04.02.2026
Studie: Mehr erneuerbare Energien senken Kosten von Netzen und Elektrifizierung

Eine aktuelle Untersuchung des europäischen Verbands Wind Europe in Zusammenarbeit mit Hitachi Energy zeigt, dass der grossflächige Ausbau erneuerbarer Energien im europäischen Stromsystem langfristig kostengünstiger ist als Szenarien mit geringerer Nutzung grüner Stromquellen.
Die Analyse vergleicht mehrere Transformationspfade bis 2050 und berücksichtigt dabei nicht nur Erzeugungskosten, sondern auch Investitionen in Netzinfrastruktur, Speichertechnologien und Elektrifizierung. Laut der Studie sinken die Gesamtkosten deutlich, je höher der Anteil von Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft und Bioenergie im Energiemix ist – selbst wenn notwendige Speicherkapazitäten berücksichtigt werden. In Szenarien ohne ambitionierten Ausbau fallen bis 2050 deutlich höhere Systemkosten an, zum Teil im hohen zweistelligen Milliardenbereich.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass insbesondere ein auf erneuerbaren Energien basierender Energiemix nicht nur aus klimapolitischen Gründen sinnvoll ist, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringt. Erneuerbare Energien zeichnen sich durch niedrige Gestehungskosten aus und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren sowie die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Die Studie hebt hervor, dass zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und die industrielle Wertschöpfung in Europa gestärkt wird, wenn der Ausbau grüner Technologien konsequent vorangetrieben wird.
Diese Ergebnisse decken sich mit anderen Analysen, die zeigen, dass erneuerbare Energien in vielen Fällen bereits kostengünstiger sind als fossile Alternativen und Strompreise dämpfen können. Beispielsweise sind in vielen Regionen Solar- und Windenergieprojekte günstiger als neue fossile Kraftwerke, was das Potenzial erneuerbarer Energien zur Senkung der Energiekosten weiter unterstreicht.
Insgesamt stellt die Studie klar heraus, dass ein starker Ausbau erneuerbarer Energien und die begleitende Elektrifizierung langfristig nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind.
Quelle: Solarserver.de
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