06.06.2020

Schub für Windenergie im Thurgau

© REpower Systems AG / Stéphane Cosnard

Das Thurgauer Parlament stimmt Richtplanänderung mit sechs Windenergie-Gebieten deutlich zu

Mit 78 zu 36 Stimmen hiess das Thurgauer Parlament im Mai 2020 eine Änderung des Richtplans gut. Einzig die SVP stimmte dagegen. In sechs definierten Zonen könnten in Zukunft Windturbinen gebaut werden. Von den sechs Windenergie-Gebieten haben drei hohe Priorität.

Die prioritären Gebiete, auf welchen sich bereits Projekte in Planung befinden, sind Steckborn, Thundorf und Braunau-Wuppenau. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier betonten, sich mit diesem Entscheid neuen Technologien nicht verschliessen zu wollen, auch um die Energieziele zu erreichen. Die lokale Produktion sei wichtig: «Lieber ein Windrad im Thurgau als Energie von ausländischen Kraftwerken beziehen, auf die wir keinen Einfluss nehmen können», zitiert die Thurgauer Zeitung den Kantonsrat Franz Eugster (CVP). Der von der Thurgauer Zeitung ebenfalls befragte Regierungsrat Walter Schönholzer bekräftigte, dass weiter machen wie bisher nicht der richtige Weg sei. Natürlich habe eine Windenergieanlage einen Einfluss, beispielsweise auf die Landschaft, das habe aber der Klimawandel erst recht, ergänzte Walter Schönholzer.

Bevor tatsächlich eine Anlage aufgestellt werden könne, seien noch zahlreiche andere Verfahrensschritte nötig, betonten mehrere Redner, wodurch auch das Mitbestimmungsrecht der betroffenen Bevölkerung gesichert sei: Zonenplanänderungen in den Gemeinden, Baubewilligungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Betriebsbewilligungen.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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