26.05.2020

Schweiz harmonisiert Gebäudestandards

© prefa.ch

In der Schweiz lichtet sich der Dschungel aus Energie- und Umweltstandards für Gebäude. Vier Trägerorganisationen wollen die Berechnung, wie Bauherren und Architekten die Standards erreichen können, aufeinander abstimmen.

In der Schweiz existieren mehrere unterschiedliche Labels für die Einordnung des energetischen Gebäudestandards. Diese legen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte. Vier Organisationen, die solche Labels vergeben, haben jetzt ihre Zusammenarbeit angekündigt. Zumindest haben die Trägerorganisationen schon eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, wie das Bundesamt für Energie (BFE) mitteilt.

Erneuerbare und Klimaschutz stehen im Vordergrund

So werden die Gebäudeenergieausweise der Kantone GEAK, das Label Minergie, der Standard Nachhaltiges Bauen in der Schweiz (SNBS Hochbau) und das Zertifikat 2000-Watt-Areale in Zukunft eine gemeinsame Gebäudelabelfamilie bilden. Im Mittelpunkt dieses neuen gemeinsamen Standards steht, dass das Gebäude einen möglichst grossen Beitrag zu den Zielen der Energie- und Klimapolitik und der nachhaltigen Entwicklung in der Schweiz leisten soll.

Bekannten Marken werden weitergeführt

Ausserdem versprechen sich die Trägerorganisationen davon eine höhere Nachfrage, indem der Dschungel der verschiedenen Standards gelichtet wird. Dabei sollen die bekannten und erfolgreichen Marken im Markt weitergeführt werden. Dabei werden allerdings die Berechnungen harmonisiert, wie die Bauherren und Architekten die vorgegebenen Standards erreichen können.

Quelle: www.photovoltaik.eu

Alle News →

Ähnliche Beiträge

  • Mehr Fotovoltaik und Fernwärme für Gebäude des Landes

    Liechtenstein soll bis spätestens 2050 klimaneutral sein. Dafür will die Regierung unter anderem den Einbau von Öl- und Gasheizungen verbieten, andererseits – gemäss zwei überwiesenen Motionen – eine Fotovoltaik-Pflicht für Neubauten einführen. Der Landtag hat aber auch eine Motion überwiesen, die verlangt, dass das Land in diesen Dingen eine Vorreiterrolle übernimmt. Im nun veröffentlichen Hochbautenbericht […]

    mehr erfahren →

  • Erhöhung der Strom­ver­sorgungs­sicher­heit

    Der Landtag überwies am 2. Dezember 2021 ein Postulat der Demokraten pro Liechtenstein (DpL) zur Stromversorgungssicherheit in Liechtenstein. Im Postulat wurde die Regierung eingeladen, anhand von verschiedenen Szenarien die Risiken von Strommangel und «Black outs» abzuklären sowie Massnahmen gegen die Knappheit aufzuzeigen. Die Wichtigkeit des Themas war im Landtag unbestritten. Im Postulat betonten die DpL […]

    mehr erfahren →

  • Schweiz will mit Solaroffensive schnell mehr Winterstrom

    Der Nationalrat wollte mit seiner Solarinitiative so weit gehen, dass das Naturschutzrecht regelrecht auf der Strecke geblieben wäre. Die Interessen der Stromversorgung sollten rechtlich über denjenigen des Naturschutzes stehen – ein Vorhaben, das offensichtlich verfassungswidrig gewesen wäre. Nun hat der Nationalrat zurückbuchstabiert, ohne das Ziel eines raschen Solarausbaus aus den Augen zu verlieren. Juristinnen und […]

    mehr erfahren →

  • Staat soll bei eigenen Gebäuden schneller Vorbild werden

    Die FBP-Fraktion wollte wissen, welche Massnahmen das Land ergreift, um seine Vorbildfunktion für klimafreundliches Bauen zu erfüllen. Der Landtag hatte das Postulat am 1. Dezember 2021 mit grosser Mehrheit überwiesen. Am 1. Juni 2022 nahm der Landtag die Beantwortung des Vorstosses zur Kenntnis. Die Regierung hielt in der Postulatsbeantwortung unter anderem fest, dass auf acht […]

    mehr erfahren →

News teilen: