04.05.2026
Windkraft und PFAS: Fehlalarm

Zu hohe PFAS-Werte in Böden, Fleisch und Milch: In den vergangenen Monaten jagte eine Hiobsbotschaft die nächste. In den Fokus rücken deshalb auch Windräder. Kritikerinnen und Kritiker befürchten, dass durch den Materialabrieb an den Rotoren noch mehr PFAS in den Boden gelangt. Tatsächlich kommen bei vielen Windradtypen Ewigkeitschemikalien als Beschichtung der Rotorblätter zum Einsatz, die Tendenz geht allerdings klar in die Richtung, von PFAS wegzukommen.
Die Bündner Regierung schreibt auf eine Anfrage einer Kantonsrätin, die unterhalb und in der Nähe des Windrads
entnommenen Bodenproben hätten eine Belastung von 1,7 Mikrogramm pro Kilogramm (μg/kg) ergeben. Dies nach zwölf Jahren Betrieb des Windrads. Zum Vergleich: Bei Messungen in Wartau (2012), Mels (2013), Krummenau (2015) und Oberriet (2012) wurden 1,35, 3,48, 2,54 und 1,61 μg/kg festgestellt. Der schweizweite Median liegt bei 2,4 μg/kg. «Ein Einfluss des Windrads auf die PFAS-Belastung des Bodens ist somit nicht erkenn- und nachweisbar», schreibt die Bündner Kantonsregierung.
Erste Windräder bereits PFAS-frei
Im Artikel des Werdenberger & Obertoggenburger wird auch darauf hingewiesen, dass der Hersteller Nordex bereits PAS-freie Windräder auf den Markt gebracht hat. Andere Anbieter wie Vestas, Gamesa und GE Vernova planen dies ab 2028.
Quelle: Werdenberger & Obertoggenburger vom 9. April 2026, S. 17: „PFAS: Windräder sind nicht das Problem“.
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