Visualisierung Windpark And

Der Kanton St. Gallen hat sehr eindrückliche Zahlen veröffentlicht: 17 Standorte im Kanton eignen sich für Windkraftanlagen. Der Kanton betreibt eine sehr offensive Öffentlichkeitsarbeit und hat eine äusserst ansprechende und informative Website aufgeschaltet (windenergie-sg.ch).

Das St. Galler Energiekonzept will bis 2030 die Produktion erneuerbarer Wärme und Strom um 1100 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr erhöhen. Dazu soll die Windenergie einen Beitrag von rund 80 Gigawattstunden leisten. Danach soll die Produktion bis 2035 auf 100 GWh und bis 2050 auf 300 GWh erhöht werden.

Um die Bevölkerung frühzeitig zu informieren und einzubeziehen, hat die St. Galler Regierung eine Reihe von Dialogveranstaltungen vorgesehen (Daten siehe unten).

An der Grenze zu Liechtenstein wurde das Gebiet Weite/Valpilär in den Standortgemeinden Buchs, Sevelen und Wartau als für einen Windpark geeignet identifiziert. Das ermittelte Produktionspotenzial liegt gemäss Ralph Etter, Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen bei über 20 GWh pro Jahr.

In Liechtenstein ermittelt die Firma Sunergy im Auftrag des LKW eine Potenzialabschätzung. Eine Schweizer Studie aus dem Jahr 2022, die die neuesten technischen Entwicklungen mitberücksichtigt, ermittelte ein Potenzial für das Schweizer Mittelland von 20.6 TWh/a. Analog dazu wären im Liechtensteiner Talraum ca. 90 GWh/a möglich.

Quellen:
windenergie-sg.ch
LieWo vom 9. April 2023, S. 12

Dialogveranstaltungen
17. April (19 bis 21 Uhr): Hotel Sonne, Altstatten
20. April (19 bis 21 Uhr): OST (Aula), Rapperswil-Jona
21. April (18 bis 20 Uhr): Stadtsaal, Wil
26. April (19 bis 21 Uhr): Berufs- und Weiterbildungszentrum, Sargans

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Auerhahn-Balz. © Patrick Jussel, Creative Commons

Eine Karte zeigt, auf welchen Flächen im Schwarzwald Auerhühner leben – auf den übrigen sollen nun Windparks schneller geplant werden können.

Im Schwarzwald lebt das seltene Auerhuhn – das machte die Nutzung für Windenergie bisher schwierig. Die Baden-Württembergischen Ministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft haben nun eine neue Planungsgrundlage geschaffen, die Windenergie und Auerhuhn-Schutz vereinbar machen soll.

Karten zeigen Gebiete für Windenergie und Auerhuhn

Karten weisen konkrete Gebiete aus, die für das Auerhuhn mehr oder weniger bedeutsam sind. Wer einen Windpark plant, weiss nun also, auf welchen Flächen mit langwierigen und naturschutzrechtlich aufwändigen Verfahren zu rechnen ist. Die Ministerien empfehlen, diese Gebiete gleich von der Windenergie-Nutzung auszuschliessen.

Dazu gehören insbesondere Flächen in der Nähe von nachgewiesenen Brutgebieten und Lebensräumen. Auch auf Korridoren, auf denen sich die Auerhühner zwischen diesen Lebensräumen bewegen können, sollen möglichst keine Windenergie-Anlagen entstehen. Diese Korridore seien für den genetischen Austausch zwischen den Populationen notwendig.

Daneben gibt es weitere Flächen, deren Nutzung für die Windenergie zwar möglich ist, aber mit Restriktionen und Ausgleichsbedarfen verbunden.

Schnellere Planung für die Windenergie, mehr Geld für «Aktionsplan Auerhuhn»

Die Karte zeigt, dass grosse Flächen im Schwarzwald für die Windenergie nutzbar sind, ohne das Auerhuhn zu gefährden. Auf insgesamt rund 15‘000 Hektar Windpotenzialfläche müssen sich Projektentwickler und Projektierer künftig keine Gedanken über Auerhühner machen. Dort sei in Zukunft mit schnelleren Verfahren und mehr Planungssicherheit zu rechnen.

«Trotzdem können wir unser gemeinsames Ziel erreichen, dem Auerhuhn ein langfristiges Überleben im Schwarzwald zu ermöglichen», heisst es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Ministerien. Landwirtschaftsminister Hauk betont, dass zeitnah auch Massnahmen zum langfristigen Schutz des Auerhuhns folgen sollen. «Hierzu arbeiten wir mit Hochdruck an der Fortschreibung des Aktionsplans Auerhuhn». Für dessen Umsetzung werde das Land künftig mehr finanzielle Mittel in die Hand nehmen müssen als in den vergangenen Jahren.

Quelle: www.solarserver.de

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Robin van Buchem, Head of Operations NL bei Vattenfall, übergibt eines der Rotorblätter der Windkraftanlage an Philip Mol, President des MBO College Airport. ©Bild: Vattenfall

Vattenfall beabsichtigt, bis 2030 alle demontierten Rotorblätter von Windkraftanlagen zu recyceln, 50 Prozent der Rotorblätter bereits bis 2025. Die Rotorblätter des niederländischen Windparks Irene Vorrink sind die ersten, die dem Recyclingprozess zugeführt und in einem Pilotprojekt zu Skiern, Wanderstöcken und Baumaterial für Solarparks verarbeitet werden. Dabei arbeitet Vattenfall mit spezialisierten Unternehmen zusammen.

Komplexe Zusammensetzung

Das Recycling von Rotorblättern von Windkraftanlagen ist aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung eine Arbeit für Spezialisten wie dem norwegischen Unternehmen Gjenkraft. Rotorblätter bestehen nicht nur aus Harz und Glas- oder Carbonfasern, sondern auch aus Balsaholz, PVC- oder PET-Schaum, anderen Polymeren und Metalle. Je nach Typ der Blätter gewinnt Gjenkraft Glas- und Kohlenstofffasern zurück, aus denen dann Skier, Wanderstöcke und andere Erzeugnisse hergestellt werden, die Glasfasern und Carbonfasern enthalten.

Baumaterial für Agrophotovoltaikanlagen

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, Rotorblätter von demontierten Windkraftanlagen wieder zu verwenden. Die Blätter sind für extreme Belastungen ausgelegt, die starken Glasfasern und der Kohlenstoff sind durch Duroplaste verbunden. Dem Unternehmen Billion People ist es gelungen, neue Duroplaste herzustellen, die als Baumaterialien für Agrophotovoltaikanlagen zum Einsatz kommen. Diese Duroplaste können den Stahl und das Aluminium der Konstruktion ersetzen, für deren Produktion viel Energie benötigt wird und die aufgrund des Krieges in der Ukraine mittlerweile sehr knapp sind.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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Am 31. August findet in Bern die  Nationale Windenergietagung statt. Unter anderem wird Prof. Christophe Ballif, Direktor Photovoltaics and thin film electronics laboratory EPFL, anhand einer neuen Studie erklären, welchen Platz die Windenergie im künftigen Energiemix aus der Sicht der Photovoltaik hat.

Im Gegensatz zur Schweiz setzt ganz Europa auf Windenergie: Robin Borgert, Director Sales and After-Sales Northern and Eastern Europe des Anlagenherstellers Enercon, zeigt uns auf, wo sich die Windenergie in den Nachbarregionen der Schweiz am schnellsten entwickelt. Isabelle Chevalley, Präsidentin von Suisse Eole und Alt-Nationalrätin, erlaubt uns einen Überblick über die Chancen der Windenergienutzung in ausgewählten Ländern Afrikas.

Windenergie schafft Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wo und wie genau demonstriert Peter Schwer, Vorstand Suisse Eole + Experte Erneuerbare Energien Basler & Hofmann. Im Winterhalbjahr 21-22 hat der Schweizer Windstrom bewiesen, welches Potenzial in ihm steckt, eine Analyse von Lionel Perret, Geschäftsleiter von Suisse Eole. Die Blitzpräsentationen der Windparkprojekte Sainte-Croix, Grenchenberg, Sur Grati, EolJorat Sud und Charrat zeigen den aktuellen Stand nach den positiven Entscheiden des Bundesgerichts.

Deutschland reserviert 2% der Landesfläche für den Windenergieausbau. Wie das ermöglicht wird, erklärt Ron Schumann, Referent Politik des deutschen Bundesverbands WindEnergie. André Friderici von Friderici SA berichtet, welche Herausforderungen der Föderalismus für den Transport von Windenergieanlagen darstellt. Welchen Platz die Windenergie im künftigen Energiemix aus der Sicht der Photovoltaik hat, erklärt Prof. Christophe Ballif, Direktor Photovoltaics and thin film electronics laboratory EPFL, anhand einer neuen Studie.

Nach einem Video über eine spektakuläre Highline-Aktion zwischen zwei Windenergieanlagen in Peuchapatte im Jura steht ein Apéro riche auf dem Programm.

Mittwoch, 31. 8. 2022, 12:45–17:00 Uhr

Programm als PDF

Anmeldung auf www.ticketino.com

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©Loïc Schlüchter/Suisse Eole

Gemäss den Schätzungen des Bundesamtes für Energie werden in der Schweiz jährlich 36 Millionen Vögel aufgrund menschlicher Aktivität getötet: rund 30 Millionen sterben durch Hauskatzen, 5 Millionen kollidieren an Glasfassaden und 1 Million erwischt es im Verkehr.

Dies hielt der Bundesrat in der Fragestunde vom 13.12.21 fest. Bei der Windenergie wird der Vogelschutz sehr genau genommen. Für jedes Projekt müssen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung zahlreiche Untersuchungen durchgeführt werden und während des Betriebs müssen dann Minderungs- und Kompensationsmassnahmen umgesetzt werden. Nationalrat Pointet wollte vor diesem Hintergrund vom Bundesrat wissen, warum es nicht auch für Glasfassaden eine solche Umweltverträglichkeitsprüfung braucht und wie viele Vögel tatsächlich mit Windenergieanlagen kollidieren, verglichen mit den Vogelopfern an Gebäuden, im Verkehr und durch Hauskatzen.

Der Bundesrat merkt in seiner Antwort an, dass die Gesamtzahl der menschenverursachten Vogelopfer bisher nur geschätzt werden könne und greift auf Schätzungen des Bundesamtes für Energie zurück. Dieses geht von rund 36 Millionen Vögeln aus, die jährlich aufgrund menschlicher Aktivität getötet werden. Diesen 36 Millionen stehen 20 Vögel gegenüber, die pro Jahr und Windenergieanlage sterben. Diese Zahl wurde von der Vogelwarte Schweiz anlässlich einer Studie im Windpark Peuchapatte (JU) erhoben. Im Rahmen der Studie wurde auch festgestellt, dass am Standort Peuchapatte weder Exemplare bedrohter Arten noch Greifvögel betroffen waren. Ebenfalls interessant ist, dass die drei 2011 erstellten Windenergieanlagen über keinen Radar verfügen und beim Vogelzug nicht abgeschaltet werden.

Während für Glasfassaden, an denen jährlich rund 1 Million Vögel kollidieren, keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen ist, ist eine solche im Rahmen des Planungsverfahrens einer Windenergieanlage in der Schweiz erforderlich.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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Schon das zweite Jahr in Folge glänzen Schweizer Windkraftanlagen mit einer Rekordproduktion: Mit 146 Millionen Kilowattstunden, genau so viel wie der 2019 aufgestellte Rekord, produzierten die Schweizer Windparks. Das ist 14% mehr Strom als bei ihrem Bau veranschlagt. Die Windkraftanlage Collonges hat die Prognosen gar um 32% übertroffen, gefolgt von den Windparks Peuchapatte und Feldmoos/Rengg (Entlebuch), die jeweils 29% mehr Strom produzierten als bei der Planung veranschlagt.

In den an die Schweiz angrenzenden Regionen nutzen etwa 7000 Windkraftanlagen den Wind, davon etwa 430 in der Region Bourgogne-Franche-Comté, 730 in Baden-Württemberg, 1200 in Bayern und 1340 in Österreich. In der Schweiz gibt es aktuell 42 Windkraftanlagen, die nur einen minimalen Teil des in unserem Land vorhandenen Potenzials nutzen. „Mit 1000 Windkraftanlagen in der Schweiz könnten wir im Winter 20% des Strombedarfs decken, wenn Wasserkraft und Sonnenenergie weniger produktiv sind, die Nachfrage aber Spitzenwerte erreicht“, erläutert Lionel Perret, Geschäftsleiter von Suisse Eole.

Abhängigkeit von Importen: eine eher unsichere Strategie

Im Jahr 2020 war die Windenergie mit einem Anteil von 27% an der Gesamtstromerzeugung das zweite Jahr in Folge die wichtigste Energiequelle in Deutschland, gegenüber einem Anteil von 0.2% in der Schweiz. „Trotz Ausbau der Windkraft in Deutschland ist es mehr als unsicher, dass wir Windstrom aus Deutschland importieren können, um künftig unseren Bedarf im Winter zu decken“, erklärt Lionel Perret. „Ende 2022 werden in Deutschland alle Atomkraftwerke vom Netz gegangen sein und unsere Nachbarn schalten nach und nach alle Kohlekraftwerke ab, das letzte im Jahr 2038. Die Deutschen werden also ihren erneuerbaren Strom im Wesentlichen selbst nutzen.“ Wenn die Schweiz die Windenergieerzeugung steigert, könnte sie ihre Importabhängigkeit verringern und gleichzeitig über einen verglichen zu heute deutlich grüneren Energiemix verfügen. Im Gegensatz zu dem im Ausland produzierten Windstrom wird der in der Schweiz erzeugte Windstrom direkt in unser Netz eingespeist. Er gehört uns also wirklich und trägt damit zur Versorgungssicherheit bei!

300 Windkraftanlagen in der Warteschleife

Der Schweizer Windenergiesektor hat seine Arbeit gemacht: Die etwa 300 Windkraftanlagen, die auf ein richterliches Urteil warten oder sich in der Planungs- und Genehmigungsphase befindet – davon warten sieben Windparks auf den Entscheid des Bundesgerichts– bieten genug Potenzial, um das vom Bund in der Energiestrategie für 2035 formulierte Ziel weit zu übertreffen. „Werden alle Projekte, bei denen der Entscheid des Bundesgerichts noch aussteht, genehmigt, könnte mehr als dreimal so viel Windenergie erzeugt werden wie heute und eine jährliche Gesamtproduktion von 500 Millionen Kilowattstunden erreicht werden“, ergänzt Lionel Perret.

Quelle: suisse-eole.ch

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Agile Windpower als Hersteller der Vertical Sky-Gross-Windanlage hatte letztes Jahr einen grossen Rückschlag einstecken müssen. Bei der Testanlage auf dem Windtestfeld in Grevenbroich bei Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen, Deutschland), war am 15. November 2020 ein Rotorarm abgebrochen. Nun zeigte sich: Eine bisher unbekannte Windsituation führte bei der Windturbine zu einer Überbelastung.

Solche Situationen können künftig mittels einfacher Modifikationen vermieden werden

Die Untersuchungen hätten hervorgebracht, dass mittels einfacher Vorkehrungen gleiche und ähnliche Situationen zukünftig vermieden werden können, schreibt die Betreiberfirma. Die erforderlichen Massnahmen würden derzeit umgesetzt.
Bei der Windsituation, die zur Havarie führte, handelte es sich – vereinfacht gesagt – um eine sehr turbulente Böe, die innert kurzer Zeit an Geschwindigkeit zunahm und mit einer plötzlichen und starken Windrichtungsänderung einherging. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die besagte Windsituation im vorhandenen Betriebszustand einen Rotorarm der Anlage in eine Resonanzschwingung versetzte, wodurch er überlastet wurde und brach.
Das besagte Windereignis komme bisher in der Zertifizierungsnorm nicht vor und sei deshalb während der Entwicklung von Vertical Sky nicht bekannt gewesen. Die nun mit den neuen Erkenntnissen nachträglich durchgeführten Simulationen und Berechnungen hätten aufgezeigt, dass die beschriebene Windsituation die Vetical Sky-Anlagen bei unterschiedlichen Betriebszuständen beschädigen könne.
Die durchgeführten Analysen hätten aber auch aufgezeigt, dass gleiche oder ähnliche Vorkommnisse mittels einfacher Modifikationen zukünftig verhindert werden können, ohne dass das grundlegende Design der Anlage verändert werden müsse. Bei den Massnahmen handelt es sich um Brems- und Arretierungsvorrichtungen. Diese Lösungen werden mittlerweile bereits umgesetzt.

Wertvolle Erkenntnisse führen zu einer höheren Produktsicherheit

Das am Boden liegende Trümmerteil wird jetzt entsorgt. Hierfür war die Auslegung einer Blechstrasse auf dem Acker erforderlich, damit die zum Einsatz kommenden Bergungsfahrzeuge im nassen Untergrund nicht einsinken. Im April stehen die notwendigen Geräte und Krane zur Verfügung, um den auf dem Turm verbliebenen Teil
des Rotors zu demontieren. Die Arbeiten für den neuen, modifizierten Rotor haben bereits begonnen. Gute Witterung vorausgesetzt sei die Anlage Ende Oktober 2021 wieder fertig aufgebaut und bereit für die Inbetriebnahme ist.
Die Analyse des ungeplanten Zwischenfalls habe wertvolle Erkenntnisse geliefert, die zu einer höheren Produktsicherheit führen. Zusätzlich würden bei der Wiederherstellung des Prototyps bereits erkannte Verbesserungen umgesetzt. Beides stelle eine wertvolle Weiterentwicklung von Vertical Sky dar.

