17.09.2025

Ini­tia­ti­ve for­dert Min­dest­ab­stand für Wind­kraft­an­la­gen in Se­ve­len

Mit der Energiewende rücken auch Windkraftanlagen in den Fokus, die in der Schweiz bislang nur eine geringe Rolle spielten. In Sevelen hat nun das Initiativkomitee «Windkraft mit Anstandsabstand» eine Gemeindeinitiative eingereicht.

Die sechs Mitglieder des Komitees sehen sich in verschiedener Weise von möglichen Windkraftprojekten betroffen. Sie haben die Initiative im September der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kernforderung ist die Aufnahme einer neuen Bestimmung ins kommunale Baureglement: Zwischen einer Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe ab 30 Metern und einer bewohnten Liegenschaft soll ein Mindestabstand eingehalten werden – entweder das Fünffache der Nabenhöhe oder mindestens 500 Meter.

Begründet wird diese Forderung vom Initiativkomitee mit Bedenken hinsichtlich Lärm, Schattenwurf durch Rotorblätter und der optischen Wirkung grosser Anlagen. Ebenfalls erwähnt werden mögliche Auswirkungen auf Immobilienwerte und die Nähe geplanter Standorte zu sensiblen Landschaftsräumen wie dem revitalisierten Binnenkanal.

Das Komitee sieht die Initiative als Möglichkeit, die Mitsprache der Bevölkerung bei Projekten mit Grosswindkraftanlagen zu sichern. Kritikerinnen und Kritiker halten dem entgegen, dass eine solche Regelung den Bau von Windkraftanlagen in Sevelen faktisch verunmöglichen würde.

Über die Initiative wird die Bürgerschaft zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Quelle: Werdenberger & Obertoggenburger vom 17. September 2025, S. 15

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