher integriert, smarte Steuerungen eingesetzt oder Wärmepumpe und Elektromobilität intelligent abgestimmt werden. Ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Gewerbebetrieb – anschauliche Kosten-Nutzen-Vergleiche machen deutlich, wie stark sich Eigenverbrauchsquoten auf die Rentabilität auswirken. Auch die künftige Entwicklung kommt zur Sprache: etwa bidirektionales Laden, bei dem Elektroautos als flexible Speicher dienen und Energie zurück ins Gebäude oder Netz abgeben können.

Im dritten Vortrag beleuchtet Christoph Niederdorfer von den Liechtensteinischen Kraftwerken LKW das Potenzial von Energiegemeinschaften. Diese ermöglichen es mehreren Beteiligten, lokal erzeugten Solarstrom gemeinsam zu nutzen – ein Modell, das Unabhängigkeit stärkt, Kosten senkt und den regionalen Ausbau fördert. Niederdorfer zeigt, welche Strukturen sich in anderen Ländern bewährt haben und wie die Einführung in Liechtenstein angegangen werden soll.

Abgerundet wird der Abend durch einen Apéro, der viel Raum für persönliche Gespräche bietet. Beim Austausch mit Expertinnen, Planern und anderen Interessierten entstehen oft die besten Ideen für eigene Projekte.

Der Anlass wird mit Unterstützung des Landes Liechtenstein und der Gemeinde Vaduz durchgeführt.

Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr, Rathaussaal Vaduz
Sonnenstrom clever nutzen – so rentiert Ihre PV-Anlage wirklich.
Eigenverbrauch, Speicher & Energiegemeinschaften: Rezepte für rentable Solarenergie in Liechtenstein

Jürg Senn, Leiter Energiefachstelle Liechtenstein: Elemente einer Anreiz- und Speicherstrategie des Landes
Gerold Büchel, Büchel & Hoop; Ralph Oehri, Hasler Solar AG: PV-Anlagen clever und rentabel betreiben.
Christoph Niederdorfer, Liechtensteinische Kraftwerke LKW: Energiegemeinschaften für die regionale Nutzung von Sonnenstrom.
Diskussion und Apéro.

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Einweihung der vertikalen schwimmenden PV-Anlage in Bayern mit politischer Prominenz (Fot: Sinn Power GmbH).

Im bayerischen Landkreis Starnberg wurde die weltweit erste schwimmende Photovoltaikanlage mit vertikal angeordneten Modulen in Betrieb genommen – auf einem ehemaligen Baggersee beim Kieswerk Jais. Die installierte Leistung liegt bei etwa 1,87 Megawatt mit einer prognostizierten Jahresproduktion von rund 2 Gigawattstunden.

Die vertikale Installation der Module eröffnet neue ökologische und flächenbezogene Vorteile: Anders als klassische schwimmende PV-Systeme bedeckt diese Anlage lediglich rund 4,65 % der Wasserfläche – weit unter üblichen Grenzwerten. Dank der Ost-West-Montage erfolgen Stromspitzen morgens und abends, wodurch das Stromprofil besser zu Verbrauchszeiten passt als bei herkömmlichen Anlagen.

Ökologisch überzeugt das System ebenfalls: Die vertikale Aufstellung erlaubt reichlich Sonnenlicht und Sauerstoffaustausch an der Wasseroberfläche, und erste Beobachtungen zeigen, dass sich Vögel auf den Schwimmkörpern niederlassen und sich Fischschwärme an den Rückstellgewichten sammeln. Zudem bleibt genug Freiwasser, um natürliche Umwälzungen der Wasserschichten zu ermöglichen – ein Plus für das aquatische Ökosystem.

Für das betreibende Kieswerk bedeutete die Inbetriebnahme in den ersten Wochen eine Reduktion des Netzstrombezugs um knapp 60 %, langfristig sind Einsparungen von bis zu 70 % möglich.

Quelle: solarserver.de

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PV-Anlage der Solargenossenschaft auf dem Schulhausdach einer Gemeinde. Beim Land harzt es mit der Belegung der Dächer der eigenen Gebäude.

Liechtenstein besitzt 74 eigene Gebäude – doch nur auf elf davon ist bisher eine PV-Anlage installiert. Die Gesamtleistung beträgt rund 800 Kilowattpeak. Weitere 20 Gebäude wurden bereits als geeignet identifiziert, allerdings verfügen 13 davon nur über zweite Priorität. Oft hängen neue Anlagen mit umfassenderen Sanierungen zusammen, weshalb Budget und Personal kapazitätsbedingt begrenzt sind. Auf vielen anderen Objekten verhindern Denkmalschutz, Nutzungsanforderungen oder geplante Abbrüche eine Installation.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Land in 34 Gebäuden lediglich Mieter ist. Dort liegt die Entscheidung über Investitionen bei den Eigentümern. Laut Regierung zeigen diese wenig Interesse an energetischen Verbesserungen, da Strom- und Heizkosten beim Mieter anfallen. Damit bleibt dem Staat oft nur, energieeffiziente Mietobjekte bevorzugt auszuwählen oder Kosten teilweise selbst zu tragen.

Beim Heizen ist der Fortschritt etwas grösser. 15 staatliche Gebäude sind an die Fernwärme angeschlossen, bei sieben kommen Wärmepumpen oder Holzheizungen zum Einsatz. 29 Gebäude werden noch mit Öl oder Gas beheizt, zehn davon sollen bis 2030 auf Fernwärme umgestellt werden.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 13. Oktober 2025, S. 3

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Im Dezember soll mit der Errichtung der Solarfaltdächer am Fabrikweg Spoerry in Vaduz begonnen werden. (Visualisierung: DHP-Technology).

Faltdächer gelten als noch wenig bekannte Form der Photovoltaik, gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Die Technologie ermöglicht es, Solaranlagen über bereits genutzten Flächen zu installieren, ohne deren Funktion einzuschränken. Durch die bewegliche Konstruktion können die Dächer bei starkem Wind, Schnee oder anderen Wettereinflüssen eingefahren werden, was ihre Betriebsbereitschaft erhöht und den Wartungsaufwand reduziert.

In Liechtenstein werden nun die ersten beiden Anlagen realisiert: am Fabrikweg Spoerry in Vaduz sowie an der Deponie Ställa in Schaan. In Vaduz sollen 15 Bahnen eines Solarfaltdachs installiert werden, die jährlich rund 297’000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Ein Teil davon wird direkt vor Ort genutzt, der Rest ins Netz zurückgespeist. Die Fläche bleibt gleichzeitig weiterhin nutzbar.

Auch in Schaan entsteht eine Anlage, die zusammen mit einer seitlichen PV-Installation etwa 300’000 Kilowattstunden pro Jahr liefern soll – genug für den Bedarf von rund 70 Einfamilienhäusern. Beide Projekte zeigen, wie Faltdächer zur effizienteren Nutzung begrenzter Flächen und zur regionalen Stromproduktion beitragen können.

Quelle: Wirtschaft Regional vom 10. Oktober 2025, S. 7

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Die Regierung wird gemäss Bericht des Liechtensteiner Vaterlandes den Entwurf zur Anpassung des Elektrizitätsmarktsgesetzes überarbeiten. Im Landtag wurde der Vorschlag in der ersten Lesung kritisiert. Dabei geht es unter anderem um die Einführung von Energiegemeinschaften, die es Privaten ermöglichen sollen, erzeugten Solarstrom gemeinsam zu nutzen oder lokal zu handeln – ein wichtiger Schritt für all jene, die keine eigene PV-Anlage installieren können.

Die Solargenossenschaft hatte im Vorfeld bemängelt, dass finanzielle Anreize wie reduzierte Netzentgelte fehlen, die für das Entstehen der Energiegemeinschaften nötig wären. In Österreich und der Schweiz profitieren Energiegemeinschaften bereits von deutlichen Gebührenreduktionen, teils sogar vom kompletten Wegfall der Netzgebühren. Die Solargenossenschaft warnte daher, dass das Modell in Liechtenstein ohne solche Vorteile zu einem „leeren Buchstaben“ werden könnte.

Die Regierung argumentierte, dass Reduktionen bei den Netzgebühren ein Verstoss gegen das Solidaritätsprinzip seien, weil dann andere für die Netzkosten aufkommen müssten. Nach der einhelligen Kritik im Landtag will sie gemäss dem Liechtensteiner Vaterland jedoch auf die zweite Lesung hin nochmals prüfen, ob Preisnachlässe doch möglich sind.

