30.03.2026
Windpark Gotthard: 99.99 Prozent der Zugvögel fliegen sicher über die Windräder

Während insgesamt 36 Monaten wurde auf dem Gotthard der Vogelzug rund um die fünf Windenergieanlagen beobachtet. Lionel Perret, Geschäftsführer von Suisse Eole, fasst zusammen: «Gemäss der publizierten wissenschaftlichen Studie überquerten in diesem Zeitraum 1’700’000 Zugvögel den Windpark, 99.99 Prozent davon liessen sich von den Windrädern nicht beeinträchtigen!»
Eine neue Studie aus der Schweiz sorgt für Aufsehen: Der Windpark am Gotthard hat kaum Einfluss auf den Vogelzug. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde genau untersucht, wie sich die Windenergieanlagen auf Zugvögel auswirken – mit überraschend klaren Ergebnissen.
Zwischen August 2021 und Juni 2024 beobachteten Forschende während der Hauptzugzeiten im Frühling und Herbst das Verhalten der Vögel rund um die fünf Windräder. Insgesamt wurden rund 1,7 Millionen Zugvögel erfasst. Davon flogen beeindruckende 99,99 Prozent sicher über oder an den Anlagen vorbei, ohne beeinträchtigt zu werden. Nur 107 tote Vögel wurden im gesamten Untersuchungszeitraum gefunden. Das entspricht lediglich 0,01 Prozent aller erfassten Tiere. Zum Vergleich: Diese Zahl liegt ungefähr in der Grössenordnung dessen, was eine Hauskatze im gleichen Zeitraum erbeutet.
Der Windpark Gotthard ist seit 2020 in Betrieb und produziert Strom für über 10’000 Menschen. Die Studie wurde im Auftrag des Kantons Tessin durchgeführt und in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht. Ziel war es auch zu prüfen, wie gut moderne Radarsysteme den Vogelzug überwachen und schützen können.
Die Resultate passen zu anderen Untersuchungen aus der Schweiz und Europa. Sie zeigen, dass Zugvögel Windräder meist frühzeitig erkennen und ihnen ausweichen. Das Kollisionsrisiko ist damit deutlich geringer als lange angenommen. Die Erkenntnis ist wichtig für die Energiewende: Windenergie und Vogelschutz müssen kein Widerspruch sein. Moderne Technologien und sorgfältige Planung können dazu beitragen, erneuerbare Energie umweltverträglich auszubauen.
Quelle: suisse-eole.ch
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