Aussenansicht der 24-MW-Anlage für grünen Wasserstoff und Ammoniak im Industriepark Herøya, Norwegen (©Yara International).

Der Düngemittelhersteller Yara International stellt in seiner kürzlich in Betrieb genommenen 24-MW-Anlage im norwegischen Industriepark Herøya jetzt grünen Wasserstoff und Ammoniak her. Die ersten Tonnen Düngemittel aus dem kohlenstoffarmen Ammoniak, das in der Anlage produziert wird, die nach eigenen Angaben die grösste Anlage dieser Art in Europa ist, wurden bereits an die schwedische Lantmännen-Partnerschaft geliefert.

Der grüne Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser und unter Verwendung erneuerbarer Energien hergestellt und ersetzt Erdgas als Ausgangsstoff. Yara berichtet, dass das Verfahren die CO2-Emissionen des Standorts um 41.000 t/Jahr reduziert hat. Der Wasserstoff wird zur Herstellung von Ammoniak verwendet, das wiederum zur Herstellung von Düngemitteln dient und auch als Schiffskraftstoff verwendet werden kann. Ammoniak ist auch ein effizienter Energie- und Wasserstoffträger.

Hans Olav Raen, CEO von Yara Clean Ammonia, sagt: „Erneuerbares Ammoniak ist ein wichtiger Teil des Dekarbonisierungspuzzles, aber seine Entwicklung in grossem Massstab braucht Zeit. Da die Welt sich rasch dem Jahr 2030 nähert, arbeiten wir auch daran, kohlenstoffarmes Ammoniak mit CCS (Kohlenstoffabscheidung und –speicherung) zu produzieren, um die Wasserstoffwirtschaft zu ermöglichen und die aufstrebenden Märkte für emissionsarmes Ammoniak zu entwickeln».

Quelle: knowledge.energyinst.org

News teilen:

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windstrom im GPJoule-Projekt eFarm brachte auch den deutschen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Landesenergiewendeminister Jan Philipp Albrecht zur Einweihung ins nordfriesische Bosbüll. Der beim Pilotprojekt eFarm eingesetzte Elektrolyseur ist das Ergebnis von 20 Jahren Forschung und Entwicklung der Wasserstoffexperten bei H-Tec Systems, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Die hochflexiblen Elektrolyseure seien perfekt für die dynamische Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom, so Ove Petersen, CEO der Unternehmensgruppe GP Joule und Initiator des Projekts eFarm.Die Containerlösung der Elektrolyseure überzeuge ebenso wie das Preis-Leistungs-Verhältnis, welches zu minimalen Wasserstoff-Produktionskosten führe. Das Verbundprojekt eFarm wird insgesamt fünf Elektrolyseure einsetzen, die aus Trinkwasser und Strom jeweils bis zu 100 kg Wasserstoff am Tag gewinnen können, bei einer Nominallast von je 225 kW. Das Mobilitätsprojekt eFarm wird künftig über zwei Tankstellen dem öffentlichen Nahverkehr und auch dem Individualverkehr Wasserstoff zur Verfügung stellen. «Die hier produzierte hohe Wasserstoffqualität ist ohne weitere Veredelung zum Betrieb von Brennstoffzellen-Fahrzeugen geeignet», erklärt Heinrich Gärtner, Geschäftsführer H-Tec. Die Abwärme aus dem Elektrolyseprozess wird ebenfalls genutzt. Sie fliesst bei eFarm in die regionale
Wärmeversorgung der Industrie und privater Haushalte. Damit erreicht das Gesamtsystem eine Effizienz von bis zu 95 Prozent.

Quelle: Erneuerbare Energien, Nr. 5/2020

News teilen:

Inwieweit kann ein Wasserstoff-Elektrolyseur dem Erzeugungsprofil einer Photovoltaik-Anlage folgen, um letztlich die Überlastung der Netze zu reduzieren? Diese Frage wollen BayWa und der niederländische Netzbetreiber Alliander im Pilotprojekt SinneWetterstof klären. Dabei geht es um den Betrieb des Wasserstoff-Pilotprojekts.

Dieses Projekt wird voraussichtlich Ende 2021 betriebsbereit sein und wird Energie aus dem angrenzenden 50-MW-Solarpark beziehen. So kann die Elektrolyse von Wasser grünen Wasserstoff als speicherbare Energieform bereitstellen. Dabei wird untersucht, wie die lokale und flexible Last eines Elektrolyseurs genutzt werden kann, um Netzüberlastungen zu reduzieren und die Notwendigkeit des Netzausbaus für neue Solar- oder Windkraftanlagen zu minimieren.

«Das Pilotprojekt in Oosterwolde bietet uns die Möglichkeit, Erfahrungen mit der Anwendung eines Elektrolyseurs hinsichtlich Steuerung, Regelbarkeit und Sicherheit zu sammeln. Wir wollen auch untersuchen, wie die gesamte Wasserstoffkette funktioniert, welche Vereinbarungen mit den Beteiligten getroffen werden müssen und welche Gesetze und Vorschriften notwendig sind», erklärt Ben Tubben, Projektleiter bei Alliander.