Auch Lösungen für bidirektionales Laden gefordert

Zudem wirft die Gesetzesanpassung Fragen zum bidirektionalen Laden auf: E-Autos sollen künftig als Speicher dienen können, doch unklar sei, wer über Lade- und Entladeprozesse bestimme, wie ein „netzdienlicher Speicher“ definiert sei und wie doppelte Netznutzungsgebühren vermieden würden. Der Landtag fordert hier Klärungen, damit die Gesetzesänderung auch in diesem Bereich Lösungen für die Zukunft bringt.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 4. Oktober 2025, S. 3.

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Der Landtag beschäftigte sich am 2. Oktober in erster Lesung mit der Anpassung des Elektrizitätsmarktgesetzes an das EU-Recht. Künftig sollen «Bürgerenergiegemeinschaften» ermöglichen, dass Private ihre regional produzierte Energie – z.B. Sonnenstrom – gemeinsam nutzen und lokal handeln können. So würden die Energiekosten für die Mitglieder durch Eigenverbrauch, gemeinschaftliche Investitionen und niedrigere Strompreise sinken. Bürgerinnen und Bürger profitieren direkt vom Ausbau erneuerbarer Energien, Gewinne und Investitionen bleiben in der Region, schaffen Arbeitsplätze und stärken die lokale Wirtschaft.

Reduzierte Netznutzungspreise in Österreich und in der Schweiz

Die Solargenossenschaft hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass solche Gemeinschaften in Österreich und der Schweiz für den Austausch des Stroms Reduktionen der Netzentgelte erhalten. Die Regierung hielt fest, dass Bürgerenergiegemeinschaften «… in Liechtenstein anders als in der Schweiz keine vorgegebenen Preisnachlässe auf die Netznutzungspreise erhalten werden».

Dies missfiel Abgeordneten aller Fraktionen. Der Abgeordnete Sebastian Gassner brachte es auf den Punkt: «Handeln mit lokalem Strom muss günstiger sein als Stromimport». Unterstützt wurde er aus den eigenen Reihen, von der Freien Liste, der VU und den DpL.

Regierungsrat Hubert Büchel vertrat die Meinung, dass die Netznutzungsgebühren von der Elektrizitätsmarktkommission auf Antrag der LKW festgelegt würden, da gebe es keinen Spielraum. Dem widersprachen mehrere Landtagsabgeordnete. Was in der Schweiz und in Österreich möglich sei, müsse auch für Liechtenstein möglich sein. Sebastian Gassner fasste zusammen: «Es gab gegen diese Forderung im Rat keine Gegenrede». Wer gegen die Reduktion der Netznutzungsgebühren für Bürgerenergiegemeinschaften sei, solle das jetzt sagen. Das tat niemand, worauf Regierungsrat Büchel meinte: «Wir haben das gehört und werden es prüfen».

Bidirektionales Laden ermöglichen

Ein weiterer Punkt, der neben vielen anderen Kritikpunkten vorgebracht wurde, war das Thema «bidirektionales Laden» von Elektroautos. Obwohl die Regierung vor zwei Jahren angekündigt hatte, das Thema werde mit dieser Gesetzesvorlage konkretisiert, war davon im Bericht und Antrag nichts zu lesen.

Auch hier versprach die Regierung auf Grund vieler Voten, auf die zweite Lesung hin nachzubessern. Neben diesen Punkten wurden auch weitere Aspekte bemängelt, wie etwa im Bereich Energiespeicherung. Die Vorlage sei unausgegoren, mutlos und nicht zukunftsträchtig. Nun wird die Regierung im Hinblick auf die zweite Lesung konkreter werden und auf die Wünsche des Landtags eingehen müssen.

Zur Stellungnahme der Solargenossenschaft.

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Foto: Dirk Mahler / Fraunhofer ISE

Europa prüft, ob sich die Herstellung von Solarmodulen wieder auf dem eigenen Kontinent lohnt. Eine aktuelle Studie der europäischen Solarenergievereinigung Solarpower Europe zusammen mit dem Fraunhofer ISE zeigt: Heute sind Solarmodule aus Europa noch teurer als jene aus Asien. Der Grund liegt in höheren Kosten für Gebäude, Maschinen, Löhne und Materialien. Dadurch ist auch der Strom aus europäischen Modulen um bis zu 15 % teurer.

Ganz ohne Unterstützung wird es deshalb schwierig. Mit gezielten Förderungen – zum Beispiel günstigeren Krediten, Investitionshilfen oder Entlastungen bei laufenden Kosten – könnten die Preisunterschiede aber deutlich kleiner werden. Ziel ist, dass Solarmodule aus Europa höchstens rund 10 % teurer sind als Importprodukte.

Warum sich das lohnt? Eine Rückkehr der Produktion würde nicht nur Versorgungssicherheit schaffen, sondern auch viele Arbeitsplätze bringen: Pro Gigawatt Produktionskapazität könnten bis zu 2’700 neue Stellen entstehen. Ausserdem würden jedes Jahr Millionen an Steuern und Sozialabgaben zurück in die europäischen Volkswirtschaften fliessen.

Damit Europa bis 2030 eine starke Solarindustrie aufbauen kann, braucht es jährlich mehrere Milliarden Franken Unterstützung. Diese Investition würde sich aber lohnen – für mehr Unabhängigkeit, neue Jobs und eine klimafreundliche Energiezukunft.

Quelle: www.solarserver.de

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Die Hoffnung auf die erste alpine Freiflächen-Photovoltaikanlage in Liechtenstein ist vorerst geplatzt. Das «Projekt Sareis» in Triesenberg wird nicht weiterverfolgt. Die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) kamen nach eingehender Prüfung zum Schluss, dass die Kosten einer Freiflächenanlage rund fünfmal höher wären als jene einer vergleichbaren Dachanlage. Zudem würde der erwartete Winterstromanteil am Standort lediglich 40 Prozent betragen – deutlich weniger, als man sich von alpinen Anlagen erhofft hatte. Damit wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nur mit massiven Subventionen möglich.

Neben den hohen Kosten spielten auch baurechtliche Hürden und Fragen der Akzeptanz eine Rolle. Eine Bewilligung ausserhalb der Bauzone gilt als schwierig, und die Zustimmung der Bevölkerung zu einer grossflächigen Anlage im alpinen Raum ist fraglich.

Ganz vom Tisch ist die Idee alpiner Photovoltaik jedoch nicht. Eine Potenzialanalyse hatte bereits vor drei Jahren ein beträchtliches theoretisches Ausbaupotenzial in Liechtenstein aufgezeigt. Ob und wo neue Projekte umgesetzt werden, bleibt offen – aktuell planen die LKW keine weiteren Initiativen.

Anders in der Schweiz: Dort treibt der «Solarexpress» den Ausbau grosser PV-Anlagen voran. Von insgesamt 149 bekannten Projekten sind 39 als alpine Freiflächenanlagen geplant. Während Liechtenstein noch nach Wegen sucht, um Winterstromlücken zu schliessen, setzt die Schweiz bereits auf konkrete Grossprojekte.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 13. September 2025, S. 5

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CreativeCommons; Ray Zuo

Die Diskussion über die Integration von Photovoltaik (PV) in das Stromnetz erreicht in der Schweiz eine neue Dimension. Der Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE) bringt einen Vorschlag ins Spiel, wonach die Einspeisung von PV-Strom künftig auf 70 Prozent der maximal möglichen Kapazität gedeckelt werden soll, um Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Hintergrund dieses Vorstosses ist die wachsende Herausforderung, Spitzenlastsituationen im Netz zu steuern. Bei starkem Sonnenschein erzeugen viele PV-Anlagen gleichzeitig Strom, während der Verbrauch niedrig ist – dies kann zu Spannungsschwankungen, Überkapazitäten und Belastungen für Netzkomponenten führen. Mit einem 70-Prozent-Limit würde man gezielt ein Sicherheits­polster einbauen, um bei Bedarf regelnd eingreifen zu können.

Kritiker warnen, dass eine solche Deckelung den weiteren Ausbau der Solarenergie bremsen könnte. Investoren und Betreiber von PV-Anlagen könnten verunsichert werden, wenn das volle Ertragspotenzial nicht mehr ausgeschöpft werden darf. Zudem stellt sich die Frage, wie ein solcher Mechanismus technisch und ökonomisch umgesetzt werden kann – etwa durch Wirkleistungsregelung oder intelligente Netzmanagementsysteme.

