20.02.2020

NFP Energie: Brachliegendes Solarpotenzial im Gebäudepark

Die Erkenntnisse aus den über 100 Forschungsprojekten des Schweizerischen Nationalen Forschungsprogramms (NFP) Energie zeigen, dass ein wirtschaftlich und sozial verträglicher Ausstieg aus der Kernenergie und der CO2-intensiven Energiewelt schon mit den heute bekannten technischen und finanziellen Mitteln grundsätzlich möglich ist. Das NFP erkennt dabei die grosse Bedeutung der Photovoltaik, schätzt den nötigen Ausbau aber als relativ tief ein.

Fassaden für Winterstrom nutzen

Das NFP erkennt die grosse Bedeutung der Photovoltaik bei der Transformation von Gebäuden hin zu Kraftwerken. Dabei müssen die Fassaden sehr viel stärker für Photovoltaik genutzt werden als bisher. Solche Anlagen bieten einen hohen Anteil an Winter-Stromproduktion wegen ihrer senkrechten Aufstellung.

Dass die Leistung der Schweizer Photovoltaik bis 2050 wie vom NFP gefordert nur «knapp verdoppelt» werden soll, scheint beispielsweise der Vereinigung Swisssolar viel zu tief gegriffen. Eine Verdoppelung der jetzigen Leistung könnte nur gerade 7% des heutigen Strombedarfs decken und damit weniger als 5% des Bedarfs, der nach der Dekarbonisierung zu erwarten ist. Denn auch die Schweiz braucht künftig mehr Strom für Elektromobilität und Wärmepumpen.

Swissolar verlangt deshalb weiterhin eine Zunahme der PV-Leistung um den Faktor 25 bis 2050, was 50 Gigawatt entspricht und weitgehend auf bestehenden Dächern und Fassaden installiert werden kann.

Zusammenfassung der Resultate des NFP Energie: www.nfp-energie.ch/de/program/resumee/

Quelle: www.swissolar.ch

 

Alle News →

Ähnliche Beiträge

  • Staat als Vorbild beim Klimaschutz

    Der Landtag überwies ein Postulat der Fraktion Fortschrittliche Bürgerpartei mit 20 Stimmen. Dieses möchte, dass der Staat soll Vorbild bei den Themen Klimaschutz und Energieeffizienz werden soll. Insbesondere soll aufgezeigt werden, welches Potenzial Staatsgebäude bieten. Der Staat besitzt aktuell 65 Bauten, 4 weitere sind in Planung. Die FBP wollte wissen, inwiefern hier eine Vorreiterrolle in […]

    mehr erfahren →

  • Interview mit Solargenossenschaftspräsident in «Wirtschaft Regional»

    Klimawandel und Energiepolitik interessieren die Öffentlichkeit. Nach dem Interview mit dem Vorsitzenden der LKW-Geschäftsleitung, Gerald Marxer, in der «Wirtschaft Regional» folgt zwei Wochen später eine Gesprächs-Doppelseite mit SGL-Präsident Daniel Gstöhl. Eine Solarpflicht sei Liechtenstein zuzumuten und die Regierung handle zu langsam «und wir haben manchmal das Gefühl, wir müssen sie etwas anschieben» sind zwei der […]

    mehr erfahren →

  • Bundesamt für Energie bestätigt: Schweiz braucht massiven PV-Zubau

    Roger Nordmann rechnet in seinem Buch «Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz» vor, dass die Schweiz die installierte Photovoltaik-Leistung bis 2050 um den Faktor 25 steigern muss, um die Energie- und Klimawende zu schaffen. Die Solargenossenschaft hat in ihrem aktuellen Forderungspapier für Liechtenstein einen Ausbau um mindestens den Faktor 15 gefordert, […]

    mehr erfahren →

  • Energiewende hat keine negativen Auswirkungen auf Versorgungsqualität

    Die Bundesnetzagentur hat die durchschnittliche Dauer der Stromausfälle in Deutschland im vergangenen Jahr veröffentlicht. „Die Stromversorgung in Deutschland war auch 2019 sehr zuverlässig. Wir beobachten die niedrigsten Ausfallzeiten seit Beginn unserer Erhebungen”, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. «Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.» Denn […]

    mehr erfahren →

News teilen: