26.06.2026
Schnellere Batteriespeicher könnten Stromkosten in Deutschland deutlich senken

Batterie-Grossspeicher gelten als wichtige Bausteine der Energiewende. Eine neue Studie zeigt nun: Wenn Deutschland den Ausbau solcher Speicher beschleunigt, könnten Haushalte und Unternehmen bis 2035 jährlich um bis zu 2,8 Milliarden Euro entlastet werden. Die Ergebnisse beziehen sich auf das deutsche Stromsystem, liefern aber auch wertvolle Erkenntnisse für andere Länder.
Grossspeicher nehmen überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen auf und geben ihn später wieder ins Netz ab – etwa am Abend oder in Zeiten mit wenig Sonne und Wind. Dadurch muss weniger Strom aus teuren Kraftwerken bereitgestellt werden. Gleichzeitig sinken die Belastungen für das Stromnetz, weil Angebot und Nachfrage besser ausgeglichen werden können.
Das Gutachten des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln kommt zum Schluss, dass ein schnellerer Ausbau gleich mehrfach wirkt: Die Preise an der Strombörse würden sinken, Netzkosten könnten reduziert werden und das gesamte Stromsystem würde effizienter arbeiten. Davon würden letztlich alle Stromkundinnen und Stromkunden profitieren.
Deutschland erlebt derzeit bereits einen starken Boom bei Grossspeichern. Im ersten Quartal 2026 wurden so viele neue Speicherkapazitäten installiert wie noch nie zuvor. Das zeigt, dass die Technologie marktreif ist und immer attraktiver wird.
Auch wenn sich die genannten Einsparungen ausschliesslich auf Deutschland beziehen, ist die Grundidee überall dieselbe: Je mehr Strom aus Sonne und Wind erzeugt wird, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicher. Sie sorgen dafür, dass erneuerbare Energie nicht verloren geht, sondern genau dann genutzt werden kann, wenn sie gebraucht wird. Dadurch steigt die Versorgungssicherheit – und langfristig können die Stromkosten sinken.
Quelle: pv-magazine.de
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