Zur Medienmitteilung von Agile Wind Power.

 

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Auf dem Lindenberg ist ein Windpark mit fünf Anlagen in Planung: vier Windenergieanlagen im aargauischen Beinwil im Freiamt, eine auf Luzerner Seite. In Hitzkirch hatte der Verein Pro Lindenberg eine Gemeindeinitiative lanciert, die die Nutzung der Windenergie auf der Luzerner Seite des Lindenbergs verbieten würde. Knapp 60% der Bevölkerung folgten dem Gemeinderat und haben sich am Sonntag, dem 29.11.20, an der Urne gegen ein Windenergieverbot in der Gemeinde ausgesprochen.

Auf Grund von Fakten
Der Gemeinderat befürwortet eine sachliche Prüfung eines Windparks, sobald konkrete Projektunterlagen inklusive Umweltverträglichkeitsbericht vorliegen. Er argumentierte, erst dann lasse sich beantworten, ob der Lindenberg für Windenergie geeignet sei oder nicht. Die Gemeindeinitiative forderte ein generelles Verbot der Windenergienutzung. Sie wollte damit verhindern, dass über den Teil des Windparks Lindenberg, der die Gemeinde Hitzkirch betrifft, auf Grund von Fakten fundiert und sachlich entschieden werden kann.

Nach gut Schweizerischer Tradition
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinden von Beinwil und Hitzkirch werden darüber entscheiden, ob auf dem Lindenberg ein Windpark realisiert werden kann oder nicht. Nach gut Schweizerischer Tradition tun sie dies erst dann, wenn im Rahmen der notwendigen Zonenplanänderung alle Vor- und Nachteile auf dem Tisch liegen. Dies wird voraussichtlich 2022 soweit sein. Dann wird unter anderem auch eine detaillierte Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegen, die das Projekt auf Herz und Nieren prüft.

Quelle:

www.suisse-eole.ch

www.windpark-lindenberg.ch

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Ein Feldversuch zeigt: Ist ein Rotorblatt an einem Windrad schwarz gefärbt, verunglücken offenbar deutlich weniger Vögel an den Anlagen. Laut der Forscher gibt es aber noch mehr simple Schutzmechanismen.

Forscher um Roel May vom Norwegian Institute for Nature Research schlagen Im Fachblatt «Ecology and Evolution» vor, eines der drei Rotorblätter einer Windkraftanlage schwarz anzustreichen. Wie das Wissenschaftlerteam bei einem Feldversuch feststellte, sei dadurch die Sterblichkeit der Tiere um mehr als 70 Prozent gesunken. Studien im Laborumfeld hatten bereits angedeutet, dass geschwärzte Rotorblätter Vögel vor der Kollision mit Windkraftanlagen bewahren. May und sein Team haben diese These nun unter realen Bedingungen im norwegischen Windpark Smøla geprüft. Bei vier Anlagen färbten sie jeweils ein Rotorblatt schwarz und beliessen die benachbarten vier Windräder unverändert, um sie als Kontrollgruppe zu nutzen. Anschliessend dokumentierten sie in einem Zeitraum von drei Jahren die Zahl der verendeten Vögel unter den Windtürmen. Das Ergebnis: Vor allem bei Greifvögeln wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla) seien die Verluste stark zurückgegangen, insgesamt um über 70 Prozent.

Der Grund dürfte in der erhöhten Sichtbarkeit der Rotoren liegen. Das schwarze Rotorblatt führe zu einer grösseren Kontrastwirkung und verringere die Bewegungsunschärfe des Rotors. Dadurch könnten die Vögel die Windräder leichter erkennen und ausweichen. Die Forscher betonen zwar, dass sie den möglichen Effekt nur an einer recht geringen Zahl an Windrädern getestet hätten, «aber das Experiment lief über einen langen Zeitraum», schreiben May und seine Kollegen.

Experten wie Reinhard Klemke, der am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig tätig war, bemängeln ebenjenen Punkt. So «können die beobachteten Effekte bei einer so kleinen Stichprobe, auch wenn die Untersuchung über längere Zeit lief, immer noch rein zufällig bedingt sein», zitiert ihn der Pressedienst «Science Media Center». Stephan Barth von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Bremen, Hannover und Oldenburg, ist der Ansicht, dass die Studie «ein glaubwürdiges Bild» zeige. Er stimme aber zu, dass die Fallzahlen noch gering seien und dies zu statistischen Streuungen führen könnte – so würden es jedoch die Studienautoren um May ebenfalls herausstellen und daher empfehlen, die Tests auf Windparks andernorts auszuweiten.

Quelle: www.spektrum.de

 

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An der neuen Gross-Windanlage Vertical Sky® A32, die Anfang September auf dem Windtestfeld in Grevenbroich bei Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) errichtet wurde, ist am 15. November 2020 ein Rotorarm abgebrochen. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand Sachschaden.

Anfang September 2020 wurde auf dem Windtestfeld in Grevenbroich (NRW, D) die Windenergieanlage Vertical Sky® des Typs A32 des Schweizer Unternehmens Agile Wind Power AG erfolgreich montiert und daraufhin mit der Inbetriebnahme der Anlage begonnen. Am 15. November 2020 – noch während der Phase der Inbetriebnahme – brach an der Anlage ein Rotorarm mit dem daran befestigten Rotorblatt ab.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde die Sicherung der Unfallstelle veranlasst. Untersuchungen zur Ermittlung der Schadensursache wurden eingeleitet.

Zum Beitrag in der Sendung «10vor20» vom 20. November 2020.

 

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Unter dem Titel «Dieses Windrad soll dreimal leiser sein» berichtet SPIEGEL Wissenschaft in einem sehr informativen 12-Minuten-Video über die Vorteile und Chancen von den vertikalen Windkraftwerken des Schweizer Startups Agile Wind Power. Dreimal leiser als herkömliche horizontale Windräder sollen sie wegen der langsamen Drehgeschwindikeit sein und ausserdem sollen Vögel und Fledermäuse sie besser erkennen und ihnen daher ausweichen können.

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In Grevenbroich bei Düsseldorf wird das erste vertikale Windkraftwerk namens «Vertical Sky» der Schweizer Firma Agile Wind Power aufgebaut. Vertikale Windkraftwerke haben den Vorteil, dass sie viel leiser sind als herkömmliche Windräder und dass sie von Vögeln und Fledermäusen besser erkannt werden.

Die WDR-Sendung «Lokalzeit aus Düsseldorf» vom 2. September 2020 berichtet über die Montage des dritten Rotorblattes.

Die Solargenossenschaft Liechtenstein prüft derzeit, ob es in Liechtenstein Standorte gibt, die für eines oder mehrere Vertical Sky Kraftwerke geeignet sind.

 

 

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Vattenfall baut in den Niederlanden den Offshore-Windpark «Hollandse Kust Zuid», der jedes Jahr so viel Strom erzeugen wird, wie mehr als zwei Millionen niederländischer Haushalte verbrauchen.

Mit einer installierten Leistung von 1500 Megawatt (MW) wird der Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid laut Vattenfall der grösste seiner Art weltweit sein, wenn er im Jahr 2023 in Betrieb geht. Im Jahr 2023 soll Hollandse Kust Zuid ein Drittel der gesamten installierten Offshore-Windkapazität in den Niederlanden ausmachen, was einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen der niederländischen Regierung im Bereich erneuerbarer Energien leisten wird.

Der Windpark wird aus 140 Turbinen von jeweils 11 MW bestehen, wobei diese Grösse von Anlagen zum ersten Mal offshore installiert wird. Der Seeraum zwischen den Turbinen wird zur Durchfahrt und Mitbenutzung gemäss den staatlichen Vorschriften offen sein. Betrieb und Wartung werden von der neuen hochmodernen Serviceeinrichtung im Hafen von IJmuiden aus erfolgen. Der Windpark wird mit zwei Offshore-Umspannwerken verbunden sein.

Quelle: www.solarserver.de

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© REpower Systems AG / Stéphane Cosnard

Das Thurgauer Parlament stimmt Richtplanänderung mit sechs Windenergie-Gebieten deutlich zu

Mit 78 zu 36 Stimmen hiess das Thurgauer Parlament im Mai 2020 eine Änderung des Richtplans gut. Einzig die SVP stimmte dagegen. In sechs definierten Zonen könnten in Zukunft Windturbinen gebaut werden. Von den sechs Windenergie-Gebieten haben drei hohe Priorität.

