16.08.2025

Schul­bus­se als Strom­spei­cher – Ve­hi­cle-to-Grid in Ka­li­for­nien ge­star­tet

In Kalifornien ist ein innovatives Projekt gestartet, das Elektro-Schulbusse zu wichtigen Bausteinen der Energiewende macht. Im Fremont Unified School District wurde Anfang August ein bidirektionales Lade-System in Betrieb genommen, das es ermöglicht, Strom aus den Batterien der Busse bei Netzengpässen zurückzuspeisen. Kernstück des Projekts ist die Plattform ChargePilot, welche das Laden intelligent steuert und die Kapazitäten der Batterien bündelt, sodass sie am Energiemarkt genutzt werden können. Die Flotte nimmt am „Emergency Load Reduction Program“ des kalifornischen Energieversorgers PG&E teil, bei dem in kritischen Situationen Strom ins Netz eingespeist oder Verbrauch reduziert wird.

Schulbusse eignen sich besonders gut für dieses Konzept, da sie über grosse Batterien verfügen und ihre Einsatzzeiten klar planbar sind. So lassen sie sich optimal für den Transport von Schülerinnen und Schülern nutzen und gleichzeitig in Zeiten, in denen sie nicht fahren, als flexible Speicher einsetzen. Davon profitieren nicht nur das Stromnetz, das stabilisiert wird, sondern auch die Kommunen: geringere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und eine bessere Luftqualität, weil Dieselbusse ersetzt werden.

Bis Ende des Projekts sollen sechs bidirektionale Ladegeräte installiert sein. Damit wird deutlich: Fahrzeuge können weit mehr sein als nur Verkehrsmittel – sie werden zu aktiven Akteuren der Energiewende.

Quelle: solarserver.de

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