Befürworter des Vorschlags argumentieren, dass nur mit klaren Grenzen und Regeln ein hochvolatiles Stromsystem mit vielen dezentralen Erzeugern stabil betrieben werden kann. Auch in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern wird bereits über ähnliche Regelungen nachgedacht, um das Netz vor Überlastung zu schützen.

Der VSE wies darauf hin, dass die Empfehlung in enger Zusammenarbeit mit der gesamten Branche erarbeitet wurde. Unterstützung erfahre sie auch von den relevanten Solarverbänden wie Swissolar. 

Quelle: www.solarserver.de

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(Foto: www.3s-solar.swiss)

Die europäischen Photovoltaik-Branchenverbände ESMC und SolarPower Europe warnen eindringlich vor dem weiteren Abbau der Solarfertigungskapazitäten in Europa. Sie appellieren an die EU-Spitzenpolitik, beim anstehenden Ministertreffen am 30. September 2025 einen konkreten Aktionsplan zur Stärkung der heimischen Solarindustrie vorzulegen.

Laut den Verbänden ist die Lage bereits kritisch: Entlang der gesamten Wertschöpfungskette kommt es vermehrt zu Ankündigungen von Betriebsschliessungen und Insolvenzen. Obwohl der Net-Zero Industry Act (NZIA) und die EU-Solarcharta 2024 ambitionierte Ziele setzen, stagniert der Ausbau der Photovoltaik in Europa. Gerade das Ziel, bis 2030 mindestens 30 Gigawatt Solar-PV in der EU zu produzieren, werde ohne entschlossene Unterstützung nicht erreichbar sein.

Weitere Werkschliessungen verhindern

In ihrem gemeinsamen Schreiben unterstreichen ESMC und SolarPower Europe fünf Kernpunkte. Zuerst müsse ein umfassender Aktionsplan für die Solarindustrie 2030 erarbeitet werden, der den Wiederaufbau und Ausbau von Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellt. Zudem soll die öffentliche Beschaffung so gestaltet werden, dass Solarprodukte „Made in Europe“ bevorzugt werden. Kriterien wie Resilienz, Cybersicherheit und europäische Inhalte müssten stärker berücksichtigt werden.

Die Verbände fordern ausserdem die Schaffung eines speziellen Clean-Tech-Fonds im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens. Damit sollen sowohl Investitionen (CAPEX) als auch Betriebsausgaben (OPEX) von Solarunternehmen gezielt gefördert werden. Ergänzend müsse die bestehende OPEX-Unterstützung ausgeweitet und allen Segmenten der Wertschöpfungskette zugänglich gemacht werden, um weitere Werksschliessungen zu verhindern und Fachkräfte im europäischen Markt zu halten. Nicht zuletzt soll die Rolle der Europäischen Investitionsbank gestärkt werden, insbesondere durch zinsgünstige Kredite, Gegendarlehen und Förderkriterien, die europäische Fertigung klar priorisieren.

Zeit zum Handeln

Die Verbände machen deutlich, dass Europa Gefahr läuft, seine industrielle Basis in der Solartechnik unwiderruflich zu verlieren, wenn nicht umgehend gehandelt wird. Politik und Industrie stehen an einem Wendepunkt: Jetzt gilt es, klare strategische Signale zu setzen und mit kohärenter, ambitionierter Förderung den Weg in eine resiliente, zukunftsfähige Solarindustrie zu sichern.

Quelle: www.solarserver.de

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© Intersolar

Während in Deutschland und auch in Liechtenstein Befürchtungen laut werden, dass der Ausbau der Photovoltaik ins Stocken geraten könnte, zeigt ein Blick in andere Regionen der Welt ein ganz anderes Bild. Dort wächst die Solarenergie rasant und verändert ganze Energiesysteme. Malawi etwa hat geschafft, dass alle Haushalte in der Region Kasakula mit Solarstrom versorgt sind – ein Meilenstein für die Elektrifizierung in einem Land, in dem viele Menschen zuvor keinen Zugang zu verlässlicher Energie hatten.

Solarboom in Schwellen- und Entwicklungsländern

Pakistan erlebte 2024 einen explosionsartigen Zuwachs: Rund 17 Gigawatt neue Solarkapazität wurden installiert, fast die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs wird inzwischen durch Photovoltaik gedeckt. Bemerkenswert ist, dass dieser Ausbau weitgehend ohne staatliche Förderung gelang. In Südafrika führte der Abbau regulatorischer Hürden dazu, dass private Investitionen sprunghaft zunahmen. Die Folge: deutlich weniger Stromausfälle und ein stabileres Netz in einem Land, das jahrelang unter Energieengpässen litt.

Politik und Rahmenbedingungen als Treiber

Auch Vietnam verdeutlicht, wie entscheidend politische Weichenstellungen sind: Mit einem Einspeisetarif nach deutschem Vorbild gelang dort ein rasanter Ausbau der Photovoltaik. Solche Beispiele zeigen, dass Solarenergie nicht nur für Klimaschutz steht, sondern auch für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und Unabhängigkeit. Weltweit ist der Trend eindeutig – die Sonne wird immer stärker zur treibenden Kraft der Energiezukunft.

Quelle: www.solarserver.de

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Foto: Finn Hoyer

Das Fraunhofer FEP macht im Forschungsprojekt „Design-PV“ grosse Fortschritte bei der Verschmelzung von Architektur und Solarenergie. Gemeinsam mit Partnern hat das Institut dekorative Folien für Fassadenelemente entwickelt, die mittels Rolle-zu-Rolle Nano-Imprint-Lithografie (NIL) veredelt werden. Diese Dekorfolien lassen sich sowohl auf Metallfassaden als auch auf Photovoltaik-Modulen applizieren, sodass ein homogenes Erscheinungsbild entsteht – Design und Funktion verbinden sich so nahezu nahtlos.

Tests zeigten, dass Module mit den neuen Dekoren optisch kaum von herkömmlichen Fassadenelementen zu unterscheiden sind und trotzdem bis zu 80 % Leistung im Vergleich zu undekorierten Vergleichsmodulen erreichen können, abhängig vom gewählten Dekor. Damit wird ein häufig genanntes Hindernis für die Akzeptanz von gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) deutlich überwunden.

Eine der technischen Herausforderungen lag bisher in der Haftfestigkeit der Dekorfolien, insbesondere auf ETFE-Substraten, die wegen ihrer Witterungsbeständigkeit attraktiv sind, aber nur geringe natürliche Oberflächenhaftung aufweisen. Fraunhofer FEP hat daher ein Plasmaverfahren entwickelt, das die Oberfläche im Nanometerbereich aufraut und so die Haftung deutlich verbessert.

Die nächsten Schritte beinhalten das Testen weiterer Dekore und Farben sowie umfassende Langzeit- und Witterungsbeständigkeitsprüfungen. Die Forscherinnen und Forscher sind überzeugt, dass diese Entwicklungen dazu beitragen, dass PV-Fassaden in Architektur und Stadtbild stärker akzeptiert werden – und damit die Solarenergie nicht nur eine technische, sondern auch eine gestalterische Lösung wird.

Quelle: solarserver.de

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Die Zeiten, in denen fossile Brennstoffe wie Öl und Gas den Ton angaben, könnten sich rasch dem Ende zuneigen. Eine aktuelle Studie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigt: 91 Prozent der neuen erneuerbaren Stromprojekte, die zuletzt realisiert wurden, sind kostengünstiger als vergleichbare neue Anlagen mit fossilen Energieträgern. Solarstrom liegt im Durchschnitt 41 Prozent unter den günstigsten fossilen Optionen, Windenergie an Land gar 53 Prozent darunter.

Wo früher Investitionen in Öl- oder Gas-Kraftwerke automatisch als wirtschaftlich galten, gelten erneuerbare Energien heute als attraktiver. Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen: Umweltbelastung sinkt, Energieimporte werden reduziert, langfristige Preisstabilität steigt.

Damit dieser Wendepunkt nicht nur statistisches Ergebnis bleibt, braucht es entscheidende Anpassungen: Erstens müssen Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, damit neue PV- und Windanlagen rascher realisiert werden können. Zweitens sind Speicherkapazitäten und Netzinfrastruktur zentral, damit der wetterabhängige Ökostrom effizient ins System integriert werden kann. Drittens braucht es Fördermodelle und Rahmenbedingungen, die den Wettbewerb zwischen erneuerbaren und fossilen Projekten fair gestalten – inklusive CO₂-Preisen oder Abgaben, die den externen Schaden fossiler Energie sichtbar machen.