Quelle: www.solarserver.de

News teilen:

Die Deutsche Bahn will die Wasserstoff-Logistik vorantreiben und das Gas mittelfristig auch als Kraftstoff nutzen. Eine Studie zeigt, dass es bisher vor allem an den entsprechenden Transport-Druckbehältern fehlt.

Die Deutsche Bahn will offensichtlich ins Wasserstoffgeschäft einsteigen. Das Unternehmen hat zum Thema Wasserstoff-Logistik eine Studie im Auftrag der Landesenergieagentur Hessen (LEA) durchgeführt. Wie die Bahn mitteilte, zeigen diese Ergebnisse nun, dass der potenziell grüne Energieträger Wasserstoff äußerst umweltfreundlich und in deutlich größeren Mengen mit der Bahn als auf der Straße befördert werden könne.

Bislang fehle es jedoch im Schienenverkehr an geeigneten Transportbehältern. Um die Belieferung neu entstehender Wasserstofftankstellen von der Schiene aus zu einer wirtschaftlich interessanten Option zu machen, empfehlen die Verfasser der Studie ein Pilotprojekt. Ziel soll der klimafreundliche Transport von Wasserstoff auf der Schiene im Regelbetrieb sein.

Ersatz für Diesel

«Wir bei DB Energie nehmen diese Studie zum Anlass, den Aufbau einer Wasserstoff-Logistik auf der Schiene voranzutreiben. Perspektivisch wird Wasserstoff auch als Dieselersatz bei der Bahn immer interessanter», sagteTorsten Schein, Geschäftsführer der DB Energie: «Auf lange Sicht kann die gesamte Kette von der Erzeugung des Wasserstoffs bis hin zum Verbraucher komplett CO2-frei werden».

Der Transport von Wasserstoff über die Straße sei dagegen keine wirklich nachhaltige Lösung. Man sehe den Transport über die Bahn als zukunftsweisend an, besonders dann, wenn künftig auch noch Brennstoffzellenzüge dazukämen.

Im Ergebnis könne der Schienentransport unter ähnlichen Voraussetzungen und der aktuellen Gesetzeslage im Vergleich zum Transport über die Straße geringfügig günstiger sein. Damit besitze er zusätzlich zum umweltfreundlicheren Transport einen wirtschaftlichen Vorteil. Außerdem reduzierte dies Lärm und Feinstaub.

Quelle: www.solarserver.de

Studie «Potenzialbeschreibung Wasserstofftransport über das Schienennetz»

 

 

 

News teilen:

© Gottfried Rier, GKN Powder Metallurgy

In Südtirol entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts ein energieautarkes Wohnhaus in Form eines autonomen Kreislaufs mit Eigenproduktion und Selbstversorgung das ganze Jahr hindurch. «Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsentwicklung der ‚Green Region Südtirol‘», betonte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Eröffnung.

Die Energie aus Wasserkraft wird in Form von Wasserstoff gespeichert, um den übers Jahr benötigten Verbrauch sicherzustellen. Das Energie-Management-System beinhaltet eine einzigartige, innovative H2-Speichertechnologie in Metallpulver. Herausforderung sind vor allem auch die klimatischen Bedingungen auf dieser Meereshöhe im hintersten Ahrntal mit besonders kalten Wintern und dadurch erhöhten Energiebedarf.

Energie-Management-System

Durch ein neuartiges, flexibles Energie-Management-System können die Spitzen zwischen Produktion und Verbrauch – die bei regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser oder Sonne üblich sind – ausgeglichen und die Energie das ganze Jahr hindurch gespeichert und flexibel abgerufen werden. Das System besteht aus der Produktion von Wasserstoff über Elektrolyse durch die Energie, die über eine Turbine (Wasserkraft) gewonnen wird. Der gewonnene Wasserstoff wird über die neue H2-Speichertechnologie in Metallpulver gespeichert und bei Bedarf über eine Brennstoffzelle wieder in Elektrizität umgewandelt, sobald Energie benötigt wird. Das System ist auch für die Anwendung als Notstromversorgung ideal einsetzbar.

Quelle: www.suedtirolnews.it

News teilen:

Der Genehmigungsprozess für Planung und Bau von Wasserstoff-Tankstellen ist noch sehr unübersichtlich, da Erfahrungen weitgehend fehlen. Um hier Klarheit zu schaffen, erarbeitete die Empa zusammen mit verschiedenen Stellen einen Genehmigungsleitfaden für Tankstellenbauer, Behörden und Fachstellen – und ebnet so den Weg für ein schweizweites Wasserstoff-Tankstellennetz.