Die prioritären Gebiete, auf welchen sich bereits Projekte in Planung befinden, sind Steckborn, Thundorf und Braunau-Wuppenau. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier betonten, sich mit diesem Entscheid neuen Technologien nicht verschliessen zu wollen, auch um die Energieziele zu erreichen. Die lokale Produktion sei wichtig: «Lieber ein Windrad im Thurgau als Energie von ausländischen Kraftwerken beziehen, auf die wir keinen Einfluss nehmen können», zitiert die Thurgauer Zeitung den Kantonsrat Franz Eugster (CVP). Der von der Thurgauer Zeitung ebenfalls befragte Regierungsrat Walter Schönholzer bekräftigte, dass weiter machen wie bisher nicht der richtige Weg sei. Natürlich habe eine Windenergieanlage einen Einfluss, beispielsweise auf die Landschaft, das habe aber der Klimawandel erst recht, ergänzte Walter Schönholzer.

Bevor tatsächlich eine Anlage aufgestellt werden könne, seien noch zahlreiche andere Verfahrensschritte nötig, betonten mehrere Redner, wodurch auch das Mitbestimmungsrecht der betroffenen Bevölkerung gesichert sei: Zonenplanänderungen in den Gemeinden, Baubewilligungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Betriebsbewilligungen.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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Die Gemeinden, auf deren Gebiet das Windparkprojekt Montagne de Buttes im Kanton Neuenburg geplant ist, haben die Einsprachen zu den Baugesuchen schon letztes Jahr zurückgezogen. Der Windpark wurde zusammen mit den wichtigsten nationalen Umweltorganisationen geplant und beispielhafte, innovative Kompensationsmassnahmen wurden dabei vorgesehen. So werden sich die Windräder während der Mähzeit nicht drehen, Stromleitungen von insgesamt 16 Kilometer Länge werden in den Boden verlegt und die verbleibenden Masten werden angepasst, um die Raubvögel, wie zum Beispiel den Uhu, vor Stromschlägen zu schützen.

Das Bundesgericht hat nun auch noch eine Einsprache gegen den Windpark abgelehnt. Die Beschwerdeführer vertraten die Meinung, dass Staatsrat Laurent Favre (FDP) bei diesem Dossier in den Ausstand hätte treten müssen, da er in der Vergangenheit den Windenergie-Interessenverband Suisse Eole präsidierte.

Die höchsten Richter in Lausanne erinnern in ihrem Urteil daran, dass Exekutivmitglieder nur dann in den Ausstand treten müssen, wenn sie ein spezifisches Interesse in einer Angelegenheit haben, zuvor eine persönliche Meinung in einem Interessenkonflikt vertreten haben oder schwere und wiederholte Verfahrens- oder Ermessensfehler begangen haben. Favre habe seine Überzeugung, dass die Schweiz erneuerbare Energien fördern sollte, immer deutlich und öffentlich vertreten, hält das Bundesgericht fest. Als Regierungsrat habe er aber dessen ungeachtet keinerlei vorgefasste Meinung gegenüber den Gegnern der Windenergie ausgedrückt. Das Bundesgericht wies die Beschwerde deshalb ab.

10% des Stromverbrauchs des Kanton Neuenburg

Der Windpark mit seinen 19 Windenergieanlagen soll jährlich 100 Millionen Kilowattstunden produzieren. Das entspricht 10% des Stromverbrauchs des Kantons Neuenburg und 33% des Stromverbrauchs aller neuenburgischen Haushalte.

Quelle: www.suisse-eole.ch

 

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© Nordex SE

Schweizer Energieunternehmen und institutionelle Anleger investieren weiterhin intensiv in erneuerbare Energien, bevorzugt im benachbarten Ausland. Die Jahresproduktion der erneuerbaren ausländischen Energiekraftwerke in Schweizer Hand beträgt bald 11.5 Mrd. Kilowattstunden Strom, das ist ein Anstieg um 70% verglichen mit 2016. In der Schweiz betrug der Zuwachs im gleichen Zeitraum nur neun Prozent. Über 80% der Investitionen im Ausland fliessen in die Windenergie. In der Schweiz dauern die Bewilligungsverfahren von Windenergieprojekten über 15 Jahre, wie die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz Suisse Eole beklagt. Windkraftwerke liefern zwei Drittel ihrer Produktion im Winter, wenn die Erträge der Photovoltaik-Anlagen am geringsten sind.

Alle Schweizer Kraftwerke im Ausland zusammen erzeugen jährlich bald 11.5 Mrd. Kilowattstunden Strom; 2.4 Mrd. Kilowattstunden befinden sich aktuell im Bau. Das entspricht rund einem Viertel des Stromverbrauchs in der Schweiz. Zum Vergleich: Die Stromproduktion aller Schweizer Kernkraftwerke zusammen betrug 2019 etwa 25 Mrd. Kilowattstunden. Investiert wird im Ausland hauptsächlich in die Windenergie: Über 80% der Gelder fliessen in diesen Sektor.

In der Schweiz haben bis jetzt Anlagen mit einer Jahresproduktion von insgesamt 7.6 Mrd. Kilowattstunden Strom aus neuen erneuerbaren Energien einen positiven Förderbescheid erhalten (Kleinwasserkraftwerke, Wind- und Solarkraftwerke, Biomassekraftwerke); dies entspricht einem Wachstum von nur 9% seit dem Jahr 2016. 3.1 Mrd. Kilowattstunden der 7.6 Mrd. Kilowattstunden Produktionskapazität in der Schweiz sind noch nicht gebaut.

Deutschland vor Frankreich und Italien

Die deutliche Mehrheit der «Schweizer» erneuerbaren Energiekraftwerke steht in den Nachbarländern Deutschland (29% der Anlagen), Frankreich (28%) und Italien (21%). Dies sind alles Länder, mit denen die Schweiz bereits heute intensiven Stromhandel betreibt und die gut ans Schweizer Stromnetz angeschlossen sind. Die Kraftwerke ersetzen mehrheitlich fossile Kraftwerke (z.B. Stein- und Braunkohle), und tragen so dazu bei, die europäische Stromproduktion sauberer zu machen.

Hohes Potenzial für Wind-Winterstrom bleibt noch weitgehend ungenutzt

Schweizer Energieunternehmen und institutionelle Anleger investieren in erneuerbare Energieanlagen im Ausland, weil sie dort deutlich bessere Rahmenbedingungen vorfinden als in der Schweiz. Obwohl auch in der Schweiz gemäss dem Windkonzept 2019 des Bundes rund 7% des Stromverbrauchs mit Windenergie bereitgestellt werden könnten, liegt dieses Potenzial aufgrund von Einsprachen, mehrheitlich von Einzelpersonen und kleinen Gruppierungen, weitgehend brach. Auch wenn sich über 80% der Standortgemeinden für konkrete Projekte aussprechen, werden diese fast ausnahmslos bis vor Bundesgericht bekämpft. Dabei würde die Windenergie, dank ihrer Bereitstellung von wertvollem Winterstrom, die Solar- und Wasserkraft bestens ergänzen. Investoren wünschen sich zur Erhöhung der Planungssicherheit daher bessere rechtliche Rahmenbedingungen in der Schweiz, damit auch im Inland mehr Projekte umgesetzt werden können.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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©Vortex Bladeless

Der Spanier David Yáñez will Windkraftwerke ohne Rotoren produzieren. Sie sollen die Energie aus Schwingungen und Vibrationen nutzen. Seine Prototypen sehen aus wie eine längliche Designlampe. Wie ein konventionelles Windrad müssen sie am Boden verankert werden, der Wind versetzt den Aufbau in Schwingungen. Das System ist noch nicht so effizient wie ein drehendes Rad. Dafür hat es andere Vorteile: Ohne Getriebe und andere mechanischen Teile wäre die Bladeless-Konstruktion billig in der Herstellung und verspricht eine längere Lebensdauer. Denn es arbeitet kein Generator im unteren Teil. Der Strom wird durch einen piezoelektrischen Effekt aus der oszillierenden Bewegung des Turms gewonnen. Die elektrische Spannung entsteht direkt durch die elastische Verformung des Materials. Das System kommt weitgehend ohne bewegliche Teile aus, dadurch gibt es kaum Wartungskosten. Die Lebensdauer wird allein von der Ermüdung des Materials bestimmt.

«Es ist nicht nur sehr billig herzustellen, ölfrei und wartungsarm, unsere Tests deuten darauf hin, dass jede Struktur länger als 15 oder 20 Jahre halten wird, was meiner Meinung nach ein nützlicher Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel ist», sagte Yáñez. Er hofft, in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Serienproduktion der Maschinen starten zu können «Sie sind ausserdem leise und fügen den Vögeln weit weniger Schaden zu als normale Windkraftanlagen», ergänzte er.

Yanez plant zunächst keine riesigen Anlagen, ihm geht es mehr um eine dezentrale Selbstversorgung mit Strom. Zunächst sind die Säulen nur etwa drei Meter hoch – mehrere von ihnen könnten einen Haushalt mit Strom versorgen. Wegen der geringen Grösse und der minimalen Standfläche wäre es auf dem Land leicht möglich, eine eigene kleine Windfarm aufzubauen, um seinen Strombedarf zu decken. Ein einzelner 2,75 Meter hoher Turm soll etwa 230 Euro kosten und 100 Watt liefern. Die Leistung von 1000 Watt würde dann nur 2300 Euro kosten – die Anlage würde daher sehr günstigen Strom erzeugen. Derzeit arbeitet die Firma daran, die Windströmung um den oszillierenden Turm zu optimieren. Wenn das geschehen ist, sollen höhere und leistungsstärkere Türme folgen. Eine 12,50 Meter hohe Windkraftanlage würde etwa 5500 Euro kosten, aber auch Grossanlagen von 100 Metern Höhe sind geplant.

Quelle: stern.de

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Der Windstromanteil in der EU betrug 2019 15%. Die Länder mit den höchsten Windstromanteilen waren Dänemark mit 48%, gefolgt von Irland mit 33%, Portugal mit 27% und Deutschland mit 26%. Die Schlusslichter sind Slowenien und die Slowakei, die wie die Schweiz einen Windstromanteil von unter 1% aufweisen.

2019 wurde in der EU insgesamt eine Leistung von 13‘200 MW Windenergie neu zugebaut, 11‘700 MW davon an Land. Damit konnte gerade einmal die Höhe des Windkraftausbaus an Land aus dem Jahr 2012 erreicht werden. Die gesamte Windenergieleistung in der EU beträgt damit 192‘231 MW. 89% davon stehen an Land. Alle Windenergieanlagen der EU konnten im letzten Jahr bereits 15% des Stromverbrauchs decken. 13 Länder deckten über 10% ihres Strombedarfs mit Windstrom. In einzelnen EU-Staaten ist der Windstromanteil bereits deutlich höher. So sind es in Dänemark 48%, in Irland 33%, in Portugal 27% und in Deutschland 26%. An einzelnen Tagen übersteigt die Windstromproduktion in Dänemark übrigens über 100% des Strombedarfs.

13% in Österreich

Dank des erhöhten Windaufkommens im Jahr 2019 konnte die Windkraft im Wasserstromland Österreich rund 13% zur Stromversorgung beitragen. Österreich hat damit heute schon einen höheren Windstromanteil als sich die Schweiz für 2050 zum Ziel gesetzt hat. Bereits 2030 sollen über 25% des Stroms in Österreich aus der Windkraft stammen.

0.2% in der Schweiz

In der Schweiz betrug der Windenergieanteil 2019 rund 0.2%. Auch wenn dieses Jahr auf dem Gotthard fünf neue Anlagen (11.75 MW) zugebaut werden, kann die Schweiz von Windstromanteilen wie in Österreich nur träumen. Die total installierte Leistung wird auch danach noch immer keine 100 MW betragen. Von den 3159 MW in Österreich ist die Schweiz also noch weit entfernt. Und das Fördermodell KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) läuft in der Schweiz Ende 2021 aus. Über ein mögliches Nachfolgemodell wird zwar diskutiert, aber Entscheide sind noch nicht gefallen.

Im Liechtensteiner Energieeffizienzgesetz kommt das Wort «Wind» nicht vor.

Quelle: www.suisse-eole.ch

Interessante tagesaktuelle Übersichten über den Windenergieertrag der Europäischen Länder, den Stündlichen Windenergieertrag und Stommix etc. finden sich auf WindEurope daily.

Detaillierte Statistiken über den Off-Shore-Bereich finden sich im Bericht «Offshore Wind in Europe; Key trends and statistics 2019» von WindEurope.

 

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Windpark auf dem Mont-Crosin. ©Bild: BKW

2019 wurden in der Schweiz rund 146 Mio. kWh Windstrom erzeugt. Damit lag die Produktion 20 % über der von 2018. Fast alle Schweizer Windparks haben 2019 ein Rekordjahr hingelegt. Allerdings deckt der Strom, der aus den 37 Schweizer Windenergieanlagen stammt, noch nicht einmal 0.5 % unseres Stromverbrauchs.

15 % Windstromanteil in Europa
Windstrom deckt in Europa gemäss den neuesten Zahlen rund 15 % des Strombedarfs. In fast allen EU-Ländern befindet sich die Windenergie im Aufwind. Nur in der Schweiz, Slowenien und in der Slowakei liegt der Anteil der Windenergie am Stromverbrauch unter 1 %. Die Windenergie in Deutschland liefert mittlerweile über 24 % der Stromproduktion des Landes. Damit hat sie die Stromproduktion aus Braunkohle (ungefähr 19 %) und aus Atomkraft (ungefähr 13 %) zum ersten Mal überflügelt. Bei unseren Nachbarn im Norden ist die Windkraft jetzt also die Technologie, mit der am meisten Elektrizität erzeugt wird. Österreich mit 13% Windstrom 2019 strebt bis 2030 einen Anteil von über 25 % Windstrom an.

Quelle: www.suisse-eole.ch

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Der Nationale Vogelschutzbericht 2019 Deutschlands bescheinigt einigen Vogelarten, die im Rahmen von Windkraftprojekten zu betrachten sind, gute Bestandsentwicklungen. Dazu gehören Grossvogelarten wie Seeadler, Uhu und Schwarzstorch. Auch der Bestand des bekannten Rotmilans wird als „stabil“ eingestuft. Diese Arten profitieren von intensiven und meist speziell auf sie zugeschnittenen Schutzbemühungen, macht der Vogelschutzbericht deutlich. So sind beispielsweise die Seeadler-Bestände im Beobachtungszeitraum um 82% angestiegen, die des Schreiadlers um 15%.

Ein Drittel der Vogelarten sei hingegen im Bestand zurückgegangen. Betroffen seien vor allem bodennah lebende Vögel wie Kiebitz und Rebhuhn. Diese Entwicklung sei wesentlich auf die Intensivierung der Landwirtschaft, die Qualität von Wiesen und Weiden und den Rückgang des Nahrungsangebots zurückzuführen.

Windenergiebranche nimmt Natur- und Artenschutz ernst

Natur- und Artenschutz sind auch in Deutschland für die Windenergiebranche ein grosses Anliegen. Im Planungsprozess werden besonders wertvolle Flächen für den Natur- und Artenschutz ausgenommen. Auf den verbleibenden möglichen Vorhabengebieten werden durch faunistische Untersuchungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen potenzielle Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz identifiziert und im weiteren Planungsprozess entsprechend minimiert. Mit Kompensations- und Aufforstungsmassnahmen werden die

Quelle und detailliertere Statistiken: www.suisse-eole.ch
Nationaler Vogelschutzbericht 2019

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© BWE/Jens Meier

Das Orkantief „Sabine“ ist abgezogen und hat in Deutschland der Windenergie einen neuen Einspeiserekord beschert: Nach Angaben des Netzbetreibers Tennet wurden zeitweise bundesweit 43.7 Gigawatt ins Netz eingespeist. In dieser Zeit deckte die Windenergie fast 75 Prozent des deutschen Strombedarfs ab. Das Netz hielt trotz der erhöhten Beanspruchung, verursacht durch die hohen Einspeisemengen, problemlos stand.

Beflügelt durch den Wintersturm liegt die Windenergie im Februar 2020 bisher bei einem Anteil von 43% der Nettostromerzeugung in Deutschland, zeigen Daten des Fraunhofer ISE. Das entspricht der gemeinsamen Nettostromerzeugung aller deutschen Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Atomkraftwerke im selben Zeitraum.

Keine Netzprobleme trotz hoher Einspeisung
«Die Einspeisung der Windenergie schreitet in den letzten Jahren von Rekord zu Rekord. Wichtig ist dabei, dass auch die Systemintegration problemlos funktioniert. Die wenigen Stromausfälle während des aktuellen Orkantiefs sind nicht auf die Windenergie zurückzuführen, sondern darauf, dass umherfliegende Gegenstände oder umgestürzte Bäume Umspannwerke oder Leitungen beschädigt haben. Die vergangenen Tage beweisen eindrucksvoll: Das Netz kann mit deutlich mehr erneuerbaren Energien umgehen. Um auch in Zukunft das volle Potenzial unserer Technologie ausnutzen zu können, brauchen wir einen schnellen Einstieg in Speicherlösungen und Direktbelieferungsoptionen für flexible Industrie- und Gewerbekunden», kommentierte Hermann Albers, Präsident des Deutschen Bundesverbandes WindEnergie.