Für die Schweiz bedeuten diese Erkenntnisse Chancen: Der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie könnte nicht nur Klimaschutzziele unterstützen, sondern auch zur Kostenentlastung für Konsument:innen führen. Wer jetzt in erneuerbare Technologien investiert oder Ökostrom-Tarife wählt, profitiert künftig wahrscheinlich doppelt – ökologisch und ökonomisch.

Wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam handeln, ist diese momentane Kostenschwelle nicht nur ein Alarmsignal für fossile Energieträger, sondern ein eindeutiger Wendepunkt zugunsten sauberer Energieformen.

Quelle: kleinezeitung.at

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2024 war ein herausragendes Jahr für Solarenergie in der Schweiz. Mit einem Zubau von 1,8 Gigawatt an PV-Leistung hat das Land so viel neues Solarpotenzial erschlossen wie nie zuvor. Ende Jahr standen insgesamt 8,2 Gigawatt installierte Leistung zur Verfügung – das entspricht einem erheblichen Anteil am Schweizer Strommix.

Die Solarstromproduktion belief sich auf rund 5 961 Gigawattstunden, was dem Jahresverbrauch von etwa 2 Millionen Haushalten entspricht. Besonders bemerkenswert: Selbst im Winter lieferte Photovoltaik kräftig mit. Zwischen Oktober 2024 und April 2025 wurden etwa 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugt – ein Drittel der Jahresproduktion. Ohne diese Leistung müssten Stauseen deutlich mehr ersetzen oder Strom importiert werden.

Der Trend zeigt klar nach oben: Grössere Anlagen gewinnen an Bedeutung, und auch die durchschnittliche Leistung einer Einfamilienhausanlage stieg deutlich. Zudem boomen Batteriespeicher: In der Industrie und im Gewerbe haben Installationen stark zugenommen, auch private Anlagen kombinieren immer häufiger PV mit Speichern.

Politisch sind weitere Schritte geplant, damit der Ausbau nicht nur Hoffnung bleibt. Das revidierte Stromversorgungsgesetz bringt neue Möglichkeiten: lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher ab 2025, sowie eine standardisierte Abnahmevergütung sind Teil davon.

Wenn die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden – insbesondere durch klare Gesetze, attraktive Tarife, Förderung von Speicherlösungen und Vereinfachung der Prozesse – dann könnte Photovoltaik bis 2030 einen noch viel grösseren Beitrag zur Energieversorgung leisten als bisher angenommen.

Quelle: solarserver.de
vgl: Erneut Rekord beim PV-Zubau in Liechtenstein

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Quelle: smard.de

In den letzten Monaten hat sich ein deutliches Muster gezeigt: Die Stunden mit negativen Strompreisen auf dem Day-Ahead-Markt steigen rasant. So waren es im Juni 2025 bereits 141 Stunden — ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Im Juni 2022 lag der Wert bei gerade einmal drei Stunden. Ursache sind Überangebote aus erneuerbarer Erzeugung – vor allem Photovoltaik – bei gleichzeitig sinkender Nachfrage. Wenn Strom ins Netz drückt, entstehen negative Preise.

Die Lösung wäre Flexibilität. Dynamische Stromtarife könnten Haushalte und Unternehmen motivieren, ihren Verbrauch gezielt in jene Stunden zu verschieben, in denen Strom besonders günstig oder sogar negativ ist. Damit wird das System entlastet, und Überproduktion kann sinnvoll eingesetzt werden.

Was braucht es dafür? Erstens: Smart Meter in grosser Zahl, damit Verbrauchs- und Erzeugungsdaten in Echtzeit messbar sind. Zweitens: Tarifstrukturen, die flexibel sind – also nicht nur fixe Tarifmodelle, sondern solche, die sich nach Marktpreisen richten. Drittens: Speicherlösungen – von Batteriespeichern bis zu steuerbaren Lasten wie Heizungen oder Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge – damit Stromüberschüsse gespeichert oder zeitversetzt genutzt werden können. Viertens: Digitale Steuerung und Automatisierung, etwa über Apps oder intelligente Steuerungssysteme, die Geräte automatisch einschalten, wenn Strompreis niedrig ist.

Auch politisch sind Schritte nötig: Anreize für Netzbetreiber, Flexibilität zu ermöglichen; regulatorische Rahmenbedingungen, die dynamische Tarife erleichtern; Förderprogramme für Stromspeicher und intelligente Technik.

Wenn diese Bausteine zusammenspielen, kann Flexibilität nicht nur negative Preise abfedern – sie kann dazu beitragen, Erneuerbare effizienter in das Stromnetz zu integrieren und die Stromversorgung resilienter zu machen.

Quelle: solarserver.de

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© Fachhochschule OST

Auf der A13 bei Buchs könnte künftig Solarstrom produziert werden. Die Ostschweizer Fachhochschule OST untersucht seit Anfang 2024 die Machbarkeit einer sogenannten Teilüberdachung, bei der ein rund 430 Meter langer Abschnitt der Autobahn mit Photovoltaikmodulen versehen wird. Ursprünglich war eine vollständige Überdachung beider Fahrbahnen vorgesehen, doch diese Variante wurde aus Sicherheits- und Kostengründen verworfen. Stattdessen konzentriert man sich nun auf eine einseitige Konstruktion, die technisch einfacher umsetzbar ist.

Nach den Berechnungen der Fachhochschule OST könnte die Anlage jährlich rund 960 Megawattstunden Strom liefern, was dem Verbrauch von etwa 200 Haushalten entspricht. Die Investitionskosten liegen bei rund sieben Millionen Franken. Auch bei einer einfacheren Konstruktion ausschliesslich aus Stahl sind die Gesamtkosten über die Betriebsdauer nicht in jedem Szenario vollständig gedeckt. Neben der Wirtschaftlichkeit stellen auch baurechtliche Vorgaben und Sicherheitsanforderungen grosse Herausforderungen dar.

Die Stadt Buchs unterstützt das Vorhaben, indem sie die Fläche bereitstellt und bei der Koordination mit den Behörden mitwirkt. Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, hängt von den weiteren Abklärungen, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Bereitschaft von Investoren ab. Das Pilotprojekt könnte zeigen, wie bestehende Infrastruktur doppelt genutzt werden kann, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

Quelle: Fachhochschule Ost
Abschlussbericht Solarstrom von der Autobahn

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In-Dach-PV-Anlage der Solargenossenschaft auf den Ärztehaus Triesen

Seit Jahresbeginn sorgt das neue Tarifmodell der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) für Diskussionen. Besonders Besitzerinnen von Photovoltaikanlagen sowie Kunden mit einem Jahresverbrauch über 15’000 kWh – die sogenannte Kundengruppe 2 – sind betroffen. Für sie gilt ein Leistungspreis, der sich an den höchsten Leistungsbezügen orientiert. Während andere Haushalte weiterhin nur nach Verbrauch abgerechnet werden, zahlen PV-BesitzerInnen zusätzlich für ihre Spitzenlasten – selbst dann, wenn sie ansonsten viel Strom ins Netz einspeisen.

Diese Ungleichbehandlung hat technische Gründe: Nur bei Grossverbrauchern und PV-Anlagen-Besitzern können die Leistungswerte bisher zuverlässig gemessen werden. Für kleinere Kunden fehlen die Messsysteme noch. Regierungsrat Hubert Büchel räumt daher eine Benachteiligung ein, betont jedoch, dass es sich um eine Übergangslösung handelt. Ziel sei es, die Messungen flächendeckend einzuführen und den Leistungspreis dann auf alle Kundengruppen auszuweiten.

Bis dahin bleibt Kundengruppe 2 stärker belastet – wie sich im ersten Winterquartal zeigte, als PV-Besitzer mehr zahlten als andere. Für das Sommerquartal stellt Büchel jedoch eine Entlastung in Aussicht. Zudem dürfen die LKW einen Teil ihrer Gewinne nutzen, um Strompreisvergünstigungen umzusetzen.

Langfristig soll mit dem neuen Modell eine fairere und verursachergerechte Kostenstruktur geschaffen werden. Für PV-Anlagen-Besitzer heisst das: Die aktuelle Mehrbelastung ist real, aber zeitlich begrenzt.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 23. Juli 2025, S. 1 und 3

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© www.3s-solar.swiss

Liechtenstein passt das Elektrizitätsmarktgesetz an das EU-Recht an. Künftig sollen «Bürgerenergiegemeinschaften» ermöglichen, dass Private ihre regional produzierte Energie – z.B. Sonnenstrom – gemeinsam nutzen und lokal handeln können. So würden die Energiekosten für die Mitglieder durch Eigenverbrauch, gemeinschaftliche Investitionen und niedrigere Strompreise sinken. Bürgerinnen und Bürger profitieren direkt vom Ausbau erneuerbarer Energien, Gewinne und Investitionen bleiben in der Region, schaffen Arbeitsplätze und stärken die lokale Wirtschaft.

In Österreich erhalten «Erneuerbare Energiegemeinschaften» für den Austausch des Stroms innerhalb ihrer Gemeinschaften Reduktionen der Netzentgelte von 28 bis 64 Prozent und verschiedene Abgaben entfallen.

In der Schweiz können Lokale Energiegemeinschaften in den Grenzen einer Gemeinde gebildet werden. Innerhalb der gleichen Netzebene beträgt die Reduktion der Netzkosten 40%, wird der Strom über mehrere Netzebenen transportiert, beträgt die Reduktion immerhin noch 20%. Künftig wird man in der Schweiz mit mehreren Liegenschaften, die über einen gemeinsamen Anschlusspunkt zum Verteilnetz verfügen, einen «virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch» bilden können. Solche «vZEV» sind vollständig von der Netzgebühr befreit und es fallen auch keine anderen Abgaben an. In Liechtenstein werden in diesem Fall die kompletten Netznutzungskosten und weitere Abgaben in Rechnung gestellt.

Im Bericht und Antrag der Regierung an den Landtag zur Abänderung des Elektrizitätsmarktgesetzes heisst es dazu lapidar: «Die Regierung hält diesbezüglich fest, dass BEG in Liechtenstein anders als in der Schweiz keine vorgegebenen Preisnachlässe auf die Netznutzungspreise erhalten werden, weil das Stromverteilernetz auch auf Tage ohne Strom aus PVA ausgelegt werden muss».

Die Solargenossenschaft befürchtet, dass die vorgesehenen Energiegemeinschaften leerer Buchstabe im Gesetz bleiben, wenn sie nicht attraktiv ausgestaltet werden. Dazu gehört – wie in Österreich und der Schweiz – dass man für diesen «Nachbarstrom» auch von reduzierten Netznutzungsgebühren profitiert.

Medienmitteilung der Solargenossenschaft vom 10. September 2025

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Im dänischen Horsens wurde kürzlich die mit Abstand grösste Photovoltaik-Dachanlage der Welt in Betrieb genommen – und damit neue Massstäbe für klimafreundliche Energie gesetzt. Auf dem Dach eines riesigen Logistikzentrums von DSV erstreckt sich eine beeindruckende Fläche von über 300.000 Quadratmetern, was etwa 42 Fussballfeldern entspricht. Insgesamt wurden rund 78.000 Solarmodule installiert, die zusammen 35 Megawatt Leistung liefern. Pro Jahr sollen so etwa 33 Gigawattstunden Strom produziert werden – genug, um nicht nur das komplette Logistikzentrum zu versorgen, sondern auch rund 140 E-Auto-Ladestationen vor Ort mit SolarsStrom zu beliefern.

Das System spart jährlich etwa 5.300 Tonnen CO₂ ein. Die Solarmodule ruhen auf einem speziell entwickelten Montagesystem, das ohne Dachdurchdringung auskommt und durch vormontierte Klick-Elemente eine besonders schnelle und materialschonende Installation ermöglicht. Die Ost-West-Ausrichtung sorgt dafür, dass die Stromproduktion über den Tag gleichmässiger verläuft, was den Eigenverbrauch optimiert und das Stromnetz entlastet.

Gunnar Johansson von Ernst Schweizer AG, dem Partner für das Montagesystem, betont, dass dieses Projekt eindrucksvoll zeigt, wie industrielle Dachflächen zur treibenden Kraft der Energiewende werden können. Mit Grossprojekten wie diesem werde deutlich, dass erneuerbare Energien nicht nur auf Freiflächen, sondern auch in städtischen und industriellen Bereichen massiv ausgebaut werden können – ein Mutmacher für die Energiewende weltweit.

Quelle: solarserver.de

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© Wikimedia Commons

Ein aktueller Bericht des Boston University Institute for Global Sustainability analysierte 662 Energieinfrastrukturprojekte in 83 Ländern (Baujahre 1936–2024) mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,36 Bio. USD. Im Schnitt lagen die Baukosten global um 40 % über dem Plan – mit durchschnittlichen Verzögerungen von fast zwei Jahren.

Demnach weisen Kernkraftwerke das höchste Investitionsrisiko auf: Im Durchschnitt überziehen sie die Kosten um 102,5 % und verursachen Mehrkosten von rund 1,56 Mrd. USD. Zudem treten Verzögerungen besonders häufig auf, was den Kostenüberhang noch verschärft. Auch andere neue Technologien wie Wasserstoff- und CCS-Infrastruktur sowie Gaskraftwerke zeigten signifikante Überschreitungen in Kosten und Zeit.

Im Gegensatz dazu erwiesen sich Solarkraftwerke (Photovoltaik und solarthermische Anlagen) und Projekte im Bereich Stromnetze als am zuverlässigsten – oft baubar sogar unter Budget oder früher als geplant. Windenergieprojekte landeten ebenfalls im positiven Bereich. Die Forscher betonen daher: Erneuerbare Energien liefern nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftlich geringeres Bau- und Terminrisiko.

Weiters zeigen Daten zur Stromgestehungskosten (LCOE): Neue Kernenergie liegt bei etwa 97–136 USD/MWh, Photovoltaik bei 31–146 USD/MWh, Onshore-Wind sogar nur bei 32–62 USD/MWh.

Quelle: pv-magazine.com

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In-Dach-PV-Anlage der Solargenossenschaft auf dem Ärztehaus an der Dröschistrasse 6 in Triesen

Mit dem Jahreswechsel haben die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) ein neues Modell für die Netznutzungsgebühren eingeführt. Statt wie bisher zwischen Hoch- und Niedertarif zu unterscheiden, orientieren sich die Preise nun an der Jahreszeit sowie an den individuellen Leistungsspitzen. Während für durchschnittliche Haushalte (Kundengruppe 1) die Netzkosten im ersten Quartal 2025 um rund 3 % sanken, mussten Kunden der Gruppe 2 – darunter die PV-Anlagenbesitzer:innen – mit einem moderaten Anstieg von 0,57 % rechnen.

Für Unmut sorgte besonders die automatische Einstufung der PV-Anlagen-Besitzenden in Kundengruppe 2. Diese unterliegt einem leistungsabhängigen Tarifmodell mit Zuschlägen in den Abendstunden während der Wintermonate. Kritiker im Landtag warnten, dass diese Struktur Investitionen in erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Wärmepumpen oder Elektromobilität entmutigen könnte.

Die Regierung weist diesen Vorwurf zurück: Die Einteilung sei technisch und verbrauchsbezogen begründet – nicht gegen PV-Besitzer gerichtet. Zudem blieben Photovoltaikanlagen laut Innenminister Hubert Büchel weiterhin wirtschaftlich attraktiv – vor allem dank Einspeisetarifen, Förderbeiträgen und dem Einsparpotenzial durch erhöhten Eigenverbrauch. Wer den selbst erzeugten Strom direkt nutzt, spart nicht nur beim Energieeinkauf, sondern senkt auch seine Netznutzungsgebühren – ein Vorteil, der im neuen Tarifmodell stärker ins Gewicht fällt als zuvor.

Ein Lichtblick: Ab Sommer werden die Netztarife deutlich günstiger. PV-Anlagenbesitzer könnten dann bis zu 17,8 % bei den Netzkosten sparen – vorausgesetzt, sie optimieren ihren Stromverbrauch clever und nutzen möglichst viel selbst.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland vom 16. Mai 2025, S. 3

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2024 wurden weltweit insgesamt 452 Gigawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut.Nach Berechnungen der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien Irena entfallen 62 Prozent des Zubaus auf China.

Weltweit waren Ende 2024 Erneuerbare-Anlagen mit einer Leistung von 4.448 Gigawatt installiert, meldet die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (Irena). Davon kamen 585 Gigawatt im vergangenen Jahr hinzu – ein neuer Rekord. Die Photovoltaik hat daran einen Anteil von 452 Gigawatt. Deren global installierte Leistung stieg damit um 32 Prozent auf 1.865 Gigawatt.

Die Irena weist darauf hin, dass die Zubaurate von 2024 nicht genügt, um die für das Pariser Klimaziel notwendige Verdreifachung des Erneuerbaren-Zubaus bis 2030 zu erreichen. Dafür muss die Erneuerbare-Leistung jährlich um knapp 17 Prozent gesteigert werden – im letzten Jahr wurden nur gut 15 Prozent erreicht.

Quelle: pv-magazine.de

Gleichzeitig wurde 2024 weltweit viel mehr Strom verbraucht als in den Vorjahren: Die Nachfrage stieg um 4,3 Prozent. Zwischen 2010 und 2023 lag die Wachstumsrate im Durchschnitt bei 2,7 Prozent, 2023 waren es 2,5 Prozent. Das geht aus dem Global Energy Review hervor, den die Internationale Energie-Agentur (IEA) jetzt vorgelegt hat.

Mit einem Mehrverbrauch von 550 Terawattstunden – etwa so viel, wie in Deutschland pro Jahr verbraucht wird – war der Stromhunger in China 2024 besonders gross. Die Nachfrage stieg dort damit um sieben Prozent. China ist damit für etwa die Hälfte des globalen Mehrverbrauchs verantwortlich. Auch in den USA, Australien und Südkorea ist die Nachfrage deutlich gewachsen. Anders dagegen in der EU, hier lag das Plus nur bei 1,5 Prozent.

Fast 60 Prozent des Mehrverbrauchs entfallen auf Gebäude, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die IEA erklärt dies unter anderem mit heftigen Hitzewellen in Ländern wie China oder Indien. Dazu kommt die stark steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren, die die IEA dem Gebäudesektor zuordnet. Auch der Stromverbrauch der Industrie nahm um vier Prozent zu.

Quelle: pv-magazine.de

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Bestehende PV-Anlage auf Sareis (Foto: Hans Frommelt)

Die LGU und die Solargenossenschaft betonen die Wichtigkeit der Sonnenenergie für den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern. Sie sind sich einig, dass für deren Nutzung auf Biodiversität und Landschaft Rücksicht zu nehmen ist. Dazu haben sie gemeinsam ein Positionspapier ausgearbeitet.

Die Nutzung fossiler Energieträger beeinträchtigt das Klima massiv und schädigt die Biodiversität gravierend. Gleichzeitig wird die Energiewende, also der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern zu Gunsten der Nutzung erneuerbarer Energieträger, zu einem bedeutenden Anstieg des Stromverbrauchs insbesondere in den Bereichen Verkehr und Heizungen führen. Dies bedeutet, dass einerseits der Stromverbrauch durch haushälterischen Umgang massiv gesenkt und andererseits die Effizienz bei allen Stromanwendungen erhöht werden muss. Zudem müssen die Möglichkeiten der Stromerzeugung aus alternativen Energiequellen so vollumfänglich wie möglich und umweltverträglich ausgenützt werden.

Die LGU und die Solargenossenschaft engagieren sich für den Schutz des Klimas und für die Energiewende. Deshalb setzen sie sich für eine nachhaltige Nutzung der erneuerbaren Energiequellen und insbesondere der Sonnenenergie unter Respektierung der Bedürfnisse von Biodiversität und Landschaft ein. Photovoltaik (PV) und thermische Nutzung von Sonnenenergie sind weitgehend umweltschonende Technologien, die seit Jahrzehnten erprobt sind und deren Produktion und Recycling laufend nachhaltiger werden. Die LGU und die SGL sind der Meinung, dass die Solarenergienutzung wenn möglich in den bestehenden Bauzonen zum Einsatz kommen soll.

Das Stimmvolk in Liechtenstein hat 2024 mit grosser Deutlichkeit entschieden, dass PV bei Neubauten nicht verpflichtend zum Einsatz kommen soll. In der Konsequenz wird der Ausbau von PV im Siedlungsraum weniger schnell erfolgen. Um die Klimaziele zu erreichen und den Eigenversorgungsgrad zu erhöhen, wird es deshalb Ergänzungen zur Nutzung der PV auf und an Gebäuden und auf Infrastrukturen brauchen. Dies insbesondere auch im Hinblick auf die Stromversorgung im Winterhalbjahr, weil PV-Anlagen im Talgebiet rund drei Viertel der jährlichen Strommenge im Sommer produzieren.

Die SGL und die LGU haben deshalb gemeinsam ein Positionspapier ausgearbeitet, in dem sie sich mit PV auf Gebäuden, an Infrastrukturen, aber auch mit Freiflächen-PV auseinandersetzen. Grundsätzlich sollen sich PV-Anlagen gut in das Landschaftsbild einfügen, keine unerwünschte Blendwirkung verursachen und nicht mit Belangen des Naturschutzes kollidieren.

Die Belange des Ortsbildschutzes und des Denkmalschutzes sind zu berücksichtigen, wie dies in der bestehenden Gesetzgebung bereits der Fall ist. Der Flickenteppich an Vorschriften und Einschränkungen auf Gemeindeebene führt zu unbefriedigenden Lösungen und verstösst gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit; die Bestimmungen des Landes sind ausreichend.

Da Freiflächenanlagen Biodiversität und Landschaft nachteilig beeinflussen können, ist eine sorgfältige Standortwahl umso wichtiger. Während es bei der Biodiversität keine Kompromisse zu Gunsten der Energieproduktion geben kann, werden gewisse landschaftliche Auswirkungen nicht zu vermeiden sein. Selbstverständlich sollen auch diese so gering wie möglich ausfallen. So sollen alpine Freiflächen-PV-Anlagen möglichst in der Nähe bestehender Infrastrukturen gebaut werden und es müssen vorgängig umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden. Bei einer endgültigen Ausserbetriebnahme der Anlagen müssen sie vollständig rückgebaut werden.

Landwirtschaftlich genutzte Flächen spielen eine wichtige Rolle beim Schutz, Erhalt und der Förderung der biologischen Vielfalt. Gleichzeitig wirkt sich die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromgewinnung auf diesen Flächen (Agri-PV) auf die Biotop-Qualität und das Landschaftsbild aus. Sie hat ihre Berechtigung in wenig empfindlichen Gebieten, also z.B. anschliessend an Bauzonen oder bestehende Infrastrukturen, und insbesondere, wenn sie zu einem höheren Naturalertrag im Pflanzenbau führt. Agri-PV darf ausserdem die Nahrungsmittelproduktion nicht konkurrenzieren, sondern soll sie allenfalls ergänzen oder im besten Fall optimieren.

Zum Positionspapier.

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Visualisierung NalpSolar (© Axpo)

Axpo beginnt mit dem Bau der alpinen Solaranlage NalpSolar in der Bündner Gemeinde Tujetsch. Das Pionierprojekt auf rund 2’000 Metern über Meer wird vor allem im Winter wichtigen Sonnenstrom liefern und ist eines der Projekte im Rahmen des schweizerischen «Solarexpress».

Die Anlage in der Gemeinde Tujetsch im Kanton Graubünden, in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Stausees Lai da Nalps, wird eine installierte Leistung von rund acht Megawatt (MW) haben und knapp elf Gigawattstunden Strom (GWh) pro Jahr erzeugen – das entspricht dem Stromverbrauch von über 2’000 Haushalten. Die SBB wird den produzierten Solarstrom während 20 Jahren abnehmen. Dieser wird für die Bahnstromversorgung mit erneuerbaren Energien eingesetzt.

Axpo verfolgt mit NalpSolar das Ziel, «die Grenzen der Solarenergie in alpinen Regionen auszuloten und wichtige Erkenntnisse für Solargrossprojekte in den Bergen zu gewinnen». Der Fokus liege darauf, Lösungen zu entwickeln, die sowohl technologisch als auch langfristig wirtschaftlich tragfähig sind.»

Die Wirtschaftlichkeit des Projektes bleibe aber herausfordernd. Es sei ein Pionierprojekt, das nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werde, sondern es gehe um einen Schritt für die Weiterentwicklung der Solarenergie in der Schweiz.

Baubeginn im März

Die Bauarbeiten für NalpSolar beginnen, je nach Witterung, im März 2025. 10% der Anlage soll bereits bis Ende 2025 ans Netz angeschlossen werden – eine Vorgabe des Solarexpress, damit der Bund die Anlage mit bis zu 60 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten unterstützt. Die restlichen Bauarbeiten werden in den darauffolgenden Sommermonaten etappenweise abgeschlossen.

Quelle: Axpo

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Grafik: EMBER

2024 haben die EU-Staaten zusammen mehr Strom aus Photovoltaik als aus Kohlekraftwerken erzeugt. Der Anteil am Strom-Mix lag bei elf Prozent.

Erstmals in der Geschichte hat die EU mehr Solarstrom erzeugt und verbraucht als Elektrizität aus Kohlekraftwerken. Das geht aus einem Papier der britischen Denkfabrik Ember hervor.

Demnach war die Photovoltaik auch die am schnellsten wachsende Energie­quelle in der EU. Der Kapazitäts­zubau lag bei 66 Gigawatt (GW). Das waren noch einmal vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Solarstromproduktion legte im Vergleich zu 2023 um 22 Prozent zu. Mit einem Volumen von 304 Terawattstunden (TWh) überholte die Sonne 2024 zum ersten Mal die Kohle (269 TWh). Der Anteil der Photovoltaik am EU-Strom-Mix lag damit bei elf Prozent.

Die Staaten mit dem höchsten PV-Anteil im Strom-Mix waren 2024 Ungarn (25 Prozent), Griechenland (22 Prozent) und Spanien (21 Prozent).

Wind und Solar ersetzen Erdgas

In den Spitzen­zeiten der Solar­strom­produktion reichte die Photovolatik in einigen Ländern bereits aus, um den Gross­teil der Nachfrage zu decken. So deckte die Solar­strom­erzeugung im Jahr 2024 in mindestens einer Stunde 80 % oder mehr des Strombedarfs von 12 EU-Ländern. In den Nieder­landen und Ungarn wurden 2024 an mehr als 70 Tagen mehr als 80 % der Gesamtnachfrage in der Spitzen­stunde durch Solarstrom gedeckt.

Wind- und Solarstrom haben laut Ember auch in Teilen Europas Erdgas rechnerisch kompensieren können. So wäre ohne die Zuwächse bei Wind und Sonne in 2024 der Gasbedarf des Stromsektors der EU um elf Prozent höher ausgefallen. Der Anteil der Windenergie am Strom-Mix lag bei 17 Prozent.

Ohne die seit 2019 zugebauten Kapazitäten hätte die Gemeinschaft ferner 92 Milliarden Kubikmeter Erdgas und  55Millionen Tonnen Steinkohle zusätzlich importieren müssen.

Quelle: Ember | www.solarserver.de

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In-Dach-PV-Anlage der Solargenossenschaft auf dem Ärztehaus an der Dröschistrasse 6 in Triesen

Liechtenstein hat im Jahr 2024 mehr neue PV-Anlagen in Betrieb genommen als je zuvor. Letztes Jahr gingen 585 neue Anlagen ans Netz; damit einher ging auch ein Rekordzubau an installierter PV-Leistung: 16,9 MWp (Megawatt peak) wurden neu installiert. Bereits 2023 war der Zubau mit 15,2 MWp sehr hoch. Vor dem Ausbruch des Ukrainekrieges waren diese Zahlen noch deutlich geringer, so betrug der Zubau z.B. 2019 lediglich 2,1 MWp und 2018 sogar nur 1,7 MWp, also zehnmal weniger als 2024.

Quelle: LKW Energiedaten 2024, Stand 14.2.2025

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Die Solarplatten liegen im Gleis und nutzen Bahnstrecken zur Erzeugung von sauberem Strom. (© Sun-Ways)

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) in der Schweiz hat grünes Licht für das erste Solarkraftwerk zwischen Bahnschienen gegeben. Ein Pilotprojekt wird in der Nähe des Bahnhofs in Buttes (NE) installiert.

Die Technik wurde stammt von Sun-Ways in Ecublens (VD). Wesentlich bei der Entwicklung waren die hohen Sicherheitsstandards, die das BAV für Verkehrswege in der Schweiz vorgibt. Denn die Testanlage wird auf einer Strecke gebaut, die für den Schienenverkehr freigegeben ist.

Die Solarplatten liegen zwischen den Schienen. Ihre Installation erfolgt manuell oder mit einer Spezialmaschine. Sie kann bis tausend Quadratmeter Solarmodule am Tag in die Gleise bringen.

Die Installation des Solarkraftwerks und der Netzanschluss sollen im Frühjahr 2025 erfolgen. Zudem will Sun-Ways eine Anlage in der Gemeinde Aigle installieren, rund 288 Kilowatt auf 1’500 Meter Gleislänge.

Rund 5.000 Kilometer lang ist das Schienensystem der Schweizer Bahnen. Dort könnte eine Terawattstunde Sonnenstrom jährlich erzeugt werden. Das entspricht rund 30 Prozent des Energiebedarfs des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. (HS)

www.photovoltaik.eu

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Der Solarstrom wird direkt in die Oberleitung der ÖBB eingespeist. (© ÖBB)

Eine Agri-PV-Anlage in Kärnten liefert Solarstrom für rund 4’000 Bahnfahrten von Villach nach Wien. Das Solardach spendet zudem Schatten für 6’000 Hühner und 60 Schafe.

Die neue Agri-PV-Anlage der ÖBB in Thalsdorf zeigt, wie Mehrfachnutzung geht: Die Tiere finden eine Weide- und Futterfläche auf rund 14 Hektar. Gleichzeitig wird die Fläche mit 19’000 Photovoltaikmodulen im Ausmass von sechs Hektar ausgestattet. Die neue Solaranlage wird rund 16 Gigawattstunden pro Jahr liefern. Zudem tragen weitere Naturschutzmassnahmen zu mehr Biodiversität bei – wie etwa die Bepflanzung von Blühstreifen mit regionalem Saatgut und neue Bäume.

Projekt für mehr grünen Bahnstrom

Aufgrund der Nähe zur Bahn kann der produzierte 16,7-Hertz-Bahnstrom direkt in die Oberleitung eingespeist werden. Das bedeutet auch weniger Leitungsverluste. Mithilfe der verwendeten Rammfundamente bleibt die Versickerungsfähigkeit des Bodens gewährleistet und die Anlage kann nach Ablauf ihrer technischen Lebensdauer rückstandsfrei abgebaut werden.

Quelle: www.photovoltaik.eu

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© dhp Technology

Die Gemeinde Schaan überdacht den Kleinlieferungsplatz der Deponie Forst/Ställa mit einer faltbaren PV-Anlage. Es wird die leistungsstärkste Anlage der Gemeinde. Mit dem Deponiestrom könnte der Bedarf von 70 Einfamilienhäusern gedeckt werden.

Faltbare PV-Dächer können bei Schlechtwetter eingefahren werden und bieten die nötige Flexibilität, da nicht viele Stützen benötigt werden. Die Gemeinde Schaan plant, eine solche über dem Kleinlieferungsplatz der Deponie Forst/Ställa zu realisieren. Der Gemeinderat genehmigte das Projekt am 23. Oktober 2024 und sprach einen Kredit von 1,45 Millionen Franken. Den Zuschlag erhielt die dhp Technology AG in Zizers, die das Solarfaltdach schon auf mehreren Kläranlagen und Parkplätzen in der Schweiz installiert hat.

Die PV-Module werden an Seilen aufgehängt und bilden so eine teilweise Überdackung. Damit beschatten sie den Platz im Sommer. Bei Schnee und Sturm fährt die Anlage die Module automatisch ein. Die Anlieferung mit Lastwagen oder Baumaschinen wird nicht beeinträchtigt, die Durchfahrtshöhe beträgt über vier Meter. Auf der südlichen Umfassungsmauer soll eine horizontale PV-Anlage installiert werden, die besonders im Winter viel Strom liefern soll. Auf der bestehenden Dachkonstruktion, die bereits einen Teil des Anlieferungsplatzes abdeckt, werden ebenfalls PV-Module angebracht.

Die gesamte Leistung beträgt 298 Kilowatt-Peak, rund zwei Drittel sollen vom faltbaren Dach kommen. Dies würde den Jahresbedarf von 70 Einfamilienhäusern decken, allerdings soll der Hauptteil des Stroms im angrenzenden Kieswerk verbraucht werden.

Quelle: Gemeinde Schaan und Liechtensteiner Vaterland vom 12. Dezember 2024, S. 5

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Wohnhaus Solaris: PV auf dem Dach und an der Fassade

Die Einspeisevergütungen für Sonnenstrom sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Was oft vergessen geht: Wer den Strom vom eigenen Dach weitgehend selber nutzt statt einspeist, kann viel Geld sparen. Eine Kilowattstunde (kWh) Strom aus dem Netz kostet rund 30 Rappen, für die Einspeisung erhält man rund 6 Rappen, die Einsparung für jede kWh ist also beträchtlich.

Die Energiefachstelle des Landes hat im Liechtensteiner Vaterland einen grösseren Beitrag mit Tipps und Tricks für den Eigenverbrauch platziert. Zum einen kann man den Strom dann verbrauchen, wenn die eigene Anlage ihn produziert. Zum Beispiel können die Waschmaschine oder der Geschirrspüler über Mittag laufen, wenn die PV-Anlage produziert, statt wie bis anhin in der Nacht.

Der Fokus auf den Eigenverbrauch sei für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage sehr wichtig, fasst die Energiefachstelle die vielen konkreten Hinweise zusammen. Durch das Verschieben des Betriebs gewichtiger Verbraucher in die Mittagszeit oder auf das Wochenende würden der Speicherbedarf minimiert und die Systemeffizienz erhöht. Das erhöhe die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage.

Auf der Seite sind auch Informationen über die Förderung von Photovoltaik in Liechtenstein zu finden.

Quelle: Energiefachstelle Liechtenstein im Liechtensteiner Vaterland, 24. September 2024, S. 29

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Die Liechtensteinische Initiativgruppe für Energienachhaltigkeit (Ligen) erforscht Lösungen, um Liechtenstein möglichst schnell auf eine vollständig erneuerbare Energieversorgung umzustellen – und dies autark, mit erneuerbaren Energien «made in Liechtenstein».

Mit Unterstützung der Regierung in Höhe von CHF 100’000 lancierte Ligen eine Machbarkeitsstudie «Marktautarke Energieversorgung Liechtenstein», deren Ergebnisse nun vorliegen. Darin berechnet Ligen verschiedene Modelle für den optimalen Energiemix für Liechtenstein. Die Studie geht von der Elektrifizierung des Wärme- und des Verkehrssektors aus. Dabei wurden auch Saisonspeichertechnologien und unterschiedliche Energiespeicheransätze geprüft.

Im Abschlussbericht präsentiert Ligen eine Priorisierung von Bausteinen und die dazu nötigen Schritte. Diese umfassen einen Ausbau der Photovoltaik und der Windkraft im Inland. Im Weiteren will Ligen Windkraftprojekte im Ausland realisieren. Es brauche auch die Erschliessung verfügbarer Batteriespeicherkapazitäten durch Ermöglichung von sogenannten Vehicle-to-Grid-Systemen, die die Rückspeisung von Strom aus Autobatterien ins Netz ermöglichen. Ein weiterer Baustein seien Langfristspeicher.

ligen.org; Abschlussbericht als PDF (7.16 MB, 112 S.)
Berichterstattung im Liechtensteiner Vaterland vom 26. September 2024, S.9

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© 3s-solarplus.ch

Ab dem 1. Januar 2025 gibt es für Sonnenstrom in Liechtenstein keine Negativpreise mehr. Ausserdem werden in absehbarer Zeit zinslose Darlehen für den Bau von PV-Anlagen zur Verfügung Ab dem 1. Januar 2025 gibt es für Sonnenstrom in Liechtenstein keine Negativpreise mehr. Ausserdem werden in absehbarer Zeit zinslose Darlehen für den Bau von PV-Anlagen zur Verfügung. Als einzige Bank in Liechtenstein beabsichtigt die Liechtensteinische Landesbank, diese Finanzierungslösungen anzubieten.

In Liechtenstein wird bei den meisten Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) ein marktorientierter Preis für den eingespeisten Strom bezahlt. Deshalb sind an sonnigen Tagen im Sommerhalbjahr auch die dann bisweilen negativen Preise im Strommarkt an die Sonnenstromproduzent:innen weitergegeben worden. Konkret: Wer in diesen Stunden Strom eingespeist hat, musste dafür bezahlen. Nach Ansicht der Regierung bremste diese Entwicklung die Motivation, PV-Anlagen zu bauen und effizient zu betreiben. «Aus energiepolitischen Überlegungen und zur Aufrechterhaltung eines positiven PV-Investitionsklimas» hat die Regierung deshalb mit der Anpassung der Energieeffizienzverordnung (EEV) beschlossen, PV-Einspeisenden für die Einspeisung ab 2025 keine negativen Preise mehr zu verrechnen.

Am Grundsatz der PV-Einspeisung nach dem marktorientierten Preis hält die Regierung aber weiterhin fest. Ziel ist es, einen hohen Anreiz zu schaffen, dass PV-Strom bei grossem Angebot, insbesondere über die Mittagszeit, so weit als möglich selbst verbraucht wird.

Zusätzlich erlaubt eine Änderung Energieeffizienzgesetzes (EEG) die Vergabe von so genannten EEG-Krediten für Energiemassnahmen, dass ab 1. Januar 2025 zinsfreie Darlehen für Energiemassnahmen vergeben werden können. Das Land kann Vereinbarungen mit Banken treffen, um diese Darlehen durch das Land zu refinanzieren. Entgegen einer früheren Meldung an dieser Stelle, ist dies noch nicht der Fall. Die Liechtensteinische Landesbank schreibt dazu: «Als einzige Bank in Liechtenstein beabsichtigen wir, diese Finanzierungslösungen anzubieten. Derzeit befinden wir uns allerdings noch in Verhandlungen mit dem Land bezüglich der genauen Ausgestaltung der Darlehen. Wir rechnen damit, dass wir das neue Produkt frühestens im zweiten oder dritten Quartal 2025 lancieren können».

Quelle: energiebuendel.li, Auskunft Liechtensteinischer Bankenverband und Liechtensteinische Landesbank LLB.

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Alpine PV-Anlage auf Sareis (Foto: Hans Frommelt)

Die Referate vom 28. November 2024 über alpine PV-Anlagen und Agri-PV sind jetzt online.

Referat 1: Markus Markstaler, Dozent am Institut für Energiesysteme der Fachhochschule OST in Buchs SG: „Alpine Solaranlagen und Agri-PV“.

Referat 2: Claudio Deplazes, VR-Präsident Energia Alpina, Sedrun: „SedrunSolar – Erfolgsrezepte für alpine Photovoltaik“.

Auf der Seite solargenossenschaft.li/medien-und-download findet sich eine Fülle weiterer Referate, z.B. über Windkraft im Rheintal, über die Energiewende und den Klimawandel etc., einfach oben links „Streams (Referate)“ anklicken.

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Alpine PV-Anlage auf Sareis (Foto: Hans Frommelt)

Alpine PV-Anlagen können einen wertvollen Beitrag zur Deckung der Winterstromlücke leisten. Ihre Vorteile liegen in der Nutzung der Reflexion des Sonnenlichts durch den Schnee, den niedrigen Temperaturen und den wenigen Nebeltagen in alpinen Regionen. Bei alpinen PV-Anlagen ist die jährlich produzierte Strommenge deshalb erstens viel höher als im Talraum und die Produktion fällt zweitens rund zur Hälfte im Winterhalbjahr an. Alpine PV-Anlagen produzieren deshalb im Winter bis zu viermal so viel Strom wie solche mit gleicher Leistung im Mittelland.

Auch in der Landwirtschaft können PV-Anlagen sinnvoll sein, zum Beispiel in der Kombination von Stromerzeugung und Hagelschutz auf Beerenanlagen.

Die Solargenossenschaft nimmt sich des Themas an: Welches sind die Erfolgsfaktoren, wo liegen die Stolpersteine, wie wird die Bevölkerung einbezogen.

Donnerstag, 28. November, 19 Uhr im SAL, kleiner Saal, Schaan.

Markus Markstaler, Dozent am Institut für Energiesysteme der Fachhochschule OST in Buchs SG: „Alpine Solaranlagen und Agri-PV“.

Claudio Deplazes, VR-Präsident Energia Alpina, Sedrun: „Solar Sedrun – Erfolgsrezepte für alpine Photovoltaik“.

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Die Anlage auf dem Feuerwehrdepot ist mit 120.95 kWp die grösste der sechs Anlagen, die die Solargenossenschaft in Triesen baut.

Die Solargenossenschaft baut auf Dächern der Gemeinde Triesen sechs PV-Anlagen und verkauft der Gemeinde während 20 Jahren den Strom für den Eigenbedarf zu günstigen Tarifen. Die Anlagen haben insgesamt eine Leistung von rund 350 kWp mit PV-Modulen und Wechselrichtern aus europäischer Produktion auf folgenden Gebäuden:

Die Anlagen auf dem Feuerwehrdepot (Bild) und auf dem Werkhof sind fertig und können in den nächsten Tagen ans Netz angeschlossen werden. Die anderen Anlagen befinden sich im Bau bzw. die Arbeiten werden in den nächsten Tagen und Wochen aufgenommen.

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