Foto: BMW.

E.ON und BMW starten das erste kommerzielle Vehicle-to-Grid-Angebot in Deutschland. Damit wird bidirektionales Laden möglich, Elektroautos werden zu Energiespeichern.

E.ON und BMW bringen jetzt ein Angebot für privates bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid, V2G) auf den Markt. Damit können neue Elektrofahrzeuge von E.ON-Kunden nicht nur Strom beziehen, sondern diesen auch wieder ins Stromnetz zurückspeisen – und dabei aktiv zur Energiewende beitragen.

Das Produktpaket besteht aus der BMW Wallbox Professional, dem E.ON-Stromtarif „E.ON ÖkoStrom Home & Drive V2G“ inklusive Einspeisevertrag sowie einem intelligenten Messsystem (Smart Meter). Über eine automatisierte Steuerung, die gemeinsam von BMW und E.ON entwickelt wurde, wird das Laden und Entladen effizient und nutzerfreundlich gesteuert. (iwr.de)

Geld für jede Stunde an der Steckdose – auch wenn kein Strom fliesst

Ein zentraler Vorteil für Fahrzeughalterinnen und -halter ist der finanzielle Bonus: Für jede Stunde, in der das Auto mit aktivierter V2G-Funktion an der Wallbox angeschlossen ist, gibt es eine Vergütung von 24 Cent, unabhängig davon, ob Strom tatsächlich ins Netz fliesst. Pro Monat können so bis zu 60 Euro, pro Jahr sogar 720 Euro Bonus erreicht werden – ausreichend, um rechnerisch bis zu 14 000 km Fahrleistung zu „neutralisieren“. Jede effektiv ins Netz eingespeiste Kilowattstunde wird zusätzlich extra vergütet.

Mit der My BMW App behalten Nutzerinnen und Nutzer stets die volle Kontrolle über Ladezustand, Ziele und Bonusstatus. Intelligente Schutzfunktionen gewährleisten, dass die Batterie im optimalen Bereich für eine lange Lebensdauer betrieben wird. (Photon)

Das öffentliche Netz stabilisieren

Elektroautos werden damit erstmals im grossen Stil zu mobilen Stromspeichern, die das öffentliche Netz stabilisieren, Schwankungen ausgleichen und erneuerbare Energien sinnvoll integrieren können. Die Integration von Fahrzeugen in das Energiesystem bedeutet nicht nur eine technische Innovation, sondern auch echte Vorteile für Privatkunden – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. (Interreg Central Europe)

Quelle: solarserver.de

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Der Deutsche Bundestag hat mit der kürzlich verabschiedeten Novelle des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) einen entscheidenden Schritt für das bidirektionale Laden gemacht: Ab dem 1. Januar 2026 wird rückgespeister Strom aus E-Autobatterien nicht mehr doppelt mit Netzentgelten belastet. Damit entfällt die bisherige Hürde, die eine wirtschaftliche Nutzung der sogenannten Vehicle-to-Grid (V2G) praktisch verhindert hat — E-Autos werden fortan regulatorisch wie andere Stromspeicher behandelt.

Dank dieser Entscheidung kann Deutschland das bislang ungenutzte Speicherpotenzial von Millionen Elektrofahrzeugen für das Stromnetz nutzbar machen. Laut Expert:innen entspricht das bei realistischer Anschlussquote einer dezentralen Speicherkapazität von 3,3 bis 5,0 GWh — das ist die Grössenordnung eines Grosskraftwerks. So können E-Autos künftig überschüssige erneuerbare Energie aufnehmen und bei Bedarf ins Netz zurückspeisen

Neben der Gesetzesänderung wird auch die technische Infrastruktur angepasst: Ab dem 1. April 2026 treten neue Marktregeln (MiSpeL) der Bundesnetzagentur in Kraft, die V2G technisch und regulatorisch vereinfachen, z. B. ohne zweiten Stromzähler und mit vereinfachter Mess- und Abrechnungslogik. Die Umsetzung durch Netzbetreiber dürfte je nach Grösse 6 bis 12 Monate in Anspruch nehmen — der Praxiseinstieg in den breiten Markt erfolgt also schrittweise.

Dieser Beschluss markiert nicht nur einen Meilenstein für E-Mobilität, sondern könnte das Rückgrat einer neuen Energieinfrastruktur werden: E-Autos verlieren ihre reine Rolle als Verkehrsmittel und werden zu verteilten, flexiblen Stromspeichern – ein gewaltiger Schritt hin zu einem stabileren, klimafreundlicheren und effizienteren Stromnetz in Zeiten erneuerbarer Energie.

solarserver.de

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Eigenverbrauch ist einer der Schlüsselfaktoren für eine rentable PV-Anlage (Foto: Hasler Solar AG)

Zur LieWo-Vorschau auf diesen Anlass (LieWo 7.12.25, S. 20).

Am Mittwoch, 10. Dezember 2025, um 19 Uhr, lädt die Solargenossenschaft in den Rathaussaal Vaduz zu einem öffentlichen Vortragsabend ein. Unter dem Titel «Sonnenstrom clever nutzen – so rentiert Ihre PV-Anlage wirklich» erhalten Hauseigentümerinnen, Unternehmen und Energieinteressierte einen kompakten Überblick über die wichtigsten Faktoren, die heute über die Rentabilität einer Photovoltaikanlage entscheiden. Im Zentrum stehen Förderungen, Eigenverbrauch, Speichertechnologien und neue Modelle gemeinschaftlicher Energienutzung.

Zum Auftakt referiert Jürg Senn, Leiter der Energiefachstelle Liechtenstein, zu den Themen aktuelle Förderlandschaft und Elemente einer Anreiz- und Speicherstrategie. Spannend sind auch die neusten Erkenntnisse zur Lebensdauer von PV-Modulen: Moderne Systeme weisen deutlich höhere Langzeitstabilität auf, was die Wirtschaftlichkeit über Jahrzehnte hinweg erhöht.

Anschliessend vertiefen Gerold Büchel (Büchel & Hoop, Ruggell) und Ralph Oehri (Hasler Solar AG, Bendern) die Frage, wie sich der Eigenverbrauch optimieren lässt. Mit konkreten Beispielrechnungen zeigen sie auf, wie sich Amortisationszeiten verändern, wenn Speicher integriert, smarte Steuerungen eingesetzt oder Wärmepumpe und Elektromobilität intelligent abgestimmt werden. Ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Gewerbebetrieb – anschauliche Kosten-Nutzen-Vergleiche machen deutlich, wie stark sich Eigenverbrauchsquoten auf die Rentabilität auswirken. Auch die künftige Entwicklung kommt zur Sprache: etwa bidirektionales Laden, bei dem Elektroautos als flexible Speicher dienen und Energie zurück ins Gebäude oder Netz abgeben können.

Im dritten Vortrag beleuchtet Christoph Niederdorfer von den Liechtensteinischen Kraftwerken LKW das Potenzial von Energiegemeinschaften. Diese ermöglichen es mehreren Beteiligten, lokal erzeugten Solarstrom gemeinsam zu nutzen – ein Modell, das Unabhängigkeit stärkt, Kosten senkt und den regionalen Ausbau fördert. Niederdorfer zeigt, welche Strukturen sich in anderen Ländern bewährt haben und wie die Einführung in Liechtenstein angegangen werden soll.

Abgerundet wird der Abend durch einen Apéro, der viel Raum für persönliche Gespräche bietet. Beim Austausch mit Expertinnen, Planern und anderen Interessierten entstehen oft die besten Ideen für eigene Projekte.

Der Anlass wird mit Unterstützung des Landes Liechtenstein und der Gemeinde Vaduz durchgeführt.

Mittwoch, 10. Dezember, 19 Uhr, Rathaussaal Vaduz
Sonnenstrom clever nutzen – so rentiert Ihre PV-Anlage wirklich.
Eigenverbrauch, Speicher & Energiegemeinschaften: Rezepte für rentable Solarenergie in Liechtenstein

Jürg Senn, Leiter Energiefachstelle Liechtenstein: Elemente einer Anreiz- und Speicherstrategie des Landes
Gerold Büchel, Büchel & Hoop; Ralph Oehri, Hasler Solar AG: PV-Anlagen clever und rentabel betreiben.
Christoph Niederdorfer, Liechtensteinische Kraftwerke LKW: Energiegemeinschaften für die regionale Nutzung von Sonnenstrom.
Diskussion und Apéro.

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In Kalifornien ist ein innovatives Projekt gestartet, das Elektro-Schulbusse zu wichtigen Bausteinen der Energiewende macht. Im Fremont Unified School District wurde Anfang August ein bidirektionales Lade-System in Betrieb genommen, das es ermöglicht, Strom aus den Batterien der Busse bei Netzengpässen zurückzuspeisen. Kernstück des Projekts ist die Plattform ChargePilot, welche das Laden intelligent steuert und die Kapazitäten der Batterien bündelt, sodass sie am Energiemarkt genutzt werden können. Die Flotte nimmt am „Emergency Load Reduction Program“ des kalifornischen Energieversorgers PG&E teil, bei dem in kritischen Situationen Strom ins Netz eingespeist oder Verbrauch reduziert wird.

Schulbusse eignen sich besonders gut für dieses Konzept, da sie über grosse Batterien verfügen und ihre Einsatzzeiten klar planbar sind. So lassen sie sich optimal für den Transport von Schülerinnen und Schülern nutzen und gleichzeitig in Zeiten, in denen sie nicht fahren, als flexible Speicher einsetzen. Davon profitieren nicht nur das Stromnetz, das stabilisiert wird, sondern auch die Kommunen: geringere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und eine bessere Luftqualität, weil Dieselbusse ersetzt werden.

Bis Ende des Projekts sollen sechs bidirektionale Ladegeräte installiert sein. Damit wird deutlich: Fahrzeuge können weit mehr sein als nur Verkehrsmittel – sie werden zu aktiven Akteuren der Energiewende.

Quelle: solarserver.de

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