Quelle: www.suisse-eole.ch

 

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Der zweite positive Gerichtsentscheid für die Schweizer Windenergie innerhalb von weniger als fünf Wochen: Nachdem der Windpark EolJorat secteur Sud Ende September grünes Licht erhalten hatte, sprach

sich das waadtländische Kantonsgericht nun auch für den Windpark Sur Grati aus. Dieser soll gemäss dem Entwickler Strom für etwa 11‘000 Haushalte liefern und wird von VOénergies mit Unterstützung der Gemeinden Premier, Vaulion und Vallorbe getragen. Er wird etwa 75 Prozent des Stromverbrauchs der Gemeinden decken.

Auch Lionel Perret, Leiter von Suisse Eole in der Romandie, freut sich über die Anerkennung der nationalen Interessen, führt aber die positiven Gerichtsentscheide auch auf Eigenleistung zurück: «Dieser zweite positive Gerichtsentscheid innerhalb von weniger als fünf Wochen gründet auf den seriösen Studien, die von unserer Branche erstellt wurden, und auf dem nationalen Interesse an der Windenergie. Mit ihrer Entscheidung für die Windparks Sur Grati und EolJorat Sud zeigen die Gerichte, dass sie beginnen, die Windtechnologie und das damit verbundene Potenzial zu erkennen.» Isabelle Chevalley, Präsidentin der Suisse Eole, betont die Rolle der Windenergie für die Schweizer Stromversorgung: «Mit den Windparks Sur Grati und EolJorat Sud und ihren insgesamt 14 Windrädern kann ein Teil des Schweizer Windenergiepotenzials genutzt werden. Windenergie ist eine Komponente im erneuerbaren Schweizer Energiemix, die mit ihrer hohen Stromproduktion in den Wintermonaten eine saubere und sichere Stromversorgung gewährleistet.»

Quelle: Erneuerbare Energien, Heft 6, Dez. 2019

 

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Von März bis September 2019 war in Deutschland die monatliche Stromerzeugung von Solarstromanlagen höher als die von Steinkohlekraftwerken. Das haben Wissenschaftler des Fraunhofer ISE in ihrer Jahresbilanz ermittelt.

Die Windkraft produzierte 2019 rund 127 Terawattstunden (15,7 Prozent mehr) und war damit erstmals die stärkste Energiequelle in Deutschland. In acht Monaten übertraf die Windstromproduktion die Erzeugung aus Braunkohle und in allen zwölf Monaten lag die Windenergie vor der Kernenergie. Gemeinsam produzierten Wind- und Solarenergieanlagen 2019 rund 173 Terawattstunden. Das Verhältnis zwischen Solar- und Windenergieanlagen ist weiterhin unausgewogen: Allerdings: Ende 2019 fehlten über 15 Gigawatt installierter Solarleistung zu einem optimalen Verhältnis Wind- Solar, kommentiert das Fraunhofer ISE.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix, der aus Deutschlands Steckdosen kommt (Nettostromerzeugung), hat sich von 40,6 Prozent auf 46 Prozent erhöht. Damit liegen er erstmals in der Summe vor den fossilen Energieträgern (40 Prozent). In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen rund 237 Terawattstunden (sieben Prozent mehr) und lagen damit vor den fossilen Energiequellen (207 Terawattstunden). Die Kernenergie ist nach der ISE-Bewertung weder Ökoenergie noch fossile Energie.

Quelle: www.photovoltaik.eu
© Grafik ISE

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Die Anmeldung zur Nationalen Windenergietagung 2020 in Bern ist ab Ende Januar möglich. Bild: D. Knuchel

VERSCHOBEN AUF DEN 18. SEPTEMBER

Am Mittwoch, den 25. März 2020, findet am Nachmittag in Bern die Windenergietagung 2020 von Suisse Eole statt. Unter anderem wird der Masterplan Windenergie 2050 vorgestellt. Er zeigt, wie die Schweiz dank der Windenergie ihre Importabhängigkeit trotz der Elektrifizierung des Wärmebereichs und der Mobilität senken kann.

Im August 2019 hat der Bundesrat bekannt gegeben, dass die Schweiz ab 2050 unter dem Strich kein CO2 mehr ausstossen soll. Das ist sowohl technisch wie auch praktisch machbar, wenn die Potenziale aller erneuerbaren Energien genutzt werden. Von Frühling bis Herbst wird die Solarenergie neben der Wasserkraft zur Hauptakteurin. Vom Herbst bis in den Frühling ist die Windenergie unser wichtigster Trumpf für eine CO2-freie, einheimische und sichere Versorgung mit Winterstrom.

Masterplan Windenergie 2050
Wird ihr Potenzial intelligent genutzt, trägt die Windenergie dazu bei, auch den Bedarf an Stromimporten im Vergleich zu heute zu senken. Wie das geht, zeigt der Masterplan Windenergie 2050, den Suisse Eole am 25. März 2020 vorstellen wird.

Während die Waadt und die Jurahöhen für ihr hohes Windpotenzial bekannt sind, werden andere Regionen oft vergessen: Serge Boschung, Dienstleiter des Amts für Energie des Kantons Freiburg, wird die vom Kanton ausgewählten Windprojekte vorstellen, der ebenfalls ein hohes Windpotenzial aufweist.

Zudem nimmt Sie Sara Barber, Programmleitern Windenergie an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil, auf eine Windenergie-Zeitreise mit: Sie wird uns darlegen, wie grosse der Unterschied zwischen der Produktivität der ersten Windenergieanlagen von 1996 und der der neuen Anlagen von 2016 besteht, die nun schon seit drei Jahren Windstrom produzieren.

Einen weiteren Leckerbissen wird uns Rolf Wüstenhagen vom Institut für Wirtschaft und Ökologie der HSG präsentieren: Er hat die Vernehmlassung zum Windpark Honegg-Oberfeld analysiert und dabei Erstaunliches festgestellt.

Neben einem Referat von Jurascic, einer Bürgerbeteiligungsgesellschaft aus dem französischen Jura, die nach einer ersten Windenergieanlage noch weitere Projekte im Köcher hat, wollen wir auch dem Vortrag eines Wind-Falkners aus Deutschland (angefragt) lauschen, der mit Nistkästen für Falken an Windenergieanlagen schon seit vielen Jahren positive Erfahrungen macht.

Nationale Windenergietagung 2020

Quelle: suisse-eole.ch

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Die LKW haben als Aktionärin der Repartner Produktions AG den Windpark in Lübbenau (D) erweitert. Die neue Windturbine verfügt über eine Leistung von 3,45 Megawatt und ist Anfang Dezember ans Netz gegangen. Sie produziert im Jahr voraussichtlich rund 10,7 Gigawattstunden Strom. Mit dieser Strommenge können 1000 Elektroautos je 50 000 Kilometer weit fahren.

Bericht im Liechtensteiner Vaterland vom 13. Dezember 2019

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Der Kanton Waadt hat den Teilnutzungsplan des Windparks Bel Coster genehmigt, ein Projekt von Alpiq, das in Zusammenarbeit mit den Standortgemeinden entwickelt wurde.

Der Kanton Waadt hat den Teilnutzungsplan und die dazugehörenden Verfahren genehmigt. Damit bestätigt der Kanton die Landnutzungsänderung für den neun Anlagen umfassenden Windpark mit einer Leistung von je 3 bis 4 MW. Als nächster Schritt wird das Baugesuch für das Projekt vorbereitet. Der Park, dessen Planung vor 11 Jahren in Angriff genommen wurde, könnte den Stromverbrauch der Bewohnenden des Bezirks Jura-Nord vaudois decken.

Neue Windmessungen, die zwei Jahre lang durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass eine höhere Stromproduktion erwartet werden kann, als nach der ersten Windmessung angenommen wurde. Je nach installiertem Anlagentyp wird der Windpark jährlich zwischen 65 und 90 Mio. kWh sauberen Strom produzieren.

Quelle: suisse-eole.ch

Weitere Informationen in französischer Sprache: www.belcoster.ch

 

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Am 2. November 2019 stammten 24% der Elektrizität im europäischen Stromnetz von Windenergieanlagen. Das ist zwar kein Rekord, zeigt aber, dass die Windenergie im Winter ihren grössten Trumpf ausspielt: Rund zwei Drittel der Stromproduktion von Windenergieanlagen fallen im Winter an, dann wenn ganz Europa mehr Heizenergie braucht.

In folgenden Ländern lag der Windenergieanteil etwas unter oder gar deutlich über 50%: Portugal (66%), Spanien (54%), Deutschland (51%), Irland (47%), Dänemark (46%). In folgenden Ländern wurden über 20% Windstrom erreicht: Belgien (29%), Rumänien (28%), Litauen (24%), Grossbritannien (22%), Frankreich (20%). In der Schweiz waren es unter 1%.

Während im Winter die Wasserkraft- und Solarkraftwerke deutlich weniger produzieren, können Konsumentinnen und Konsumenten auf erneuerbaren Strom aus Windkraftwerken zählen, die im Winter mit rund zwei Dritteln der Produktion den Löwenanteil ihrer Produktion liefern. Übrigens: Wird ein Gebäude mit einer Wärmepumpe geheizt, so generiert diese mit einer Kilowattstunde Strom für Antrieb und Pumpe bis zu 4 Kilowattstunden Wärme.

Aktuelle Produktionsdaten der Windenergieanlagen in Europa auf der Homepage von Wind Europe

Text: Suisse Eole, Quelle: Wind Europe

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Die Windenergieanlage Calandawind eingangs Chur. © Calandawind

Das Verwaltungsgericht des Kantons Waadt hat zwei Rekurse gegen den Nutzungsplan des Windparks «EolJorat secteur Sud» abgewiesen, der den Bau von acht Windenergieanlagen auf dem Gemeindeboden von Lausanne vorsieht. «Es handelt sich bereits um den vierten Gerichtsentscheid zu Gunsten der Windenergie innerhalb Jahresfrist», freut sich Isabelle Chevalley, Präsidentin von Suisse Eole und nationale Beraterin: «Im September sprach sich das solothurnische Kantonsgericht für den Windpark Grenchenberg aus und im November 2018 wiesen die Kantonsgerichte die Rekurse gegen die Windparks auf dem Gotthard und in Sainte-Croix ab.» Das stadtnahe Windparkprojekt EolJorat Sud, das vom Lausanner Unternehmen SI-REN für die Stadt Lausanne entwickelt wurde, würde Strom für 15’000 bis 20’000 Lausanner Haushalte liefern.

Interessenabwägung für die erneuerbaren Energien
Das Kantonsgericht hat die von den Projektentwicklern, den mit den verschiedenen Studien beauftragten Fachleuten und den Lausanner Gemeindebehörden geleistete Arbeit sowie die Einschätzungen durch die Waadtländer Kantonsbehörden bestätigt. Nach Ansicht des Gerichts ist das Windparkprojekt EolJorat mit den Vorschriften im Bereich Umwelt, Natur und Landschaft vereinbar und steht im Einklang mit der Strategie. Bei der vom Gericht durchgeführten Interessensabwägung wurde das Windenergieprojekt höher gewichtet.

Allerdings hat eine Vereinigung von Privatleuten in Aussicht gestellt, die Angelegenheit ans Bundesgericht weiterzuziehen.

Die Schweiz im Rückstand
«Windenergie ist prädestiniert, den Strommix in der Schweiz noch nachhaltiger zu gestalten», erklärt Isabelle Chevalley. «Sie könnte die Solarenergie und die Wasserkraft bestens ergänzen, denn Windenergieanlagen liefern den Löwenanteil der Energie im Winter, wenn Sonne und Wasserkraft am wenigsten produzieren, der Bedarf aber am höchsten ist!» Es ist höchste Zeit, dass sich auch die Schweiz ihr Windenergiepotenzial nutzt: In den Nachbarregionen der Schweiz sind insgesamt über 10‘000 Windenergieanlagen installiert, während in der Schweiz nur 37 Anlagen Strom produzieren!»

Quelle: www.suisse-eole.ch

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Diese Sommer verkündete der Tessiner Energieversorger Azienda Elettrica Ticinese (AET) den Baubeginn für den Windpark auf dem Gotthard, dessen fünf Windenergieanlagen voraussichtlich ab Mitte 2020 Strom für rund 5700 Haushalte liefern werden: «Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung», erklärt Reto Rigassi, Geschäftsführer von Suisse Eole. «Denn in Sachen Windenergie hat die Schweiz verglichen mit unseren Nachbarn noch viel Nachholbedarf. » In den Nachbarregionen der Schweiz herum sind insgesamt mehr als 10‘000 Windenergieanlagen installiert. Es sei höchste Zeit, dass die Schweiz den Rückstand aufhole.

«Mit rund 100 Windparks mit je 5 bis 10 Anlagen könnte die Windenergie in der Schweiz bis 2050 rund 10 % des Strombedarfs decken», führt Reto Rigassi aus. Das entspricht rund 3000 MW installierter Leistung. Damit würde die Schweiz ein Windenergie-Niveau erzielen, das einige angrenzende Regionen zum Teil schon heute erreicht haben.

Die Anlagen werden auf dem Gotthardpass auf 2130 m.ü.M. gebaut. Dass dies funktioniert, zeigen die vier Windenergieanlagen auf dem Gütsch, die auf 2332 m.ü.M. oberhalb Andermatt stehen: Die älteste der vier Anlagen produziert schon seit 15 Jahren verlässlich Strom, die zweite und dritte seit 2010 und die vierte seit 2012.

Der Gotthard gehört zu den wenigen Orten im Tessin, die sich für die Installation eines Windparks eignen: Einerseits weht der Wind ausreichend, zudem besteht die nötige Strominfrastruktur bereits. AET baut gemeinsam mit SIG, den Industriellen Werken von Genf, fünf Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 11.75 MW. Die jährliche Produktion wird rund 20 Mio. kWh betragen.

Mit dem Gotthard-Windpark und den anderen Windparks, die sich zurzeit in Planung oder bereits im Genehmigungsverfahren befinden, könnte die Windenergie innerhalb kurzer Zeit einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung im Winter leisten gemäss Suisse Éole. «Windenergie ist dazu prädestiniert, um den Strommix in der Schweiz noch nachhaltiger zu gestalten», weiss Reto Rigassi. «Sie könnte die Solarenergie und die Wasserkraft bestens ergänzen, denn Windenergieanlagen liefern den Löwenanteil der Energie im Winter, wenn Sonne- und Wasserkraft am wenigsten produzieren, der Bedarf aber am höchsten ist!»

Quelle: www.suisse-eole.ch

In den Nachbarregionen der Schweiz herum sind insgesamt mehr als 10‘000 Windenergieanlagen installiert

Region/Land Fläche Installierte Leistung
Österreich 83‘879 km² 3241 MW
Bayern (D) 70’550 km² 2521 MW
Baden-Würtemberg (D) 35’751 km² 1519 MW
Rheinland-Pfalz (D) 19’847 km² 3589 MW
Saarland (D) 2’570 km² 476 MW
Grand-Est (F) 57’433 km² 3102 MW
Bourgogne-Franche-Comté 47’784 km² 640 MW
Auvergne-Rhône-Alpes 69’711 km² 500 MW
Schweiz 41’285 km² 75 MW

(Quelle: Suisse Éole)

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Für jede Region in Europa – ausser für Liechtenstein – wurde das Potenzial erneuerbarer Energien und der Strombedarf ermittelt. © IASS

Das Potenzial von Wind- und Sonnenenergie ist gross genug, um Europa regional zu hundert Prozent mit erneuerbarer Elektrizität zu versorgen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS). Die Studie kommt zum Ergebnis, dass auf regionaler oder lokaler Ebene die Selbstversorgung mit ausschliesslich regenerativem Strom in vielen Fällen rechnerisch möglich ist. Bestimmte Ballungsräume haben es allerdings schwer, dort wird viel Land angrenzender Regionen gebraucht.

Die Möglichkeit zur autarken, regenerativen Stromversorgung setzt voraus, dass genügend Flächen zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen. Die Wissenschaftler stellten sich daher die Frage, in welchen Teilen von Europa das der Fall ist? Dafür untersuchten sie die nutzbaren Flächen und die darauf gewinnbare Menge an erneuerbarem Strom auf kontinentaler, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene.

Die Autoren vom IASS und der ETH Zürich unter Leitung von Johan Lilliestam ermittelten einerseits das technische Potenzial der Dach- und Freiflächen-Photovoltaik sowie der On- und Offshore-Windkraftanlagen durch eine Analyse der Verfügbarkeit und Zulässigkeit von Landflächen. Dafür berücksichtigten sie die aktuelle Landbedeckung und Landnutzung durch Siedlungen oder Agrarflächen und es flossen Höhenlagen und lokale klimatische Bedingungen mit ein, die begrenzende Faktoren für eine Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sein können. Sie bestimmten so die Menge an Elektrizität, die unter Berücksichtigung technischer Aspekte erzeugt werden kann.

Eine nachhaltige und sozial verträgliche Stromerzeugung wird allerdings das technische Potenzial nicht komplett ausschöpfen können. Deshalb zogen die Wissenschaftler gewisse Flächen ab: In Naturschutzgebieten zum Beispiel werden keine technischen Anlagen errichtet und auf Ackerland nur solche, die die Agrarwirtschaft nicht verhindern. Als Referenzgrösse für den angenommenen Bedarf wurden die Stromverbrauchszahlen des Jahres 2017 verwendet.

Übereinstimmend mit früheren Analysen konnten die Autoren belegen, dass das technisch-soziale Potenzial von erneuerbarem Strom grösser ist als die Nachfrage auf kontinentaler und nationaler Ebene. Um eine Stromautarkie ebenso auf subnationaler Ebene zu erreichen, müssten Regionen allerdings sehr grosse Teile oder ihr gesamtes nicht bebautes Land für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nutzen, so das Studienergebnis.

Bei Anwendung der Einschränkungen des technisch-sozialen Potenzials beträgt das Gesamtpotenzial auf kontinentaler Ebene 15.000 Terawattstunden pro Jahr, was den heutigen Strombedarf mehr als viermal übersteigt. Selbst bei strengen sozialen Zwängen, bei denen das technische Potenzial um über 90 Prozent reduziert wird, ist das Potenzial Europas für Strom aus erneuerbaren Energien immer noch hoch genug, um Stromautarkie auf kontinentaler Ebene zu erreichen.

Interaktive Karte für ganz Europa

Das Ergebnis der Studie ist an einer interaktiven Europakarte für jede europäische Region und Kommune online überprüfbar – leider fehlt genau Liechtenstein. Die Karte zeigt europaweit, welches Potential für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien jeweils besteht und ob die Region sich damit selbst versorgen kann. Die Ergebnisse zeigen, wie schwierig es ist vor allem in dicht besiedelten Metropolen wie etwa Berlin den eigenen Strombedarf durch erneuerbare Energiequellen zu decken. Allerdings verweist Autor Tim Tröndle darauf, dass auch dies machbar sei, wenn sich Metropolen mit den umliegenden Regionen zusammenschliessen. In ländlichen Regionen, oder Stadtregionen mit viel ländlichem Umland, ist Autarkie basierend auf Strom nur aus erneuerbaren Quellen möglich: selbst auf der lokalen Ebene ist das Potential in 75 Prozent der Kommunen ausreichend, um die jährliche Nachfrage zu decken.

Quelle: www.photovoltaik.eu

Interaktive Europakarte.

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Die Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie (SSES) bietet an der Olma-Messe vom 10.-20.10.2019 eine Sonderschau «Sonne + Wind». Am Mittwoch, 16. Oktober findet ein ganztägiges Forum mit spannenden Referaten statt.

In Halle 1.1 findet während der ganzen Messedauer die Sonderschau statt. Das Forum vom Mittwoch, 16. Oktober findet in der Olma-Halle 9.2 zum Thema « Dynamik der erneuerbaren Energien» statt. Dieses Forum bietet als «Sonne- und Wind-Tag» ganztägig spannende Informationen, Präsentationen und Diskussionen von Eigenverbrauchsgemeinschaften über Winterstrom und Speicher bis hin zu Mobilitätsthemen und vieles mehr.

Programm-Flyer

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© Vattenfall

Haringvliet: Vattenfall baut sein erstes Hybridkraftwerk im Süden Hollands: Windkraft und Solarenergie in Kombination mit einem grossen Batteriespeicher.

50 Kilometer südwestlich von Rotterdam entsteht gerade das erste Hybridkraftwerk des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall. Das Kraftwerk wird aus Windenergie und Photovoltaik bestehen, beide jeweils durch einen Batteriespeicher unterstützt. Die Windanlage befindet sich bereits in der Bauvorbereitung. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist für das zweite Halbjahr 2020 geplant. Insgesamt 61 Millionen Euro wird Vattenfall in das Kraftwerk stecken. Es besteht aus sechs Nordex-Windrotoren mit insgesamt 22 Megawatt Leistung, einem 30 Hektar grossen Solarpark mit 38 Megawatt und einem Batteriespeicher mit zwölf Megawatt Speicherleistung.

Die doppelte Nutzung der verfügbaren Fläche verspricht nicht nur eine erhöhte Effizienz pro Hektar, sondern Hybridanlagen wie der geplante Energiepark Haringvliet-Zuid sorgen für weniger ausgeprägte Erzeugungsspitzen, was zu insgesamt weniger Zeiten ohne Stromeinspeisung führt. Zusätzlich gleicht der leistungsstarke Speicher wetterbedingte Ertragsausfälle aus und stellt unter anderem Regelenergie für das Stromnetz bereit. Die BMW-Batterien sind in zwölf handelsüblichen Seecontainern untergebracht.

Quelle: photovoltaik.eu

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Der Wind blase in der Schweiz weniger stark als im Vorfeld der Abstimmung über das Energiegesetz 2017 behauptet. Dies stelle das Potenzial der Windkraft für die Umsetzung der Energiewende in Frage. Stimmt nicht, sagen nun die Gegner.

Neue Windmessungen ergaben, dass der Wind in der Schweiz weit weniger stark bläst als bisher errechnet. Der vom Bundesamt für Energie (BfE) herausgegebene Windatlas 2019, der auf 100 Meter genau ausweist, wie stark und kontinuierlich die Winde wehen, zeigt gegenüber seinem Vorgänger 2016 deutlich geringere Werte.  Im Mittel seien die Windgeschwindigkeiten um etwa 0,5 Meter pro Sekunde tiefer als angenommen, in vielen Gebieten gar deutlich tiefer.

Swiss Eole, die Vereinigung zur Förderung der Windenergie, relativiert dazu die Aussagekraft des neuen Atlas: «Die Windwerte weichen teilweise massiv vom realen Windaufkommen ab», sagt Geschäftsführer Reto Rigassi und wirft den Windenergie-Gegnern vor, sie nähmen den neuen Windatlas zum Anlass dafür, sorgfältig geplante Projekte und das Windenergiepotenzial generell infrage zu stellen. Damit lägen sie doppelt falsch. Der Zielwert des BfE von 4,3 Milliarden Kilowattstunden stamme von 2004, als die damalige Windkarte für weite Landesteile und besonders fürs Mittelland viel zu tiefe Windwerte angezeigt habe. Das reale Windpotenzial sei höher, teilweise auch höher als im neuen Windatlas ausgewiesen. Zudem sei man bei der Potenzialabschätzung noch von kleineren Anlagen ausgegangen, die jährlich 1 bis 2,5 Millionen Kilowattstunden produzieren. Heutige Anlagen, wie sie in der Schweiz geplant würden, seien zwischen 150 und 210 Meter hoch und produzierten mit 4 bis 6 Millionen Kilowattstunden bereits ein Mehrfaches. Und die technische Entwicklung dauere an.

Quelle und ausführlicher Artikel: NZZ vom 12. April 2019

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Die Bemühungen der Solargenossenschaft Liechtenstein um ein Windpark-Projekt auf dem Andkopf bei Balzers auf Boden der Gemeinde Fläsch sind gescheitert. In einer Meinungsumfrage vom 3. Februar 2017 haben sich knapp 2/3 der Balznerinnen und Balzner gegen weitere Untersuchungen ausgesprochen bei einer Stimmbeteiligung von knapp 81%. Damit kann die Idee eines Windkraftwerks bei Balzers nicht weiterverfolgt werden.

 

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Die Windenergie wird seit dem Altertum genutzt, um Energie aus der Umwelt für technische Zwecke verfügbar zu machen.

Heute gilt die Windenergie aufgrund ihrer weltweiten Verfügbarkeit, ihrer niedrigen Kosten sowie ihres technologischen Entwicklungsstandes als eine der vielversprechendsten regenerativen Energiequellen.  Sie spielt, auch aufgrund technologischer Fortschritte sowie der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit in vielen Märkten weltweit, eine zentrale Rolle in der Energiepolitik und den Energiestrategien in einer wachsenden Anzahl von Staaten der Erde.

Die Solargenossenschaft hat sich die Nutzung der Windkraft für Liechtenstein eingesetzt. Hier bräuchte es eine Kurzzusammenfassung über Pläne, Hoffnungen und Scheitern.

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Die Solargenossenschaft interessiert sich für die Nutzung der Windkraft – auch in Liechtenstein. 2007 organisierte sie eine Exkursion in den Jura, 2009 ins Wallis, um sich moderne Windkraftanlagen vor Ort anzusehen. Seit dem Jahr 2008 hat die Solargenossenschaft diverse Windmessungen in Liechtenstein durchgeführt. Ziel war es, eine möglichst präzise und realistische Karte des Windenergiepotentials für das Fürstentum Liechtenstein zu erstellen.

Die detaillierten Resultate der verschiedenen Windmessungen sind auf www.solargenossenschaft.li/windmessungen zu finden. An weiteren Standorten wie etwa in Vaduz oder im Steg sind geplante Windmessungen an Widerständen verschiedener Art gescheitert.

In den Jahren 2013 – 2017 wurde auf dem Andkopf bei Balzers auf Boden der Gemeinde Fläsch ein Windpark-Projekt geplant. In einer Meinungsumfrage haben sich knapp 2/3 der Balznerinnen und Balzner gegen weitere Untersuchungen ausgesprochen bei einer Stimmbeteiligung von knapp 81%. Danach konnte die Idee eines Windkraftwerks bei Balzers nicht weiterverfolgt werden.

 

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