«Für eine Mobilität ohne fossile Energieträger gilt Wasserstoff als vielversprechende Lösung. Was indes noch fehlt, ist ein flächendeckendes Tankstellennetz», schreibt die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Zwei Wasserstoff-Tankstellen für Personenwagen gibt es zurzeit in der Schweiz. Eine davon steht im Mobilitätsdemonstrator «move» bei der Empa in Dübendorf, die andere in Hunzenschwil im Kanton Aargau. Beide Tankstellen sind im Rahmen einer Kooperation zwischen der Empa, dem Bundesamt für Energie (BFE), «H2 Energy» und Hyundai entstanden. «Beim Aufbau dieser ersten Wasserstoff-Tankstellen in der Schweiz hat sich gezeigt, dass der Genehmigungsprozess und das Zusammentragen der relevanten rechtlichen Bestimmungen sowohl für Tankstellenplaner als auch für die Behörden eine Herausforderung sind», sagt Christian Bach, Leiter der Empa-Abteilung «Fahrzeugantriebssysteme».

Aus diesem Grund haben Bach und sein Team zusammen mit betroffenen Fachstellen und Behörden einen Leitfaden zum Bau von Wasserstoff-Tankstellen erarbeitet. Damit sollen Tankstellenbauer und Behörden eine Hilfestellung haben, was die Planung und den Aufbau von Wasserstoff-Tankstellen vereinfache. Wasserstoff sei auch ein zentrales Element für die neue Energiestrategie, denn er biete die Möglichkeit, temporär überschüssigen Strom aus Wasserkraftwerken oder Solarstromanlagen – der im Sommerhalbjahr in grossen Mengen anfällt – in andere Energiesektoren wie die Mobilität zu übertragen, schreibt die Empa. Mittels Elektrolyse wird dieser Strom in Wasserstoff umgewandelt und steht dann für die Betankung von Brennstoffzellenfahrzeugen zur Verfügung; gleichzeitig ist dies die erste Stufe der sogenannten «Power-to-Gas»-Technologie.

Quelle: www.admin.ch

 

News teilen:

Die Städte Friedrichshafen und Konstanz bewerben sich mit dem Programm „HyExperts“ gemeinsam mit zehn weiteren Projektpartnern beim Bundesministerium für Verkehr- und digitale Infrastruktur darum, eine von fünf Modellregionen für Wasserstoff in Deutschland zu werden. Die industriellen und kommunalen Projektpartner sorgen zu Wasser, zu Land und in der Luft für Mobilität, für die sich die Nutzung von Wasserstoff eignet: Im Strassenverkehr, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in der Schifffahrt sowie in der Luftfahrt ab dem „Bodensee-Airport“ oder sogar in der Raumfahrt könne Wasserstoff eingesetzt werden. Eine Verwendung durch die Energieversorger sei ebenfalls denkbar. Die Hochschulen und Forschungsinstitute der Region haben zudem ein grosses Interesse an einer wissenschaftlichen Begleitung der technologischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzung mit Wasserstoff.

Oberbürgermeister Uli Burchardt ist überzeugt: «Das Engagement der Partner für den Ausbau einer Wasserstoff-Infrastruktur zeugt von vorausschauendem Denken. Das Potential von Wasserstoff, seine Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung wurde durch die Partner erkannt – denn Wasserstofftechnologien sind ein wichtiger Baustein für Klimaneutralität und Klimaschutz. Mit Wasserstoff sind Klima und Mobilität nicht im Widerspruch, sondern im Einklang». Die Entscheidung über eine Förderung wird Ende 2019/Anfang 2020 erwartet.

Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat den Wettbewerb ausgeschrieben, um die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte zu identifizieren. Der Fokus liegt auf der regionalen Integration und systemischen Vernetzung der Projekte, welche eine hohe Wertschöpfung in Deutschland erwarten lassen.

Quellen:
www.konstanz.de
www.energie-fuer-immer.jetzt

News teilen:

E-Autos mit Batterien haben auch Nachteile. Ihre Ökobilanz verschlechtert sich massiv, wenn die CO2-Emissionen bei der Batterieproduktion einberechnet werden. Grosse Batterien sind auch wegen der Verwendung gewisser Rohstoffe und wegen ihrer Umweltbelastung problematisch. Kobalt ist ein Schlüsselrohstoff für die Herstellung von Batterie-Akkus. Umweltnetz-Schweiz.ch schreibt: «64 Prozent des weltweit geförderten Kobalts stammt aus dem Kongo. Dort schürfen die Arbeiter unter miserablen, teils menschenunwürdigen Bedingungen in Bergwerken und Minen, die oft minimalste Sicherheitsvorrichtungen nicht gewährleisten und massiv zur Umweltverschmutzung der Gegend beitragen».

In einem Bericht des Werdenberger & Obertoggenburger sagt Christian Bach, Antriebsexperte bei der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA deshalb: «Dass sich Elektroautos mit grossen Batterien wie Tesla ¬ Co. durchsetzen werden, ist nicht sicher».

Eine mögliche Alternative sind Wasserstoff-betriebene Autos, die den Wasserstoff mit einer Brennstoffzelle in elektrischen Strom umwandeln. Für den Personenwagenverkehr sei diese Technologie derzeit noch zu teuer und die Rahmenbedingungen müssten zuerst geschaffen werden, so Bach. Für den Lastwagenverkehr sei Wasserstoff dank Gebührenbefreiung bereits heute konkurrenzfähig.

Zum Bericht.

News teilen: